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Kartoffeln für Hunde: Gekocht hui, roh pfui!

Kartoffeln auf gelbem Hintergrund advice © Shutterstock

Sie ist lecker, nährstoffreich und macht satt: die Kartoffel! Was für uns Menschen gut ist, kann dem Hund ja wohl nicht schaden. Oder doch? Wir verraten, warum rohe Kartoffeln für Hunde giftig sein können, gekochte Kartoffeln hingegen gefüttert werden dürfen.

von Tim Brinkhaus

Kartoffeln für Hunde in Kürze

  • Kartoffeln sind Nachtschattengewächse, die für den Hund grundsätzlich unverträglich sind.
  • In rohem Zustand enthalten sie giftiges Solanin.
  • Durch langes Kochen wird der Erdknolle ihr Gift entzogen.

Rohe Kartoffeln giftig für Hunde

Wie auch die Aubergine, gehört die Kartoffel zu den Nachtschattengewächsen. In rohem Zustand ist das giftige Solanin enthalten. Es ist für Hunde tödlich. Wenn Sie dem Hund Kartoffeln roh füttern, kann er diese nicht verdauen. Je grüner eine rohe Kartoffel ist, desto problematischer.

Die toxische Wirkung von Kartoffeln zeigt sich bei den meisten Hunden wie folgt:

Suchen Sie dringend einen Tierarzt auf!

Beim Kochvorgang löst sich das Pflanzengift jedoch auf, sodass Bello gefahrlos genießen kann.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Gekochte Kartoffeln als Nahrung in den Fressnapf

Bevor die Kartoffeln zum Kochen in den Topf kommen, sollten Sie sie schälen. Die grünen Stellen enthalten besonders viel Solanin und verstecken sich häufig unter der Schale. Entfernen Sie diese grünen Stellen großzügig. Auch die sogenannten „Augen“, also kleine Triebe, müssen herausgeschnitten werden.

Die geschälten Kartoffeln kommen dann in einen großen Topf mit kaltem Wasser. Das Wasser sollte natürlich ungesalzen sein! Nach dem Aufkochen kann die Erdknolle noch etwa 30 Minuten weiter köcheln. Dann besteht ganz sicher keine Gefahr mehr, dass noch Solanin enthalten ist. Im Anschluss zerdrücken Sie die leckeren Happen für Ihren Vierbeiner zu einem Brei – und wohl bekomms!

Vitamine und Nährstoffe von Kartoffeln für Hunde

Kartoffeln sind ein durch und durch äußerst nährstoffreiches Knollengewächs. Sie enthalten jede Menge Kohlenhydrate, und Eiweiß und sind außerdem reich an den Spurenelementen Kalium, Magnesium und Eisen. Ebenfalls sind die Vitamine B1 und B2 in hoher Konzentration enthalten. Kartoffeln bestehen außerdem zu rund 80 Prozent aus Wasser und sind somit eine vergleichsweise kalorienarme Beilage.

Kartoffeln sind übrigens auch eine empfehlenswerte Alternative zu Getreide. Zahlreiche Hundebesitzer sind auf der Suche nach Futter ohne Getreidezusätze. Diese stehen im Verdacht, in zu großen Mengen in Fertigfutter vorzukommen und somit Übergewicht zu begünstigen. Viele Hunde vertragen außerdem das im Weizen enthaltene Gluten nicht. In der Kartoffel ist der natürliche Kleber nicht enthalten.

Kombinieren Sie die Erdknolle ruhig auch mal mit Gemüsesorten wie Karotten oder Fenchel. So kommt ein wohltuender Nährstoffcocktail zusammen, der Waldis Körper rundum guttut.

Umfangreiche Informationen zu Gemüse für Hunde

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