Angst bei Haustieren: Umfrage & Test

Werbung

Was Hundefreunde jetzt im JANUAR unbedingt wissen müssen

<p>Hunde brauchen im Winter in der Regel mehr Pflege</p>

Hunde brauchen im Winter in der Regel mehr Pflege

© Radek Karko / Shutterstock

Der Januar steht vor der Tür und bringt einige Herausforderungen für unsere vierbeinigen Begleiter mit sich. Wir haben Tipps zusammengestellt, damit Sie zusammen mit Ihrem Hund einen sorgenfreien Winter genießen können.

von Sara-Marie Goedecke

am aktualisiert

Das neue Jahr beginnt und der Winter läuft auf Hochtouren. Was muss man zu Beginn des Jahres besonders beachten und welche Maßnahmen kann man den Fellnasen zuliebe berücksichtigen?

Gute Vorsätze für Hundehalter

Haben Sie sich schon mit guten Vorsätzen für das neue Jahr befasst? Vielleicht können Sie einige von diesen auch zusammen mit Ihrem Vierbeiner umsetzen. Wir haben uns 5 Vorschläge überlegt:

  1. Mehr Bewegung: Verlängern Sie Ihre Spaziergänge und schlagen neue Wege ein. Nicht nur der Hund freut sich über mehr Auslauf, Sie können Ihren Kopf an der frischen Luft frei kriegen.
  2. Spiele: Durch Spiele wird die Bindung zwischen Hund und Halter verstärkt und beide haben Spaß dabei.
  3. Aufmerksamkeit: Schenken Sie Ihrem Vierbeiner mehr Aufmerksamkeit, indem das Handy bei Spaziergängen zum Beispiel in der Hosentasche bleibt.
  4. Gesündere Ernährung: Viele Hunde leiden an Übergewicht, versuchen Sie daher die Zahl der Leckerlis zu reduzieren und stattdessen auf gesündere Snacks zurückzugreifen.
  5. Wellness: Fellpflege, Krallen schneiden, Streicheln, Massieren – Ihre Fellnase wird Ihnen für diese Zuwendung danken.

Und, haben Sie noch andere gute Vorsätze für Sie und Ihren Liebling?

 

Gefahren und Tipps

Langsam an die Kälte gewöhnen

Hunde müssen bei den wechselnden Temperaturen langsam an Wind und Wetter gewöhnt werden, um keinen Kälteschock zu bekommen. Gehen Sie lieber einige Meter im Schritttempo, damit sich der Organismus in Ruhe einstellen kann. Ihr Hund wird von alleine schneller laufen, wenn ihm danach ist. An diesen Symptomen erkennen Sie, ob er friert: Zittern, verkrampfte Körperhaltung, er zieht seinen Rücken hoch, klemmt die Rute ein und ist unruhig.

Sollten Sie diese beobachten, ist es sinnvoll, den Spaziergang abzubrechen und nach Hause ins Warme zurückzukehren. Zu beachten ist, dass bestimmte Rassen mit einem Fell ohne Unterwolle schneller frieren, wenn sie nicht in Bewegung sind. Das gilt zum Beispiel für kurzhaarige Tiere wie den Rhodesian Ridgeback, Dalmatiner oder kleinere Windhundrassen.

Auf Unterkühlungen achten

Trotz ihres Fells leiden auch Hunde unter der Kälte und je nach Rasse, Größe oder Alter sind manche empfindlicher als andere. Wenn der Spaziergang in der Kälte etwas länger ausgefallen ist, nehmen Sie ihn danach am besten etwas genauer unter die Lupe. Zittert er, sind die Pupillen geweitet oder ist die Atmung flach, könnte eine Unterkühlung vorliegen. Vor allem wenn der Hund in kalte Gewässer springt, besteht diese Gefahr, denn nasses Fell kann seine Dämm- und Schutzfunktion verlieren. Der Vierbeiner kühlt dann aus, zittert und bekommt Kreislaufprobleme. Dies kann bis zur Bewusstlosigkeit und sogar zum Tod führen.

