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Hechel, hechel: Warum atmet mein Hund so schnell?

Hund atmet in der Kälte advice
© Shutterstock

Jeder kennt es: Ein Hund jagt einem Hasen hinterher. Nach diesem Sprint lässt er die Zunge aus dem Mund hängen und hechelt – das ist ganz normal. Doch zu schnelle Atmung kann auch das Symptom einer Krankheit sein. Hier finden Sie alle wichtigen Infos zur schnellen Atmung bei Hunden. 

von Tim Brinkhaus,

Das Wichtigste in Kürze

  • Sobald sich Hunde viel bewegen oder Hitze ausgesetzt sind, fangen sie an, sehr schnell zu atmen – auch hecheln genannt
  • Hecheln heißt, der Hund macht mehr als ungefähr 40 Atemzüge pro Minute
  • Wenn ein Hund im Schlaf hechelt, rührt dies meist von einem Traum her
  • Wenn sich die Atmung nicht wieder beruhigt, kann dies auf körperliche Probleme hinweisen

Hund atmet schnell und kurz - grundsätzlich normal

Kommt die Fellnase gerade vom Spaziergang und ist wild herumgerannt, ist die Atmung logischerweise schneller als nach dem Mittagschlaf. Nach ungefähr zehn Minuten sollte sich der Atem eines Hundes wieder beruhigt haben. Bei Hitze atmen Hunde allerdings auch im Ruhezustand schneller, da sie nicht schwitzen können. Durch das Hecheln verdunstet der Speichel im Rachen, wodurch angenehme Kühlung entsteht. Bei solch einer Atmung – auch Hechelatmung genannt – atmet ein Hund schnell, kurz und flach.

Hund atmet schnell im Liegen

Eine erhöhte Atemfrequenz ist nur dann auffällig, wenn sich der Hund im Ruhezustand und nicht unter Hitzeeinfluss befindet. Der Hund atmet schnell und laut, ist aber weder gerade gerannt noch in der Sonne gewesen? Hier sollten Sie genauer hinschauen.

Woran erkenne ich zu schnelle Atmung?

Im Ruhezustand atmet eine Hund durch die Nase und hat das Maul geschlossen. Dabei macht er ungefähr 10 bis 40 Atemzüge pro Minute - ein Atemzug bedeutet, dass sich der Brustkorb einmal hebt und senkt. Die genaue Anzahl ist natürlich bei jedem Hund anders und hängt auch von dessen Größe ab. Kleine Hunde atmen in der Regel schneller, als große Hunde. Wenn Ihr vierbeiniger Freund auf der Seite liegt, können Sie die Atemzüge am besten zählen. Legen Sie dafür Ihre Hand auf seine Rippen. Hat Ihr Liebling eine Atemfrequenz von über 40 Atemzüge pro Minute, ist die Atmung erhöht. Bei einer extremen Hechelatmung kann es bis zu 400 Atemzügen pro Minute kommen. Dies ist zunächst nicht problematisch – aufpassen sollten Sie, wenn dieser Zustand länger anhält.

Welche Gründe hat eine zu schnelle Atmung?

Wenn der Hund schnell atmet und dabei auch hechelt, kann das auf eine Atemwegserkrankung hinweisen. Aber, wie schon erwähnt, nur, wenn er dies über einen längeren Zeitraum tut. Hunde hecheln dann, um Schmerzen an evtl. entzündeten Stellen im Maul oder Rachen zu verringern. Auch Probleme mit den Zähnen, etwa Zahnsteinkönnen der Grund dafür sein. Manchmal können Sie entzündete Stellen selbst erkennen, indem Sie dem Vierbeiner ins Maul schauen. Zu schnelles Atmen kann auch auf eine Herzerkrankung hindeuten. Wenn die Fellnase schnell atmet und zum Beispiel zittert, könnten Schmerzen die Ursache dafür sein. Der Gang zum Tierarzt kann in diesem Fall nicht schaden.

Auch können ein Hitzeschlag oder Sonnenstich, die sich leicht vermeiden lassendie Ursache für die schnelle Atmung sein. Eine weitere Möglichkeit ist, dass das Hecheln eine Schockreaktion ist. Das legt sich meist innerhalb kurzer Zeit wieder.

Mein Hund atmet schnell beim Schlafen

Viele Hundebesitzer beobachten, dass ihre Fellnase im Schlaf schnell atmet hechelt. Hier muss nicht gleich Panik ausbrechen, denn der häufigste Grund hierfür ist ein Traum. Hunde träumen – wie Menschen – um das am Tag Erlebte zu verarbeiten.

Mein Hund hechelt dauerhaft – was soll ich tun?

  • Wenn Ihnen auffällt, dass Ihr Hund schon über einen längeren Zeitraum als 20 Minuten hechelt, sollten Sie reagieren und auf Ursachenforschung gehen
  • Zählen Sie die Atemzüge pro Minute. Mehr als 40 sind kritisch!
  • Versuchen Sie ihn zu beruhigen, indem Sie in Streicheln und ihm gut zureden
  • Wenn sich die Atmung nicht nach spätestens 40 Minuten wieder normalisiert, kontaktieren Sie einen Tierarzt