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Was Hundefreunde jetzt im JULI auf jeden Fall wissen müssen

Hund in Hängematte dog-serious

Auch Hunde sollten es im Sommer ruhiger angehen

© Halfpoint / Shutterstock

Viele verbinden den Juli mit Ferien, Urlaub und viel Sonne. Doch worauf sollten Hundehalter im Juli achten? Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie gesammelt.

von Philipp Hornung

Am 29.06.21, 20:30 veröffentlicht

Hitze für Hunde gefährlich im Juli

Spätestens im Juli kommen auch Sonnenanbeter ins Schwitzen – Hunden bleibt diese Möglichkeit verwehrt. Sie regulieren ihren Wärmehaushalt vor allem durch Hecheln und die heraushängende Zunge.

Wann sind die Hundstage?

Besonders heiß wird es traditionell während der sogenannten „Hundstage“ vom 23. Juli bis zum 23. August. Namenspate für die heißesten Tage des Jahres ist das Sternbild Großer Hund. Zur römischen Kaiserzeit dauerte es nach dem Erscheinen des ersten Sterns Muliphein rund einen Monat, bis das ganze Sternbild gegen Ende August komplett zu sehen war. Heute stimmt der Verlauf des Sternbilds allerdings nicht mehr damit überein.

Hunde vor hohen Temperaturen schützen

Ob „Hundstag“ oder nicht: Achten Sie darauf, Ihren Hund vor zu großer Hitze zu schützen. Besondere Vorsicht ist im Auto geboten, wo die Temperaturen schnell steigen. Auch die Hundepfoten sind im Sommer für Verletzungen anfällig.

Achten Sie darauf, immer ausreichend Wasser für Ihren Vierbeiner mitzunehmen. Tipp: Eine leckere Erfrischung im Sommer ist Eis für Hunde oder auch gefrorene Smoothie-Leckerlis.

Baden und Schwimmen mit Hund im Juli

Schwimmen ist eine herrliche Abkühlung für Mensch und Tier. Wer Platz im Garten hat, kann einen Hundepool aufstellen. Aber auch viele Badeseen und Strände bieten die Möglichkeit, gemeinsam das erfrischende Nass zu genießen.

Schwimmen mit Hund

Bevor Sie sich zusammen in die kühlen Fluten stürzen, achten Sie darauf, dass Baden mit Hund erlaubt ist. In Urlaubsregionen gibt es häufig spezielle „Hundestrände“ – außerhalb ist der Hund nicht gerne in Ufernähe gesehen. An großen Badeseen empfiehlt es sich, eine ruhige Bucht – kein Naturschutzgebiet – zu suchen, um niemanden zu stören.

Baden mit Hund: Achtung vor Blaualgen

In jedem Sommer fallen viele Hunde einer Vergiftung mit Blaualgen zum Opfer. Blaualgen bilden sich nach starker Sonneneinstrahlung in stehenden oder wenig bewegten Gewässern, also auch in Ufernähe von Flüssen. Nicht alle Blaualgen sind giftig. Optisch sind giftige allerdings nicht von ungiftigen Blaualgen zu unterscheiden. Lassen Sie Ihren Hund darum nicht in trübem oder grüngefärbtem Wasser baden oder gar trinken.

Vorsicht in Flüssen!

Sie haben einen leidenschaftlichen Schwimmer auf vier Pfoten an Ihrer Seite? Achten Sie in der Nähe von Flüssen immer darauf, dass er sich nicht zu weit vom Ufer entfernt. Werfen Sie zu apportierende Gegenstände nie in die Nähe von starken Strömungen. Die Strömung in Flüssen kann unvorhersehbar und zur tödlichen Gefahr für Ihren Hund werden! Immer wieder ertrinken Hunde in Flussströmungen und durch Wasserwalzen. Nutzen Sie im Zweifel lieber eine Schleppleine plus Geschirr oder lassen den Hund am Ufer.

Stand-up-Paddling mit Hund

Viele Hundeschulen bieten in den Sommermonaten Stand-up-Paddling-Kurse für Hundehalter an. Nach einer kurzen Einführung können Sie entspannt mit Ihrem Hund übers Wasser gleiten. Stand-up-Paddling mit Hund eignet sich für Anfänger ebenso wie für Fortgeschrittene. Natürlich sollten weder Zwei- noch Vierbeiner wasserscheu sein.

Reisen mit oder ohne Hund im Juli

Flugreisen mit Hund

Der Juli ist einer der beliebtesten Reisemonate! Wer mit dem Flugzeug, z.B. Lufthansa, Condor oder Eurowings verreist, sollte sich vorher erkundigen, ob der Vierbeiner mit an Bord darf und ggfs. Kosten entstehen. Generell sind Flugreisen bei Hunden mit großem Stress verbunden. Wir raten daher nur in Ausnahmefällen dazu.

Bahnreisen mit Hund

Eine Reise mit der Bahn ist entspannter und auch ökologisch unbedenklich. Doch auch hier gilt: Informieren Sie sich vor der Abfahrt über die Auflagen der Deutschen Bahn oder ihres Konkurrenten Flixtrain. Bei grenzüberschreitenden Reisen auf der Schiene gelten bei bestimmten Anbietern wie TGV, Thalys oder Eurostar unterschiedliche Bedingungen.

Wohin mit dem Hund im Urlaub?

Am besten sollte man Monate vor der Abreise eine Betreuung für seinen Hund in der Familie oder in einer Hundepension organisieren. Die besten Plätze sind schnell ausgebucht!

Hundefreunde, die ihren Hund gerne dabei haben, entscheiden sich für eine Ferienwohnung oder ein Hotel, in dem Vierbeiner willkommen sind. Sportliche Hunde lieben zum Beispiel einen gemeinsamen Wanderurlaub mit ihren Zweibeinern. Auch im Urlaub gilt: An Tagen, in denen die Temperatur über 25 Grad klettert, lassen Sie es lieber ruhig angehen.

Mit Hund im Urlaub – inklusive Tipps zu Reisezielen

Tierheime füllen sich im Sommermonat Juli

Den geliebten Hund für einen Urlaub im Stich lassen? Für echte Tierfreunde ist das natürlich keine Option! Doch für Tierheime ist die Reisezeit traurige Hochsaison: Hunderte von Tieren werden zur Ferienzeit ausgesetzt oder in Tierheimen abgegeben.

Hund ausgesetzt: Welche Strafe droht?

Gemäß Deutschem Tierschutzgesetz ist es verboten „ein in Obhut des Menschen gehaltenes Tier auszusetzen oder es zurückzulassen, um sich seiner zu entledigen oder sich der Halter- oder Betreuerpflicht zu entziehen“ (Tierschutzgesetz § 3, Abs.3). Das Aussetzen eines Tieres kann mit bis zu 25.000 Euro Bußgeld bestraft werden. Aber: Hundefreunde auf der Suche nach einem neuen tierischen Mitbewohner können einem ausgesetzten Hund ein verantwortungsvolles Zuhause für immer geben.

Parasitenschutz für Hunde im Juli

Im Juli ist weiterhin auf Parasitenschutz zu achten. Erneuern Sie diesen gemäß den Angaben des Herstellers, beispielsweise einmal im Monat. Nach dem Auffrischen eines Spot-ons sollte der Hund drei Tage nicht baden gehen, bis der Wirkstoff in die obere Fettschicht eingedrungen ist. Wer mit seinem Hund in südliche Gefilde verreist, sollte sich zusätzlich vom Tierarzt – Stichwort Mittelmeerkrankheiten – beraten lassen.

Gleich weiterlesen: Zeckenschutz für den Hund

Sicher im Garten: für Hunde giftige Pflanzen

Im Juli gibt’s für Gärtner jede Menge zu tun. Auch in Wald und Flur sind viele bunte Blüten zu bestaunen. Doch welche Pflanzen sind giftig für Hunde? Hierzu gehören u.a. 

  • Rhododendron
  • Fingerhut
  • Eisenhut
  • Klatschmohn und Goldmohn
  • Engelstrompete
  • Hortensien

Weiterhin gilt: Nicht nur blühende Pflanzen können gefährlich sein. Denn bei giftigen Pflanzen sind auch Blätter, Wurzeln oder Beeren eine Gefahr. Zum Beispiel bei Efeu oder Thuja. Informieren Sie sich also rund um giftige Pflanzen für Hunde. Insbesondere für neugierige Welpen kann das Grün eine Gefahr darstellen.