Sollte Ihr Hund unterkühlt sein, bringen Sie ihn ins Warme, trocknen ihn ab und wickeln Sie ihn gut in eine Decke ein, so dass sich die Körpertemperatur ein wenig erholt. Es ist wichtig, den Hund langsam aufzuwärmen und ihn nicht zu überhitzen. Halten Sie außerdem die Temperatur im Auge: Fällt diese nämlich unter 36 Grad, müssen Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.

Unverzichtbare Pfotenpflege

Hundepfoten müssen in den kalten Monaten ganz schön was aushalten und benötigen daher besonders viel Pflege – frostige Temperaturen, Schnee, Eis und Streusalz machen den Pfoten Ihres Hundes schwer zu schaffen. Wir verraten Ihnen einige Tipps, wie die Pfoten optimal auf die kalte Jahreszeit vorbereitet sind:

  • Streusalz möglichst meiden
  • Pfoten vor dem Spaziergang mit Balsam einreiben
  • Krallen schneiden
  • Fell an den Pfoten kürzen
  • Pfoten auf Fremdkörper kontrollieren und entfernen
  • Bei Bedarf Pfotenschuhe ausprobieren

Fellpflege im Winter – darum ist sie für Hunde wichtig

Fellpflege im Winter ist sehr wichtig und darf auf keinen Fall vernachlässigt werden. Schmutz, Schnee, Salz und Sand usw. setzen sich im Fell ab, beschweren dieses und müssen unbedingt ausgebürstet werden. Salz rauht das Haar an, wodurch es stumpf und trocken wird. Verfilztes Fell trocknet zudem nur sehr schwer, wärmt nicht mehr gut und ist ein Paradies für Parasiten, Bakterien, Pilze und Milben. Muss der Hund auf verfilzten und verhärteten Stellen liegen, kann er unangenehme bis schmerzhafte Druckstellen davontragen. Regelmäßiges Striegeln des Hundes hilft zudem, abgestorbene und daher nicht wärmende Haare zu entfernen, damit das gesunde Fell nachwachsen kann. Auch die Durchblutung der Haut wird so gefördert.

Vorsicht beim Stöckchen-Werfen!

Schneelandschaften können sehr verlockend sein, um mit dem Hund eine kleine Runde zu drehen. Worauf Sie aber achten müssen, ist das Spielen mit Stöckchen. Ist das Holz gefroren, kann es schneller splittern und dadurch unangenehme Verletzungen im Rachenraum verursachen. Besser ist es daher, wenn Sie anderes Spielzeug nutzen, das auch nicht so schnell im Schnee versinkt.

Bewegen Sie sich außerdem auf Wiesen oder Bereichen im Wald, die Sie kennen und die größtenteils einen ebenen Boden aufweisen. Es kann durchaus passieren, dass Ihr Hund auf unbekanntem Gelände in ein Kaninchenloch oder eine andere größere Unebenheit tritt, weil er diese wegen des Schnees nicht erkennt. Dann sind möglicherweise Knochenbrüche oder ein Kreuzbandriss die schmerzhaften Folgen.

Wenn Hunde Schnee fressen

Hunde reagieren unterschiedlich auf die Schneeaufnahme. Einige Vierbeiner haben selbst bei größeren Mengen keine Probleme, andere zeigen sehr schnell Symptome. Halten Sie Ihren Hund besser im Auge, denn in vielen Fällen ist der Schnee abseits von Straßen und Wegen mit Streusalz oder Split versetzt. Das Fressen von Schnee führt bei manchen Vierbeinern zu Magen- und Darmproblemen oder zu einer akuten Entzündung der Magenschleimhaut, der sogenannten Schneegastritis. Typische Symptome dafür sind Fieber, Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen.

Brauchen Hunde im Winter mehr Futter?

Ihr Vierbeiner bekommt im Winter seine ganz normalen Futterrationen und trotzdem haben Sie das Gefühl, dass er an Gewicht verliert? Das ist gut möglich, denn Hunde haben bei Kälte einen größeren Energiebedarf, um den Wärmehaushalt zu regulieren – abhängig davon wie lange der Hund draußen ist, wie alt, wie groß und wie dicht sein Fell ist.

