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Diese Hunderassen sind Listenhunde in NRW

Shaffordshire Bullterrier advice
© Shutterstock

Gemäß der bundesweiten Hundeverordnungen von 2001 gelten Hunde bestimmter Rassen als potenziell gefährlich. Die Bundesländer stufen die Gefährlichkeit der Rassen ein und führen diese auf entsprechenden Listen. Wer einen Listenhund halten möchte, hat an Rhein und Ruhr bestimmten Pflichten nachzukommen.

von Carina Petermann

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Landeshundegesetz regelt in NRW die Rechte und Pflichten von Hundehaltern
  • Listenhunde werden in Nordrhein-Westfalen in drei Kategorien eingeteilt
  • Die Halter der Kategorien Eins und Zwei benötigen einen Sachkundenachweis
  • In NRW gibt es den Sonderfall der 20/40-Regelung für Hunde groß gewachsener Rassen

Auch große Rassen unter den Listenhunden

Listenhunde sind gemäß dem Landeshundegesetz (kurz: LHundG) in Nordrhein-Westfalen in drei Kategorien unterteilt:

  • Gefährliche Hunderassen
  • Hunde bestimmter Rassen mit potenzieller Gefährdung
  • Hunde großer Rassen

Die Haltung von Hunden aller drei Kategorien ist behördlich gestattet. Kategorie Eins und Zwei unterliegen jedoch dem Leinen- und Maulkorbzwang. Hunde der als gefährlich eingestuften Rassen sind außerdem erlaubnispflichtig. Ein begründetes Interesse an der Haltung ist nachzuweisen.

Gefährliche Hunderassen: als rassetypisch gefährlich eingestuft

Die als gefährlich geltenden Rassen sind Kategorie Eins zugehörig. Darunter fallen nicht nur reinrassige Hunde, sondern auch Kreuzungen untereinander und Mischlinge mit anderen Rassen. Im Zweifelsfall sind Hundehalter dazu angehalten, die Rassezugehörigkeit mit einem Gentest nachzuweisen. Hunde dieser Rassen unterliegen einem Zuchtverbot. Wer sich einen Listenhund der Kategorie Eins anschafft, adoptiert diesen aus dem Tierheim oder vom Tierschutzverein. Außerdem hat der Halter bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen, um einen Hund dieser Kategorie halten zu dürfen. Folgende Rassen sind betroffen:

  • Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Bullterrier
  • Kreuzungen der genannten Rassen sowie Mischlinge mit anderen Rassen

Hunde bestimmter Rassen: potenzielle Gefährlichkeit

Zu den Hunden bestimmter Rassen gehören jene Tiere, deren Gefährlichkeit vermutet wird. Aufgrund ihrer Herkunft und Veranlagung liegt eine Gefährlichkeit also nahe. Sie sind jedoch noch nicht häufig oder gar nicht durch Vorfälle in Erscheinung getreten. Zu den Hunden bestimmter Rassen gehören in NRW unter anderem:

  • American Bulldog
  • Bullmastiff
  • Kangal
  • Dog Argentino und Rottweiler
  • Tosa Inu

Auch Kreuzungen oder Mischlinge mit anderen Rassen fallen in die Kategorie. Einzelfallprüfungen geben im Zweifel Aufschluss.

Sonderfall: große Hunde und die 20/40-Regelung

Eine Besonderheit in Nordrhein-Westfalen ist die 20/40-Regelung. Große Hunde unterliegen ebenfalls gewissen Bestimmungen. Folgende Voraussetzungen machen einen Hund vor dem Gesetz zu einem großen Hund: Er muss eine Widerristhöhe von mindestens 40 Zentimetern haben oder mindestens 20 Kilogramm wiegen.

Halter von großen Hunden sind dazu verpflichtet, das Tier mit einem Mikrochip auszustatten. Außerdem ist eine Haftpflichtversicherung vor dem Gesetz verpflichtend.

Unsere Empfehlung: Frühzeitig informieren

Die Haltung von Listenhunden der Kategorie Eins und Zwei ist an verschiedene Bedingungen und Auflagen geknüpft. Deshalb lohnt es sich für Interessenten, sich frühzeitig zu informieren. Die meisten Auflagen sind nämlich bereits vor Anschaffung des Tieres nachzuweisen – und nicht erst auf Nachfrage durch die Behörden. Zu den Halterpflichten gehören unter anderem: