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Sachsen: Diese Rassen gelten im Freistaat als gefährlich

Aggressiver Shaffordshire Terrier advice © Shutterstock

Sachsen führt eine Rasselisten mit Hunden, die generell als gefährlich gelten. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern teilt der Freistaat Listenhunde nicht in verschiedene Kategorien ein. Es ist möglich, die Gefährlichkeit eines Tieres durch einen Wesenstest zu widerlegen.

von Tim Brinkhaus

Listenhunde in Sachsen in Kürze:

  • In Sachsen regelt das Gesetz zum Schutze der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden (GefHundG) den Umgang mit Kampfhunden.
  • Die gelisteten Hunde unterliegen der Maulkorbpflicht und dem Leinenzwang.
  • Durch einen Wesenstest kann die Gefährlichkeit widerlegt werden.

Listenhunde in Sachsen 2019

Nur noch drei Hunderassen gelten in Sachsen als grundsätzlich gefährlich:

Bestimmungen für die Haltung gefährlicher Hunde

Wer einen gefährlichen Hund der genannten Rassen halten möchte, muss die Anschaffung behördlich melden. Dafür sind bestimmte Auflagen zu erfüllen:

Sachkundenachweis

Für die Anmeldung des Tieres hat der Halter seine Sachkunde nachzuweisen. Hierfür legt er eine praktische und eine theoretische Prüfung ab.

Führungszeugnis

Der Halter hat seine Zuverlässigkeit und sein Verantwortungsbewusstsein nachzuweisen. Hierfür ist ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis nötig.

Haftpflichtversicherung

Jeder Halter eines Listenhundes hat eine Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Maulkorb- und Leinenpflicht

Gefährliche Hunde sind außerhalb des privaten, eingefriedeten Grundstücks an der Leine zu führen. Des Weiteren unterliegen sie der Maulkorbpflicht. In Mietshäusern sind sie in Gemeinschaftsbereichen und Treppenhäusern mit Maulkorb und Leine zu führen.

Kinderspielplatz und Mehrhundehaltung

Hundehalter dürfen nur einen gefährlichen Hund gleichzeitig halten. Außerdem ist gelisteten Hunden der Zutritt zu Spielplätzen generell untersagt.

Unsere Empfehlung: Mitteilungspflicht wahrnehmen

Halter gefährlicher Hunde unterliegen in der Tat mehr Verpflichtungen als andere. Nicht nur bei der Anschaffung, auch im Falle der Abgabe sind die zuständigen Behörden zu informieren. Sowohl der Verblieb des Hundes als auch die Daten der neuen Besitzer müssen angegeben werden. Wer seine Mitteilungspflicht versäumt, hat mit empfindlichen Strafen zu rechnen!

Listenhunde der Bundesländer