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Flöhe beim Hund – Erkennen, bekämpfen, vorbeugen

Hund kratzt sich advice
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Flöhe zählen wie Würmer oder Milben zu den unbeliebten Parasiten, die es sich gerne auf und um Hund oder Katze gemütlich machen. Die hüpfenden Insekten verursachen nicht nur starken Juckreiz, sondern können auch Krankheiten auslösen. Leider haben sie das ganze Jahr Saison. Wir geben Tipps rund um Flöhe beim Hund.

von Nina Brandtner

Darum sind Flöhe für den Hund gefährlich

Flöhe jucken und sind lästig – keine Frage. Darüber hinaus gelten Flöhe als Überträger von Bandwürmern: Schluckt der Hund beim Fellputzen einen Floh herunter, kann er sich mit Bandwürmern infizieren. Saugen viele Flöhe für einen längeren Zeitraum an ihrem vierbeinigen Wirt Blut, kann dies beim Hund zu einer Blutarmut führen. Einige Hunde entwickeln nach Flohbissen eine juckende Hautreizung, eine Flohdermatitis.

Entzündung nach Flohbiss
Ein Flohbiss kann zu einer Hautreizung oder Entzündung führen
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Sie sind allergisch auf den Speichel der Flöhe und leiden besonders unter einem Befall. Kennzeichen hierfür können Rötungen, Haarausfall und starkes Kratzen oder Beißen an den betroffenen Stellen sein. Manche Hunde werden durch den starken Juckreiz aggressiv. Ähnliche Symptome kann übrigens eine Grasmilbenallergie hervorrufen.

Flöhe beim Hund erkennen

Die nur 3 mm kleinen Parasiten sind unbeliebt. Dennoch verdient ihr Sprungtalent Respekt:

Flöhe können aus dem Stand heraus rund einen Meter weit und 25 Zentimeter hoch springen

Eine beeindruckende Leistung. Es ist möglich, einzelne Exemplare auf dem Vierbeiner hüpfen zu sehen. Allerdings ist dies entweder Zufall oder der Befall ist bereits weit fortgeschritten. Flöhe erkennen Sie in der Regel über die begleitenden Symptome wie Juckreiz oder nach der gezielten Suche anhand von Flohkot.

Hund kratzt sich
Das zuverlässigste Erkennungsmerkmal von Flöhen beim Hund ist der Juckreiz
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Nicht jedes Kratzen bedeutet, dass Ihr Vierbeiner ungebetene Gäste mit sich trägt. Vielleicht hat Ihr Hund eine Hautreizung oder kratzt sich als Übersprungshandlung. Ihr Hund kratzt sich auffallend häufig? Dann greifen Sie zu einem Flohkamm und machen den Flohtest. Hierfür stellen Sie den Hund auf ein angefeuchtetes weißes Tuch oder etwas feuchte Küchenrolle. Kämmen Sie den Vierbeiner anschließend mit dem feinzinkigen Kamm. Wenn kleine braunschwarze Kügelchen herausfallen, zerreiben Sie diese mit dem feuchten Tuch oder Papier. Werden Sie rot, handelt es sich um Flohkot.

Erkennen Sie ohne Zerdrücken rötlich-braune Pünktchen im Hundefell, kann es sich um Grasmilben handeln.

Flöhe: Von Hund auf Mensch übertragbar?

Rattenfloh, Menschenfloh, Hundefloh: Die Namen weisen darauf hin, dass Flöhe je nach Art einen bestimmten Wirt bevorzugen. Es gibt Tausende verschiedene Floharten, doch das bedeutet leider nicht, dass sie andere Wirte links liegen lassen. Darum sind Hundeflöhe auf Menschen übertragbar. Allerdings gehen sie nur bei engem Zusammenleben und hohem Befall auf Menschen über. Der am häufigsten auf Hunden vorkommende Floh ist übrigens der ansteckende Katzenfloh.