Halten Sie daher das Gewicht Ihrer Fellnase im Auge, wiegen Sie ihn regelmäßig, um im Bedarfsfall die Ernährung anzupassen. Aber aufgepasst: Nicht jeder braucht zusätzliche Nahrung, um den Winter gut zu überstehen. Wenn sich Ihr Haustier wetterbedingt weniger bewegt, braucht es in diesem Fall vielleicht sogar etwas weniger, da es sonst zu Übergewicht führen könnte.

Übergewicht

Mehr Essen und weniger Bewegung über die Feiertage? Übergewicht ist eines der größten Probleme schlechter Ernährung, das bei Hunden immer häufiger beobachtet wird. Es wird als Krankheit verstanden, da es motorische Schwierigkeiten, Herzerkrankungen und Diabetes zur Folge haben und sich so auf die Lebensdauer des Tieres auswirken kann. Jede Fellnase hat einen anderen Energiebdarf, der unter anderem von Faktoren wie der jeweiligen Lebensphase, dem Ausmaß an Aktitivät und dem Gesundheitsstatus abhängt.

Ernte im Januar  – was darf in den Hundenapf und was nicht?

Im Januar wächst natürlich nicht allzuviel, darum haben besonders Obst- und Gemüsesorten Saison, die als Lagerware mehrere Wochen nachgereift sind und nun verzehrt werden können.

  • Champignons: Champignons sind für Hunde ungiftig und gelten sogar als gesund, denn sie enthalten viele wichtige Nährstoffe.  Allerdings sind Pilze, vor allem rohe Chamignons schwer verdaulich. Geben Sie Ihrem Hund daher nur gekochte und vor allem frische und verwenden Sie bei der Zubereitung kein Salz oder sonstige Gewürze.
  • Lauch/Porree: Lauch hat im Napf definitiv nichts zu suchen, denn es enthält für Ihren Vierbeiner giftigen Sulfide und Alliin. Diese Stoffe können bei übermäßigem Verzehr zur Anämie, also zur Blutarmut, führen. Typische Symptome nach dem Verzehr sind: Erbrechen, Durchfall, Schwäche, Appetitlosigkeit und ein erhöhter Puls.
  • Steckrüben: Das typische Wintergemüse darf von Ihrem Liebling verzehrt werden, sowohl roh als auch gekocht. Es enthält einige für den Hund sehr gesunde Vitamine und Nährstoffe.
  • Kartoffeln: Rohe Kartoffeln enthalten wie alle Nachtschattengewächse den giftigen Stoff Solanin. Frisst der Hund dieses, kann es zu schweren Vergiftungssymptomen wie gereizte Schleimhäute, Krämpfe, Durchfall, Erbrechen kommen. Auch Störungen der Gehirnfunktion und der Tod können die Folge sein. Gründlich gekocht ist das Gemüse für Hunde hingegen verträglich.
  • Möhren: Möhren enthalten wichtige Nährstoffe wie Vitamine, Carotine sowie Mineralien und sind damit ein rundum gesundes Gemüse für unsere Vierbeiner, darunter auch Welpen und schwangere Hündinnen.

Innere Parasiten – Erinnerung an die Entwurmung

Eine Entwurmung ist mindestens 3-4 Mal pro Jahr unerlässlich, um eine Ansteckung mit inneren Parasiten zu verhindern und diese notfalls zu beseitigen. Grundsätzlich kann sich jeder Hund mit Würmern anstecken und danach je nach Wurmart und Befall stärker oder schwächer unter gesundheitlichen Folgen leiden.

Viele Parasiten des Hundes, das sind neben Würmern zum Beispiel auch Zecken, Flöhe und Milben, sind für den Menschen ebenfalls infektiös, weswegen der Hund möglichst keine in sich tragen sollte.

Fandet ihr diesen Artikel hilfreich und wollt ihr wissen, worauf ihr auch in den anderen Monaten achten könnt, damit euer Vierbeiner gesund und munter durch das Jahr kommt?

Dann könnten euch diese Artikel ebenfalls interessieren:

Kommentieren
0 Kommentare
Löschen bestätigt

Sind Sie sicher, dass Sie den Kommentar lôschen wollen?

EInloggen zum Kommentieren