wamiz-v3_1

Werbung

Berlin: Rassen, die als Listenhunde gelten

Skyline Berlin advice © Shutterstock

Vor dem Jahr 2019 unterteilte das Land Berlin Listenhunde in mehrere Kategorien. Mit Ende 2018 hat das Land die Kategorien abgeschafft. Der Grund: Eine Vorverurteilung aufgrund der Rassezugehörigkeit sei nicht zielführend. Nur noch drei Rassen sind nun gelistet. Sie werden als gefährlich eingestuft.

von Carina Petermann

Das Wichtigste in Kürze:

  • In Berlin regelt das Gesetz über das Halten und Führen von Hunden in Berlin den Umgang mit Hunden und solchen, die im Volksmund unter dem Begriff Kampfhunde zusammengefasst werden
  • Nur noch drei Rassen gelten als generell gefährlich
  • Die Haltung dieser sogenannten Listenhunde ist an bestimmte Auflagen geknüpft

Berlin: Hunde, die als gefährlich gelten

Laut Gesetz über das Halten und Führen von Hunden in Berlin gibt es drei Hunderassen, die als gefährlich gelten:

  • Pit Bull
  • American Staffordshire Terrier
  • Bullterrier

Auch Kreuzungen der genannten Rassen gelten als sogenannte Kampfhunde.

Voraussetzungen für die Anmeldung eines Listenhundes

Hunde der oben genannten Rassen sind bei Erwerb unverzüglich der örtlichen Behörde zu melden. Wer einen Listenhund in Berlin kaufen und halten möchte, hat bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Dazu gehören:

Haltungsort

Bei Anmeldung bei der Behörde hat der Halter nachzuweisen, dass das Tier dauerhaft an einem Ort lebt. Dieser Haltungsort muss in der Kommune der zuständigen Behörde liegen.

Herkunft des Tieres

Die legale Herkunft des Hundes ist zweifelsfrei nachzuweisen. Das Tier darf nicht illegal nach Deutschland importiert worden sein.

Sachkundenachweis

Der Halter hat nachzuweisen, dass er für das Führen gefährlicher Hunde befähigt ist. Hierfür ist ein Sachkundenachweis vorzulegen. Für diesen legt der Halter eine theoretische und eine praktische Prüfung ab.

Führungszeugnis

Die Zuverlässigkeit des Halters ist eindeutig nachzuweisen. Ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis ist deshalb unabdingbar.

Wesenstest

Das Tier hat im Rahmen eines Wesenstestes seine Gefährlichkeit zu widerlegen.

Haftpflichtversicherung

Jeder Halter eines Listenhundes ist dazu verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Maulkorb- und Leinenpflicht

Auch bei bestandenem Wesenstest bleibt der Maulkorbzwang für Listenhunde bestehen. Eine Befreiung von der Leinenpflicht ist hingegen auf Antrag möglich.

Vorstellung

Wenn der Halter das Tier bei der zuständigen Behörde anmeldet, ist das Tier mitzuführen.

Unsere Empfehlung: Informationen rechtzeitig einholen

Wenn Sie mit einem Listenhund liebäugeln, informieren Sie sich bestenfalls bereits im Vorfeld über die Auflagen. Die Haltungserlaubnis muss beispielsweise schon vor Haltungsbeginn erteilt sein. Und auch die Antragstellung mit allen Details kostet Zeit. Wer sich frühzeitig informiert, geht also definitiv auf Nummer sicher.

Listenhunde der Bundesländer