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Klein, rot und lästig: Herbstgrasmilben beim Hund

Rote Herbstgrasmilbe advice

Aufgepasst im Herbst!

© Shutterstock

Herbstgrasmilben – gibt’s die nur im Herbst? Erfahren Sie hier das Wichtigste rund um die lästigen roten Milben beim Hund.

von Philipp Hornung

Am 16.09.20, 16:55 veröffentlicht

Was sind Herbstgrasmilben beim Hund?

Klein wie ein Stecknadelkopf fällt die Herbstgrasmilbe durch ihre kräftig orange-rote Farbe auf. Die wissenschaftliche Bezeichnung lautet „Neotrombicula autumnalis“. Doch das Spinnentierchen ist unter vielen Namen bekannt: Herbstmilbe, Heumilbe, Grasmilbe oder Gras- und Erdlaus.

Herbstmilben und Larven ab Juli

Herbstgrasmilben treten vor allem im Herbst auf. Sie können jedoch ab Juli auf Wiesen lauern. Wenn wir über Herbstgrasmilben beim Hund sprechen, meinen wir eigentlich deren Larven. Denn erwachsene Herbstmilben sind Vegetarier. Nicht sie, sondern die frisch geschlüpften Larven gehen auf die Suche nach einer lebendigen „Bewirtung“. Um sich zur Nymphe zu entwickeln, benötigen sie Lymphflüssigkeit eines Wirts.

Herbstgrasmilben befallen viele Tiere

Herbstmilben befallen vor allem Mäuse. Doch sie sind anderen Tieren nicht abgeneigt. Auf Menschen machen sie es sich weniger gemütlich, er zählt zu den Fehlwirten. Dennoch können Betroffene nach dem Befall durch Herbstgrasmilben eine juckende „Erntekrätze“ bekommen. Herbstgrasmilben befallen außerdem Vögel, Katzen und Hunde. Durchschnittlich halten sie sich eine Woche auf ihrem tierischen Wirt auf.

Gleich weiterlesen: Milben-Arten beim Hund

Symptome: Herbstgrasmilbe beim Hund

Bei genauem Hinsehen können Sie die Larven der Herbstgrasmilbe mit bloßem Auge erkennen.

Wo setzen sich Herbstgrasmilben fest?

  • in den Zwischenräumen der Zehen
  • den Ohrmuscheln
  • an den Leisten
  • unter den Achseln.

Welche Symptome lösen Herbstmilben aus?

  • starker Juckreiz
  • Rötungen
  • Krustenbildung

Die Symptome können anhalten, nachdem die Larven bereits abgefallen sind.

Können Herbstmilben Krankheiten übertragen?

Die Larven der Milbe sind lästig und können durch den Juckreiz die Haut schädigen. Doch Krankheiten übertragen Herbstgrasmilben in unseren Breiten sehr selten auf Hunde. Allerdings können Bakterien, die an der Milbe haften, die Haut aus der Balance bringen. Als Mensch brauchen Sie keine Angst zu haben, sich bei Ihrem Vierbeiner mit Herbstgrasmilben anzustecken. Denn die Milben fühlen sich auf dem Hund wohler und werden nicht zu Ihnen wechseln wollen.

Herbstgrasmilben – wann zum Tierarzt?

Sie brauchen nicht sofort das sprichwörtliche Rot sehen und zum Tierarzt zu laufen, wenn Sie eine Herbstmilbe auf Ihrem Vierbeiner entdecken. Die Tiere fallen von selbst ab und vermehren sich nicht auf dem Hund.

Juckreiz kann Hot Spot auslösen

Sollte Ihr Hund sich jedoch auffallend oft kratzen, vereinbaren Sie einen Besuch beim Veterinär. Denn Juckreiz kann für den Hund sehr belastend sein. Im schlimmsten Fall kratzt der Hund sich so stark, dass Bakterien unter die Haut gelangen. So können Milben zu quälenden Hot Spots beim Hund führen.

Darum ist es besser, einen Experten um Rat zu fragen, sobald Sie das Gefühl haben, dass Ihr Vierbeiner störenden Juckreiz hat. Der Tierarzt kann eine genaue Diagnose stellen und den Juckreiz behandeln.

Gleich weiterlesen: Hot Spots beim Hund

Herbstgrasmilben behandeln

Es ist selten nötig, Herbstgrasmilben auf dem Hund zu bekämpfen. Denn sie fallen von selbst ab. Der Tierarzt kann eine entzündungshemmende Salbe verschreiben, wenn Bakterien durch das Kratzen in die Haut gekommen sind.

Akarizide gegen parasitäre Milben

In seltenen Fällen sind Akarizide erforderlich – darunter verstehen wir Anti-Parasiten-Mittel, die Neurotoxine enthalten. Diese gelangen in den Blutkreislauf und das Lymphsystem des Hundes – und so auch in die Milbe. Da Akarizide auch gegen Zecken helfen, sind viele Hundehalter mit den Mitteln vertraut. Achtung:

Was für Hunde geeignet ist, kann für Katzen tödlich sein – beispielsweise der Wirkstoff Permethrin.

Herbstmilben beim Hund vorbeugen

Die erwähnten Akarizide bieten in der Regel Schutz vor Herbstgrasmilben und Zecken. Darum können sie in den Sommermonaten eine gute Wahl für den Hund sein. Informieren Sie sich vorher über mögliche Risiken und Nebenwirkungen und wägen Sie den Nutzen ab.

Pfoten vom Hund waschen bei Herbstgrasmilben

Stellen die roten Milben nur ein gelegentliches Problem dar, reichen oft einfache Maßnahmen. Waschen Sie zum Beispiel dem Hund die Pfoten ab, wenn Sie nach einem Ausflug auf grüne Wiesen nach Hause kommen. Damit spülen Sie viele der roten Plagegeister ab.

Kokosöl gegen Herbstmilben

Einige Hundehalter schwören auf Hausmittel gegen Herbstgrasmilben, zum Beispiel Kokosöl. Sie können dies vor dem Spaziergang auf die Hundepfoten auftragen. Allerdings funktioniert die Prophylaxe nicht bei jedem Hund. Immerhin: Kokosöl gegen Herbstmilben hat keine Nebenwirkungen und pflegt zusätzlich die Pfoten. Schleckt der Hund es jedoch komplett ab, sollten Sie darauf verzichten.