Angst bei Haustieren: Umfrage & Test

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Was für Hundehalter im Dezember wichtig wird

Hund mit Weihnachtsmütze

Die Weihnachtszeit beginnt

© dezy / Shutterstock

Der Winter beginnt langsam, aber sicher. Und nicht nur Menschen müssen sich auf diese kalte Jahreszeit einstellen, sondern auch Hunde. Worauf sollten Hundehalter im Dezember daher besonders achten? Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie gesammelt.

von Sara-Marie Goedecke

am aktualisiert

Viele Vierbeiner kommen mit der kalten Jahreszeit bestens zurecht und freuen sich über die schönen Seiten, die der Winter mit sich bringt: Spaziergänge und Herumtoben im Schnee einerseits und gemütliche Kuschelabende andererseits.

Tipps und Gefahren

Die Adventszeit und Weihnachten kann für Hundehalter aber tatsächlich zu einer Herausforderung werden, besonders wenn Sie einen jungen und sehr abenteuerlustigen Vierbeiner haben. Aber keine Sorge: Wenn Sie einige wichtige Vorsichtsmaßnahmen befolgen, kann beinahe nichts mehr schief gehen und Sie können die besondere Zeit gemeinsam genießen.

Hund vor Kälte schützen

Auch Hunde können sich erkälten, gerade bei dem kalt-nassen Wetter des Winters und sollten daher vor der Kälte geschützt werden. Was können Sie machen, um einer Erkältung oder einer Blasenentzündung vorzubeugen? Gehen Sie lieber etwas kürzer und dafür häufiger spazieren als eine riesige Runde zu drehen. Bleiben Sie währenddessen nicht zu lange stehen, sondern immer in Bewegung. Danach den Hund gründlich abtrocknen und am besten darauf achten, dass er nicht auf kaltem Untergrund liegt. Bei Bedarf gibt es außerdem Hundebekleidung zu kaufen, vor allem für ältere oder kranke Fellnasen.

Streusalz

Gegen Glätte wird bei den eisigen Temperaturen im Winter auf Straßen und Wegen Streusalz verteilt. Doch dieses kann für die Pfoten Ihres Hundes sehr unangenehm werden, indem es dort Risse verursacht. Oft versuchen sie durch Lecken ihrer Pfoten das Salz zu entfernen. Besonders gemein: Das Salz kann sich auch im Schnee verstecken, den die Tiere fressen. Wenn möglich, können Sie vermehrt auf Wiesen, Feldwege und den Wald ausweichen und so das Risiko einer Verletzung durch Streusalz verringern.

Eisklumpen zwischen den Pfoten

Besonders langhaarige Hunde sind von den lästigen Klumpen an den Pfotenballen betroffen, die sich im Schnee bilden. Vorbeugen können Sie dieses Phänomen, indem Sie die Haare zwischen den Zehen kürzen und die Haut mit Melkfett oder Vaseline einreiben. Eine weitere Möglichkeit sind Hundeschuhe, so bleiben die empfindlichen Pfoten nicht nur vor dem Schnee und Eis, sondern auch vor Streusalz geschützt. Nach dem Spaziergang reinigen Sie die Pfoten am besten mit Wasser und einem milden Hundeshampoo.

Winterliche Zimmerpflanzen

Ein Mistelzweig über der Tür, ein Weihnachtsstern auf dem Tisch, Christrosen als Dekoration – für viele Menschen gehören diese zur Weihnachtszeit einfach dazu. Aber nicht nur im Frühling sind Pflanzen für unsere Haustiere gefährlich, die genannten sind es ebenso. Verschluckt der Hund einen heruntergefallenen Mistelzweig oder einen Teil des Weihnachtssterns drohen ihm schwere Vergiftungserscheinungen wie Durchfall und starke Krämpfe. Allein der Kontakt mit den Blättern kann zu unangenehmen Hautreizungen führen. Auch Duftöle, die für ein schönes Aroma sorgen sollen, können schmerzhafte Magen-Darm-Beschwerden auslösen.

Das heißt nicht, dass Sie auf diese Bräuche verzichten müssen. Es gibt zwar Alternativen wie weihnachtliche Fensterbilder zum Abziehen oder künstliche Pflanzen, die täuschend echt aussehen und währenddessen noch nicht einmal gegossen werden müssen. Wenn Sie für ihren Vierbeiner aber echte Pflanzen und möglicherweise giftige Dekoration verwenden, sollten Sie diese außer Reichweite beziehungsweise in sicherer Höhe aufstellen.