Flähe in Hundefell
So sehen Flöhe bzw. ihr Kot im Hundefell aus
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Mittel gegen Flöhe beim Hund

Ihr Vierbeiner hat Flöhe – was ist zu tun? Erst einmal: Bewahren Sie die Ruhe. Nur in seltenen Fällen und bei geringem Befall reicht es aus, den Hund einmalig mit einem Flohpräparat zu behandeln. Beispielsweise, wenn der Hund im Garten mit Flöhen auf einem Igel Bekanntschaft gemacht hat – und Sie diese sofort entdeckt haben. Sie können zur Bekämpfung wählen zwischen:

  • Flohpuder
  • Flohspray
  • Flohshampoo

Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Tierarzt beraten und halten Sie sich unbedingt an die Anwendungshinweise. Mittel, die Flöhen lediglich vorbeugen, reichen nicht aus. Achtung: Wenn Katzen im Haus leben, behandeln Sie diese nur mit einem für Samtpfoten geeigneten Mittel.

Flohmittel für Hunde können für Katzen tödlich sein!

Nach einem starken Flohbefall macht eine Wurmkur Sinn. Denn Flöhe gelten als Überträger von Gurkenbandwürmern. Putzt der Hund sein Fell und verschluckt dabei einen infizierten Floh, kann es zu Wurmbefall beim betroffenen Hund kommen.

Hund wird gebadet
Oft hilft schon ein Bad mit Flohshampoo, um den Hund von den Tierchen zu befreien
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Flöhe bei Hunden bekämpfen: Eine flohfreie Umgebung

Die größte Herausforderung bei Flohbefall sind nicht die Flöhe auf dem Hund, sondern deren Eier und Larven in Teppichen, Bodenritzen oder auf dem Sofa.

Denn ein Flohweibchen kann pro Tag bis zu 50 Eier legen

Diese fallen aus dem Hundefell und verteilen sich in der ganzen Wohnung, wo sie nach rund einer Woche schlüpfen können. Die Larven verkriechen sich wiederum an dunklen Stellen, um sich zu verpuppen. Frühestens nach zehn Tagen schlüpfen sie und springen auf ihren ersten Wirt – am liebsten einen Hund oder eine Katze. Ist kein Vierbeiner in der Nähe, nehmen sie gerne mit einem Menschen vorlieb. Forscher schätzen, dass sich bei einem Flohbefall lediglich rund 5 Prozent der Flöhe auf dem Wirt aufhalten. Die restlichen warten in der Umgebung auf ihre Blutmahlzeit.

Sieben Tipps für eine flohfreie Umgebung

  • Wischen und saugen Sie bei akutem Flohbefall täglich die Wohnungsbereiche, in denen der Hund sich aufhält
  • Entsorgen Sie nach dem Saugen den Staubsaugerbeutel oder dessen Inhalt
  • Waschen Sie Decken, Spielzeug-Stofftiere und Kissen bei 60 Grad
  • Eine Alternative zum Waschen bei hoher Temperatur ist das Einfrieren bei -18 Grad für mindestens 24 Stunden
  • Ihr Hund schläft im Bett? Dann waschen Sie die Bettwäsche täglich bei 60 Grad
  • Nutzen Sie nach Rücksprache mit dem Tierarzt spezielle Umgebungssprays oder -puder
  • Bei einem starken Befall kann ein Vernebler, ein „Fogger“ gegen Flöhe, zum Einsatz kommen
  • Seien Sie ausdauernd: Die Behandlung der Umgebung nach akutem Flohbefall darf ruhig drei Monate dauern
Hund neben Staubsauger
Damit die Parasiten endgültig verschwinden, steht ein gründlicher Hausputz an!
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So schützen Sie Ihren Hund vor Flöhen

Die natürliche Umgebung des Flohs sind Wiesen, Büsche und Sträucher. Sie vermehren sich ab einer Umgebungstemperatur von 10 Grad und kommen darum ab dem Frühling häufiger vor. Leider sind die springfreudigen Insekten nicht nur in freier Natur anzutreffen: Ist das Nahrungsangebot gut, leben sie gerne mit ihrem Wirt in dessen vier Wänden. Hier – oder in anderen Gebäuden wie Scheunen – können sie sich im ganzen Jahr optimal vermehren.

Darum sollten Sie vorbeugen: mit Flohhalsbändern oder Spot-ons. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt darüber, welches Produkt sich für Ihren Hund am besten eignet. Hausmittel gegen Flöhe können vorbeugen, allerdings keinen akuten Flohbefall bekämpfen.