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Worauf Sie als Hundehalter jetzt im November achten müssen

Hund in der Dämmerung

Die Tage werden kürzer und kälter

© Richard Emanuel / Shutterstock

Der November naht und damit einige neue Herausforderungen für Hunde und ihre Halter. Wir haben die wichtigsten Informationen für den Monat November für Sie zusammengestellt!

von Sara-Marie Goedecke

am 08.11.21, 09:40 aktualisiert

Der Herbst ist für viele Hunde eine sehr willkommende Abwechslung zum heißen Sommer. Zwar machen Schwimmen und Sonnen natürlich jede Menge Spaß, die Hitze kann jedoch sehr anstrengend sein. Jetzt ist wieder Zeit für gemütliche Kuschelabende und ausgiebige Wanderungen, aber aufgepasst: Auch in der etwas kühleren Jahreszeit lauern einige Gefahren für Ihren Vierbeiner.

Gefahren

Hundepfoten pflegen

Statt auf heißem Asphalt laufen die empfindlichen Pfoten jetzt auf spitzen Kastanienstacheln, kleinen Ästen oder festen Laubstücken. Schauen Sie sich daher nach jedem Spaziergang die Hundepfoten an, um mögliche unangenehme Fremdkörper zu entfernen.

Fellwechsel

Bei kaltem Wetter ziehen unsere Hunde ihre sogenannte Winterkleidung an. Besonders langhaarige Vierbeiner haben ein dickes Winterfell, das sie auch an ungemütlichen kalten Tagen draußen warm und trocken hält. Sie können den Fellwechsel durch regelmäßiges Bürsten unterstützen und so außerdem abgestorbene Haare entfernen sowie die Durchblutung fördern.

Kleidung

Nicht jeder Hund hat ein dichtes, langes Fell das ihn vor der Kälte draußen schützt. Insbesondere für kranke und ältere Fellnasen kann es bereits im Herbst notwendig sein, einen Hundepullover oder -mantel zu tragen. Auch Hunde mit kurzem Fell ohne Unterwolle (zum Beispiel Windhunde oder Weimaraner), die schnell frieren, werden so warmgehalten. Greifen Sie dabei nicht zu beliebigen Kleidungstücken, es ist sehr wichtig, dass die Kleidung gut sitzt und das Tier nicht einschränkt. Wenn Sie unsicher sind, können Sie sich beraten lassen, was für Ihren Liebling das Beste ist.

Flöhe, Zecken und die Herbstgrasmilbe

Nein, das Ende des Sommers bedeutet nicht auch gleichzeitig das Ende der Hochzeit für Flöhe und Zecken. Denn im Herbst besteht durch herabfallende Blätter und dichtes Laub auf dem Boden eine noch größere Gefahr. Daher sollten Sie immer eine Zeckenpinzette zur Hand haben und darauf achten, dass Ihr Haustier zu jeder Zeit den neuesten Floh- und Zeckenschutz hat.

Auch die Herbstgrasmilbe hat es in dieser Zeit auf unsere tierischen Begleiter abgesehen. Die Larven dieser Milbe befallen hauptsächlich die dünne Haut zwischen den Zehen des Hundes und bereitem diesem Ärger. Häufig hilft es bereits, wenn Sie Ihren Hund nach dem Rennen in der Natur die Beine und Pfoten kurz abwaschen. Wenn Sie allerdings Anzeichen für häufiges Pfotennagen bemerken, sollten Sie sofort nach orangefarbenen Punkte suchen. Tritt eine Herbstgrasmilbeninfektion auf, muss der Hund unbedingt vom Tierarzt behandelt werden.

Dunkelheit

Die Tage werden immer kürzer und die täglichen Sonnenstunden weniger. Spaziergänge im Dunkeln sind damit nicht immer vermeidbar. Wichtig ist es, dass Sie ihren Vierbeiner in dieser Situation an der Leine halten, insbesondere an Orten mit Verkehr oder unbeleuchteten Bereichen wie Wald und Felder.

