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Hundehalter aufgepasst: Das müsst ihr im März beachten

Hund rennt im Freien dog-serious
© Ekaterina Brusnika / Shutterstock

Welche Parasiten machen im März unseren Hunden das Leben schwer, welches saisonale Obst und Gemüse darf in den Napf und was ist eigentlich mit dem Fellwechsel?

von Nina Brandtner

Am 01.03.21, 05:00 veröffentlicht

Wenn im März schön langsam der Frühling Einzug hält, ändert sich auch das Hundeleben wieder ein Stückchen mit. Auf Hundehalter kommen neue Herausforderungen, aber auch neue Möglichkeiten zu.

So müssen sich Halter in den kommenden vier Wochen auf mehr Haare in der Wohnung einstellen. Zudem klettern unangenehme Parasiten klettern schon bald wieder durchs Hundefell, und giftige Blumen tauchen in Gärten und Parks auf. Auf dem Wochenmarkt dagegen gibt es ein paar leckere saisonale Gemüse- und Obstsorten, die auch unseren Vierbeinern schmecken.

Blumen im März: Viele sind für Hunde giftig

Wenn die Tage länger und wärmer werden, zieht es Hundehalter und Vierbeiner gleichermaßen nach draußen. Doch in den Beeten und auf den Wiesen sprießen nun auch wieder Blumen, die dem Hund gefährlich werden können. Diese Gewächse sollten Sie im Blick haben:

  • Hyazinthe: Ansehen ja, anknabbern nein: Die Hyazinthe ist für Hunde und andere Haustiere giftig! Starker Speichelfluss, Schmerzen beim Schlucken, wässrige Durchfälle, Übelkeit und Erbrechen sind die Symptome einer solchen Vergiftung.
  • Krokus: Auch der Krokus ist für Haustiere giftig. Da er aber den bitteren Pflanzenstoff Picrocrocin enthält, spucken ihn die meisten Tiere schnell wieder aus. Gefährlich sind vor allem die Zwiebeln.
  • Märzbecher: Der Märzbecher mit seiner hübschen weißen Glockenblüte ist relativ selten. Für Menschen wie auch Hunde ist er giftig und sollte daher nicht verspeist werden. Vergiftungssymptome sind vermehrter Speichelfluss, Durchfall, Verdauungsprobleme oder Herzrythmusstörungen.
  • Narzissen: Hier müssen Hundehalter gut aufpassen. Narzissen sind sehr giftig für Hunde und können Magen- und Darmbeschwerden, Durchfall, Muskelkrämpfe, Zittern und sogar Herzrhythmusstörungen auslösen. Schon 15 Gramm einer frischen Zwiebel können für Hunde tödlich sein.
  • Schneeglöckchen: Auch beim Schneeglöckchen ist es vor allem die Zwiebel, die für Hunde wie auch andere Tiere giftig ist. Symptome der Schneeglöckchen Vergiftung sind starker Speichelfluss, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
  • Tulpen: Knabbert der Hund an Tulpen, kann das zu einer Schleimhautreizung führen, die Erbrechen, Magenkrämpfe und Durchfall nach sich zieht.
Schnüffeln ist erlaubt, aber fressen sollten Hunde den Krokus nicht
© demanescale / Shutterstock

Fellwechsel im Frühjahr: Das wird wichtig

Je höher die Temperaturen klettern, desto mehr muss der Hund in seinem natürlichen Wintermantel schwitzen. Deshalb steht im Frühjahr bei Hunden der Fellwechsel an. So passt sich der Vierbeiner den wärmeren Temperaturen im Sommer an.

Wamiz-Ratgeber: Fellwechsel bei Hunden

Vor allem bei Rassen mit dichtem Fell und viel Unterwolle bleibt dieser Prozess nicht lange unbemerkt. Denn die überflüssigen, dicken Winterhaare zieren dann schnell Sofa und Kleidung.

Für Hunde kann der Fellwechsel durchaus stressig werden. Besonders langhaarige Hunde haben oft mit Juckreiz zu kämpfen und sollten dann täglich gebürstet werden. Nach vier bis acht Wochen ist der Spuk dann vorbei und geht erst im Herbst wieder in die nächste Runde.