Bienen- und Wespenstiche können ebenfalls gefährlich werden. Aber auch Rasendünger oder Pflanzenschutzmittel sind im Garten ein Risiko, wenn Tiere sich darin aufhalten.

Saisonales Obst und Gemüse für Hunde

Sie bauen Obst und Gemüse im eigenen Garten an und fragen sich: Welches Obst und Gemüse darf mein Hund aus der Juli-Ernte fressen? Hier eine Auswahl:

Obst für Hunde im Juli

  • Erdbeeren für Hunde: Im Juli sind je nach Sorte weiterhin Erdbeeren zu ernten. Erdbeeren sollten immer ungespritzt oder gut gewaschen sein, bevor Sie sie Ihrem Hund anbieten. Er sollte die roten Früchtchen nur in Maßen genießen, was bedeutet: 1 g Erdbeere pro Kilogramm Körpergewicht.
  • Heidelbeeren für Hunde: Heidelbeeren – auch „Blaubeeren“ – sind bei Hunden beliebt und gesund! Sie enthalten viele Vitamine sowie Kalzium und Kalium. Waschen Sie Beeren aus dem Handel vor dem Verzehr gut ab, bevor Sie sie Ihrem Vierbeiner geben. Bei selbstgepflückten Beeren besteht je nach Gebiet Fuchsbandwurm-Gefahr. Bis zu einem Gewicht von 10 kg können Sie täglich 3-5 Blaubeeren füttern. Größere Hunde sollten maximal zehn Beeren pro Tag fressen.
  • Himbeeren für Hunde: Im Juli können Sie Sommerhimbeeren ernten – Ihr Hund darf sie ruhig vom ungespritzten Strauch futtern. Im Wald sollten Sie vorsichtiger sein, denn Himbeeren können wie Walderdbeeren den Fuchsbandwurm übertragen.
  • Kirschen für Hunde: Bis Ende Juli tragen einige Kirschbäume Früchte. Achten Sie darauf, dass Ihr Vierbeiner keine vom Baum gefallenen Kirschen frisst. Denn hierbei wird er den blausäurehaltigen Kern gleich mit verspeisen. Ansonsten spricht nichts dagegen, Ihrem Hund zwei oder drei entkernte Kirschen zum Naschen zu reichen.

Gemüse für Hunde im Juli

  • Fenchel für Hunde: Fenchel ist auch für Hunde gesund. Anders als Kartoffeln können Hunde sogar rohen Fenchel essen. Das Gemüse beruhigt den Magen und enthält viele Vitamine.
  • Möhren für Hunde: Karotten gehören zu den Klassikern im Eigenanbau und eignen sich hervorragend als gesunde Beilage für Hunde. Hunde dürfen Möhren roh und gekocht fressen.
  • Tomaten für Hunde: Juli ist Hochsaison für Tomatenfreunde. Ihr Hund sollte allerdings nur wenige und sehr reife Tomaten bekommen. Denn das in „halbreifen“ Tomaten enthaltene Solanin ist für Hunde giftig.
  • Zucchini für Hunde: Im Juli freuen sich viele fleißige Gärtner über Zucchini. Allerdings kann dieses Gemüse aus dem Garten kommend den für Hunde giftigen Stoff Cucurbitacin enthalten. Geben Sie Ihrem Hund darum lieber ausschließlich Zucchini aus dem Handel.

31. Juli: Tag des Mischlingshundes

Insbesondere in den USA gibt es tierisch viele „Feiertage“ – dazu gehört auch der Tag des Mischlingshundes, der 31. Juli. Wir finden: Es ist eine schöne Idee, sich an diesem Tag die Vorzüge von Mischlingshunden vor Augen zu halten. Mit weit über einer Millionen Hunde bilden Mischlinge in Deutschland klar die Mehrheit unter den „Hunderassen“. Jeder Mischling ist ein kleines Überraschungspaket. Bevor Sie sich aber für einen der gehypten „Designerdog“-Mischlinge entscheiden, sollten Sie im Tierschutz vorbeischauen. Denn Mischlinge sind zwar beliebt. Doch auf der Kehrseite der Medaille stehen Tausende von Mischlinge, die in Tierheimen auf ein neues Zuhause warten.