Es geht um Sehen und gesehen werden: Für Ihren Hund gibt es einige Lösungen, die von wiederaufladbaren Leuchthalsbändern über reflektierendende Leinen bis zu leuchtender Kleidung reichen. Zu Ihrer eigenen Sicherheit können Sie auch eine kleine Taschenlampe verwenden, wenn Sie unterwegs sind.

Bewegung

Einhergehend mit den dunkleren Tagen und dem kaltem Wetter, können Sie feststellen, dass Ihr Hund möglicherweise nicht so viel Bewegung bekommt wie das im Sommer der Fall ist. Haben Sie daher das Gewicht und die Ernährung Ihres Vierbeiners im Blick, um ein Übergewicht zu vermeiden.

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Frostschutzmittel

In der kühleren Jahreszeit lauert die Gefahr von schlimmen Chemieunfällen mit Frostschutzmittel, das aus dem Kühler von Autos austreten kann. Die Einnahme von dem darin enthaltenen Ethylenglykol ist sehr gefährlich. Es hat einen süßlichen Geschmack und bereits eine relativ kleine Menge kann schwere Nierenschäden verursachen und tödlich sein. Das erste Anzeichen einer Vergiftung kann sich so äußern, dass Ihr Hund betrunken wirkt. Wenden Sie sich bei einer Einnahme daher umgehend an einen Tierarzt.

Ernte im November – was darf in den Hundetopf und was nicht?

Die Ernte ist wie im Oktober noch immer reich an roten Beeren, Äpfeln, Birnen und Nüssen. Auch Kartoffeln und anderes Wurzelgemüse, wie Karotten, Rote Bete, Pilze und natürlich Kürbis bestimmen unsere Speisekarte. Jetzt im November reifen die unterschiedlichen Kohlsorten, wie Wirsing, Weißkohl und Rotkohl heran. Lebkuchen und Schokolade sind besonders im Winter in zahlreichen Haushalten zu finden. Wir zeigen Ihnen, was Ihr Hund im November davon essen darf und was auf keine Fall!

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Macadamianüsse

Halten Sie die Nüsse unbedingt außer Reichweite Ihres Lieblings, denn schon 2 Gramm Macadamianüsse pro Kilogramm Körpergewicht rufen Vergiftungssysmptome hervor. Bei einem 15 Kilogramm schweren Hund entspricht das etwa 4 Nüssen. Neben allergischen Reaktionen und epileptischen Anfällen kann der Verzehr schmerzhafte Vergiftungen verursachen. Sollte Ihr Hund versehentlich eine der Nüsse gefressen haben, beobachten Sie aufmerksam, ob diese Symptome auftreten und suchen bei Bedarf einen Tierarzt auf.

Walnüsse

Ein geringe Menge reifer Walnüsse wird vom Hund gut vertragen und trägt dazu bei, dass Ihr vierbeiniger Begleiter fit und gesund bleibt. Sie sind reich an Vitamin C und enthalten gute Fette, was sich positiv auf den Stoffwechsel und das gesamte Herz-Kreislauf-System auswirkt. Außerdem werden durch den Verzehr Entzündungen gelindert und das Immunsystem gestärkt. Nur unreife, ungeschälte Nüsse sind unter Umständen hochtoxisch für Vierbeiner, da sie ein bestimmtes Gift enthalten können, das zum Tod des Hundes führen kann. Verzehrt Ihr Hund diese und zeigt Symptome wie Zuckungen und Zittern, fahren Sie sofort zum nächsten Tierarzt.

Rote Beete

Rote Beete schmeckt den Fellnasen ausgesprochen gut und liefert dabei zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, die eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben. Sie sorgt für eine gesunde Haut, ein glänzendes Fell und ein starkes Immunsystem. Das rote Wurzelgemüse ist außerdem kalorienarm und besteht zu fast 90 Prozent aus Wasser, sodass es sich auch für übergewichtige Vierbeiner eignet.