Winterdepression

Nicht nur Menschen, sondern auch unsere geliebten Hunde können von einer Winterdepression betroffen sein. Sie reagieren auf den Jahreszeitenwechsel und ziehen sich häufiger als sonst zurück, sind weniger aktiv und benötigen mehr Schlaf als zur Sommerzeit, das ist ganz normal. Bei sehr auffälliger Müdigkeit und Antriebslosigkeit sollten Sie allerdings einen Tierarzt aufsuchen und die Symptome abklären lassen. Denn auch Erkrankungen wie Krebs oder eine Unterfunktion der Schilddrüse führen dazu, dass Ihr vierbeiniger Freund depressiv wirkt. 

Ernte im Dezember – was darf in den Hundetopf und was nicht?

Um die Feiertage herum wird viel gefeiert und auch wenn wir unsere Tiere dann mit besonderen Mahlzeiten verwöhnen möchten, müssen wir sehr wachsam sein, was die für sie giftigen oder sogar tödlichen Lebensmittel betrifft, die häufig auf Festtafeln zu finden sind. Nicht alles, was dem Menschen gut tut, ist auch für den Hund geeignet: Dazu zählen Knoblauch und Zwiebeln, aber vor allem Schokolade, Trockenfrüchte, Macadamianüsse, Avocados, rohe und getrocknete Rosinen und auch Alkohol!

Knoblauch

Die kleinen weißen Zehen kommen in der Küche häufig zur Verfeinerung von Gerichten zum Einsatz. Knoblauch enthält allerdings den Stoff Alliin, der für Hunde giftig und in zu hoher Dosierung sogar tödlich ist. Erbrechen und Durchfall gehören zu den häufigsten Symptomen, Herz-Kreislauf- und Atem-Probleme sind ernste Anzeichen. Die Folgen der Vergiftung äußern sich auch in Krämpen, Orientierungslosigkeit und hellen Schleimhäuten.

Zwiebeln

Hunde dürfen auf keinen Fall Zwiebeln verzehren, da sie für den Hund giftige Verbindungen von Schwefel enthalten und auch tödlich enden können. Die Symptome einer Vergiftung sind in diesem Fall Abgeschlagenheit, Störungen der Koordination, blasse Schleimhäute und ein starker Speichelfluss. Meist treten außerdem Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall und Atembeschwerden auf.

Gewürze für Hunde: Gesund oder giftig?

Schokolade

Schokolade ist in nahezu jedem Haushalt zu finden und auch im Winter nascht man gerne das ein oder andere Stück. Aber dürfen Hunde ebenfalls zugreifen? Schokolade enthält verschiedene Stoffe, die den Tieren nicht gut bekommen. Das ist neben Zucker und Milch, vor allem der Stoff Theobromin, der zu einer Vergiftung führen kann. Der Grad der Vergiftung hängt dabei zum einen von Größe, Gewicht und Alter des Hundes und zum anderen von der gefressenen Menge ab. Je mehr Kakao in einer Schokolade enthalten ist, desto höher ist auch ihr Theobromin-Gehalt. Besonders gefährlich wird es deshalb bei Dunkel- und Bitterschokolade.

Avocado

Avocado gehört definitiv nicht in den Hundenapf. Die Frucht enthält den Giftstoff Persin, der schwere Vergiftungssymptome hervorrufen kann und hat zudem einen zu hohen Fettgehalt. Hat Ihr Hund Avocado gefressen, treten typischerweise innerhalb von 24 Stunden Symptome wie Atemnot, Krämpfe, ein erhöhter Puls, Durchfall, Husten und Erbrechen sowie allgemeine Schwäche, Orientierungslosigkeit und Unwohlsein auf. Im schlimmsten Fall führt das giftige Persin zu Herzmuskelschäden, anhaltenden Organschäden und sogar zum Tod.

Zimt

Dieses Gewürz ist fester Bestandteil von vielen Weihnachtsnaschereien, aber wie sieht es mit dem Verzehr für Hunde aus? Das gesundheitsschädigende an Zimt ist das enthaltene Cumarin. Dieser natürliche Aromastoff, der beim Zimt für den würzigen Geruch sorgt, kann bereits in geringen Mengen starke Leberprobleme beim Hund auslösen. Zudem ist ein Verzehr auf lange Sicht krebserregend.

Mandarinen

Vor allem jetzt im Winter sind diese Früchte sehr beliebt und Hunde dürfen sie ebenfalls in Maßen fressen. Die Mandarine enthält Säure, die bei übermäßigem Verzehr zur Übersäuerung des Magens führen kann. Dann treten Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auf. Meistens erbricht der Hund einen weißen Schaum oder Magensäure. Die Schleimhaut des Magens wird angegriffen und es kann eine Magenschleimhautentzündung entstehen. Trotz der Säure sind Mandarinen ein gesundes Obst, das Hunde mit vielen lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt.