Parasiten

Nicht nur wie Menschen entwickeln im März die ersten Frühlingsgefühle, auch Zecken haben nach der Überwinterung jetzt so richtig Lust, jemanden anzuknabbern. Gern gesehene Wirte sind natürlich unsere Hunde, die jetzt besonders viel durch Wiesen und das Unterholz kämmen.

Die Auwaldzecke ist in Deutschland das ganze Jahr überaktiv. Sie fühlt sich vor allem in Mooren und Auwäldern wohl, die an Flüsse oder Bäche angrenzen, und kann Babesiose übertragen.

Die Buntzecke gehört gemeinsam mit dem Holzbock zu den gängisten Zeckenarten Deutschlands und ist bereits ab einer Temperatur von 7 Grad aktiv. Infizierte Buntzecken können die Babesiose auf Hunde übertragen.

Die Braune Hundezecke ist seltener als die Buntzecke oder der Holzbock und kann den Winter in Deutschland nicht draußen überleben, aber durchaus in Wohnungen und Häusern. Achtet deshalb auch schon im März auf diese kleinen Tierchen, die Mittelmeerkrankheiten wie Babesiose, Ehrlichiose, Filariose und Hepatozoonose übertragen können.

Der Holzbock ist die wohl häufigste Zeckenart in Deutschland. Er ist ab März aktiv und kann Krankheiten wie Borreliose und Anaplasmose übertragen.

Vorsicht: Zecken haben schon im März Saison und können Krankheiten übertragen
© nechaevkon / Shutterstock

Saisonales Gemüse: Das darf im März in den Napf

Besonders wer seinen Hund mit BARF ernährt, dürfte sich auf mehr Auswahl an Obst und Gemüse im März freuen. Manche Sorten können aber auch einfach als gesunder Snack den Speiseplan erweitern. Wir verraten, welches saisonale Gemüse und Obst in den Napf darf – und welches nicht.

  • Bärlauch für HundeIn kleinen Mengen hui, in großen Mengen pfui. Frisst ein Hund zu viel Bärlauch (5-10 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht), kann das zu Vergiftungen und Blutarmut führen und lebensgefährlich werden. In sehr kleinen Mengen kann der wilde Knoblauch aber sogar gesund sein. Bei Unsicherheiten in der Dosierung hilft der Tierarzt.
  • Chicorée: Lange hat der Chicorée zwar nicht mehr Saison, aber er eignet sich dafür gut für Hunde. Vorausgesetzt, dein Vierbeiner hat nichts gegen den leicht bitteren Geschmack.
  • Feldsalat für Hunde: Noch schnell als Snack anbieten, bevor auch die Feldsalat-Saison vorbei ist. Als eine der nährstoffreichsten Salatsorten ist Feldsalat auch für Hunde gesund, solange er nicht regelmäßig verfüttert wird. 
  • Rhabarber für Hunde: Auch im März lässt sich Rhabarber schon vereinzelt im Handel finden. Dieses eigentlich gesunde Gemüse ist für Welpen und junge Hunde allerdings nicht geeignet und sollte auch erwachsenen Vierbeinern nur in Maßen vorgesetzt werden.
  • Spinat für Hunde: Langsam aber sicher beginnt auch die Spinatsaison. Er enthält viele Ballaststoffe und Vitamine, die auch dem Hund gut tun. Allzu oft sollte er aber nicht in den Napf. Welpen und Tiere mit Nierensteinen sollten verzichten.
 

Tierische Feiertage im März

Bevor Anfang April dann Ostern gefeiert wird, gibt es auch im März schon zwei besondere Feiertage für Tierfreunde. Am 23. März ist der Tag der Welpen. Er wurde von der Amerikanerin Colleen Paige ins Leben gerufen, die damit auf die Nöte von Hundewelpen aufmerksam machen möchte.

Einen Tag, den Hunde garantiert nicht feiern werden, ist übrigens der 28. März. Denn das ist der sogenannte „Respektiere-Deine-Katze-Tag”. Da verdreht Bello nur die Augen!