Weintrauben und Rosinen

Hunde dürfen auf keinen Fall Weintrauben essen. Das gilt für alle Sorten und Arten, egal ob grün, rot, weiß, blau, getrocknet oder kernlos. Der Verzehr führt zu unangenehmen Symptomen und schon ungefähr zehn Gramm der Frucht pro zehn Kilogramm Körpergewicht können tödlich sein. Rosinen sind für die Vierbeiner noch giftiger als Weintrauben, hier reichen bereits drei Gramm pro zehn Kilogramm Körpergewicht, um tödlich zu wirken. Hat ein Vierbeiner Trauben gegessen, können Symptome wie Erbrechen, Magenkrämpfe, Zittern, Durchfall oder Nierenversagen auftreten. Stellen Sie diese fest, fahren Sie sofort zum Tierarzt.

Schokolade

Schokolade findet man in nahezu jedem Haushalt. Da kann es durchaus einmal passieren, dass der Hund heimlich etwas nascht. Allerdings enthält diese Süßigkeit Theobromin, ein Stoff, der für Hunde giftig ist und auch Zucker und Milch bekommen ihnen nicht gut. Die Schokolade kann der Vierbeiner nur sehr langsam abbauen, weil er einen ganz anderen Stoffwechsel hat. Gleichzeitig bewirkt Theobromin im Körper schwere Symptome und kann zum Tod führen, suchen Sie daher bei Bedarf einen Tierarzt auf!

Lebkuchen

Die Weihnachtszeit bringt jede Menge Leckereien mit sich, darunter natürlich auch das Gebäck Lebkuchen. Dieses gehört definitiv nicht in den Hundenapf! Es ist für Hunde nicht nur schwer verträglich, sondern der Verzehr kann im schlimmsten Fall sogar tödliche Folgen haben. Das liegt daran, dass die meisten Produkte Kakao enthalten oder mit Schokolade überzogen sind. Außerdem enthalten die Kekse Zucker, Fett und Gewürze wie Zimt, Nelken und Muskatnuss, die für Hund ebenfalls schlecht verträglich und gesundheitsschädlich sind.

Wirsing

In den Herbst- und Wintermonaten ist Wirsingkohl in der Küche sehr beliebt. Das vitaminreiche Gemüse versortgt den Hund mit vielen gesunden Nährstoffen, vor allem mit Vitamin C. Aber auch Mineralstoffe wie Magnesium, Natrium, Kalium und Kalzium sind enthalten. Gekochter Wirsing kann an fast alle Hunde verfüttert werden. Zu große Mengen des grünen Kohlgemüses können beim Hund allerdings zu Nebenwirkungen wie Blähungen führen. Und Vorsicht: Leidet Ihr Vierbeiner unter einer Schilddrüsenfehlfunktion, sollte Wirsingkohl eine Seltenheit im Napf bleiben.

Verschiedene Kohlsorten

Kohl ist das Wintergemüse schlechthin – egal ob Grünkohl, Rotkohl, Rosenkohl oder Weißkohl. Die zahlreichen enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe sind sehr gesund für Ihren vierbeinigen Begleiter. Viele Kohlsorten enthalten außerdem Antioxidantien, die die Immunabwehr stärken und Krankheiten wie Krebs vorbeugen können. Wichtig ist es, dass Hunde Kohl nur in kleinen Mengen fressen, da nahezu alle Kohlsorten bei übermäßigem Verzehr zu Blähungen und Bauchschmerzen führen können. Wenn Sie Ihrem Hund Kohl geben möchten, füttern Sie das Gemüse auf keinen Fall roh.

Die meisten Hunde neigen dazu, alles zu probieren, was ihnen unter die Nase kommt. Achten Sie darauf, was sie zu sich nehmen dürfen, was nicht und vor allem welche Menge geeignet ist. Um Ihren Hund zu schützen und mögliche Vergiftungen vorzubeugen, sollten Sie giftige Lebensmittel immer unzugänglich aufbewahren.

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