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Ist Rasendünger für Hunde giftig?

Ist Rasendünger für Hunde giftig? advice
© Symbolbild

Experten für sattes Grün empfehlen, Gartenrasen mindestens zweimal im Jahr zu düngen. Doch kann Rasendünger für Hunde gefährlich sein? Ja – aber es gibt gute Alternativen. Wir geben Tipps, wie Sie Ihren Rasen düngen, ohne dabei Ihr Haustier zu gefährden.

von Philipp Hornung

Am 24.09.20, 14:59 veröffentlicht

Ist Rasendünger für Hunde giftig?

Was das Gras sprießen lässt, kann Hunden – ebenso wie Kindern und Katzen – schaden. Leider hilft der Instinkt unseren Vierbeinern nicht weiter – einige neigen sogar dazu, Rasendünger zu fressen. Achten Sie darum darauf, Rasendünger hundesicher unterzubringen. Bei für Hunde giftigem sind bereits geringe Mengen gefährlich. Diese kann ein kleiner Vierbeiner aufnehmen, wenn er mehrfach ein angesabbertes Plüschtier von der Wiese apportiert. Auf folgende Rasendünger sollten Hundebesitzer besser verzichten:

Rasendünger mit Unkrautvernichter

Unkrautvernichter „reinigt“ den Rasen vor zweikeimblättrigem Unkraut wie Löwenzahn. Rund zwei Tage nach dem Aufbringen sollten Sie den Rasen gründlich wässern. Erst im Anschluss dürfen Hunde, Katzen und Kinder wieder auf den Rasen. Sicherer ist es, keinen englischen Rasen anzustreben und etwas Abwechslung im Grasgrün zu tolerieren.

Rasendünger mit Moosvernichter

Diese Rasendünger enthalten oft Eisen-II-Sulfat, das in Verbindung mit Wasser – auch Speichel – Säure freisetzt. Hunde sollten rund zehn bis 14 Tage nicht auf behandelte Flächen. Vorher sollten Sie das abgestorbene Moos abharken und den Rasen gründlich wässern.

Giftig für Hunde: Rizinusschrot

Rizinusschrot stammt von Rizinus communis, einer beliebten Zierpflanze, die giftiges Rizin enthält. Rizinusschrot ist rund 15 Minuten lang bei 80 Grad Celsius zu erhitzen, um das Gift unschädlich zu machen – anschließend kann er als organischer Dünger oder sogar Viehfutter zum Einsatz kommen.

Rizinusschrot als Dünger machte vor einigen Jahren negative Schlagzeilen: Denn er war in einigen Düngemitteln nicht ausreichend erhitzt worden. Mehrere Hunde starben, nachdem sie davon gefressen hatten. Die meisten bekannten Marken verzichten seitdem auf Rizinusschrot. Doch bei No-Name-Herstellern sollten Sie genauer auf die Inhaltsstoffe schauen. In der Schweiz ist Rizinusschrot aufgrund der Risiken für Tiere seit 2014 als Düngemittel verboten.

Mineralische Langzeitdünger

Mineralischer Rasendünger enthält Stickstoffverbindungen oder Kaliumchlorid-Anteile, die gefährlich für Hunde sein können. Auch Blaudünger wie „Blaukorn“ zählt dazu. Wer nach dem Auftragen von mineralischem Dünger den Rasen gut wässert, reduziert die Gefahr. Die Pellets liegen dann dicht auf der Oberfläche auf. Beobachten Sie Ihren Hund dennoch in den ersten Tagen gut. Vor allem junge Hunde neigen dazu, die Pellets gezielt zwischen den Halmen zu erschnüffeln. Noch sicherer ist es, wenn Sie den Dünger in den Rasen einarbeiten. Versierte Gärtner nutzen keine mineralischen Dünger für Rasen, denn diese lassen die Bodenfauna verarmen. Wer Kübelpflanzen mit Blaukorn und Co. düngt, sollte darauf achten, dass Hunde nicht aus dem zugehörigen Untersetzer trinken.

Symptome für Vergiftung durch Dünger beim Hund

Bei einer Vergiftung mit Rasendünger kann es zu unterschiedlichen Symptomen kommen. Besonders gefährdet sind junge und kleine Hunde, denn bei ihnen können bereits geringe Mengen gefährlich sein. Mögliche Symptome einer Vergiftung mit Rasendünger beim Hund sind:

  • starkes Speicheln
  • Zittern
  • Erbrechen
  • Taumeln und Gleichgewichtsstörungen
  • Krämpfe

Wenn Sie diese Symptome an Ihrem Vierbeiner beobachten, suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf. Dies gilt außerdem, wenn der Hund apathisch oder lustlos wirkt.

Bei einer Vergiftung zählt jede Minute!

Vermuten Sie, dass es sich um eine Vergiftung durch Rasendünger handelt, teilen Sie dem Tierarzt den Namen des Produkts mit.

Empfehlenswert für Hundehalter: organischer Rasendünger

Hundehalter möchten kein Risiko für ihre vierbeinigen Gefährten eingehen. Darum sollten sie auf organischen Dünger für den Rasen setzen. Er besteht ausschließlich aus natürlichen „Zutaten“ wie Mehl aus Horn, Knochen oder Federn. In seltenen Fällen findet sich Rizinusschrot in organischen Rasendüngern – auf diese sollten Sie verzichten.

Viele Hersteller wie Compo oder Plantura bieten Bio-Rasendünger an, der sich optimal für Haustierbesitzer eignet. Auch Naturfreunde ohne eigenen Vierbeiner treffen damit eine gute Wahl. Denn Bio-Rasendünger hilft, eine Überdüngung zu vermeiden, ein gesundes Mikroklima zu wahren und so den Garten im ökologischen Gleichgewicht zu halten. In einem solchen Garten fühlen sich nicht nur Hunde, sondern auch Regenwürmer und Insekten wohl.