Lebkuchen

Dieses spezielles Gebäck darf in der Winter- und Weihnachtszeit natürlich nicht fehlen, gehört aber nicht in den Hundenapf. Es ist für Hunde nicht nur schwer verträglich, sondern kann sogar tödliche Folgen haben. Das liegt daran, dass die meisten Lebkuchen Kakao enthalten oder mit Schokolade überzogen sind. Außerdem enthalten die Kekse Zucker, Fett und Gewürze wie Zimt, Nelken und Muskatnuss, die für Hunde ebenfalls schlecht verträglich und gesundheitsschädlich sind.

Am besten bewahren Sie die für Ihren Vierbeiner unverträglichen und giftigen Lebensmittel verschlossen und an einem unerreichbaren Ort auf. Lassen Ihren Hund niemals unbeaufsichtigt, wenn das schädliche Essen auf dem Tisch steht. Selbst die artigste Fellnase kann in einem unbeobachteten Moment die Fressgier packen.

In so einem Fall sind Kohletabletten als Notfallversorgung ideal. Die Kohle bindet Giftstoffe und Bakterien an sich und hilft dabei, sie auf natürliche Weise auszuscheiden und dadurch die Beschwerden einer Vergiftung deutlich zu mindern. Suchen Sie am besten sofort den Veterinär oder den tierärztlichen Notdienst auf.

Wichtige Tage im Dezember

Weihnachten

Das Weihnachtsfest bringt für unsere Vierbeiner einige Gefahren mit sich. Gemütliches Kerzenlicht zum Beispiel gehört zur dunklen Jahreszeit einfach dazu. In der Regel bleiben die Hunde den Kerzen auch ganz freiwillig fern. Es ist aber trotzdem wichtig, darauf zu achten, sie außer Reichweite von ihnen zu platzieren, um Unfälle beim Herumtollen zu vermeiden.

Ein schön bunt dekorierter Weihnachtsbaum macht natürlich etwas her und trägt zu einer festlichen Stimmung bei. Trotzdem birgt der Schmuck auch ein gewisses Risiko, vor allem für neugierige und verspielte Junghunde. Stellen Sie in erster Linie sicher, dass der Baum stabil steht und nicht umfällt. An heruntergefallen Glaskugeln ziehen sie sich Schnittwunden zu, die sich entzünden können und auch elektronische Lichterketten sind nicht ganz ungefährlich. Nimmt Ihr Hund diese in sein Maul, kann er einen elektrischen Schlag erleiden. Achten Sie darauf, dass Ihr Vierbeiner keine Dekoration verschlucken kann, besonders das beliebte Lametta führt beim Verschlucken schnell zu einem Darmverschluss. Weiterhin kann das Wasser im Ständer vom Baum abgegebene giftige Stoffe enthalten und der beliebte Sprühschnee an Fenstern kann in kleinen Mengen zu Atemnot führen.

Silvester

Im Gegensatz zu vielen Menschen, beginnen die Hunde ihr neues Jahr nicht gerne mit einem lauten Feuerwerk, ganz im Gegenteil: Nicht nur weil sie um ein Vielfaches besser hören als wir, sondern auch auch weil die Angst davor teilweise biologisch bedingt ist. Aber jede Fellnase reagiert anders auf die Geräusche an Silvester, während manche schon als Welpe daran gewöhnt sind und auch später gut damit umgehen können, gibt es Tiere jeden Alters, die sehr sensibel reagieren oder sogar in Panik geraten. Wichtig ist es in diesem Fall, sich mit Ihrem Vierbeiner nicht in der Nähe eines Feuerwerks aufzuhalten und ihn auf keinen Fall allein zu lassen. Ihre Anwesenheit beruhigt und gibt ihm Sicherheit. Auch eine Rückzugsmöglichkeit wie eine Box oder eine kuschelig eingerichtete Ecke können helfen.

Die meisten Tierärzte haben über die Weihnachtstage ihre Praxen geschlossen – halten Sie daher zur Sicherheit Ihres Hundes die Nummer einer tierärztlichen Notfallklinik parat. 

Fandet ihr diesen Artikel hilfreich und wollt ihr wissen, worauf ihr auch in den anderen Monaten achten könnt, damit euer Vierbeiner gesund und munter durch das Jahr kommt?

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