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Welche Hunde gerne schwimmen - und welche nicht!

Hunde im Wasser advice
© Shutterstock

Es gibt Hunde, die es lieben durch Wasser zu toben und solche, die im flüssigen Element geradezu zu Hause sind. Und dann gibt es Fellnasen, die ziemlich scheu auf jeden Tropfen reagieren und sich am liebsten in ihrem Körbchen verkriechen. Dieser Beitrag beantwortet die Fragen, welche Hunde schwimmen können und welche nicht, woran es liegt und wie sich das ändern lässt.

von Nina Brandtner

Können alle Hunde schwimmen?

Nein, entgegen der Annahme, dass Hunde grundsätzlich schwimmen können, gibt es einige Tiere, die echte Schwierigkeiten haben. Genauso wie Menschen müssen Hunde schwimmen lernen. Deshalb können die Fellnasen im Wasser in Schwierigkeiten geraten und im schlimmsten Fall sogar ertrinken, wie ein dramatischer Fall aus China kürzlich gezeigt hat.

Eine weitere Parallele zur Menschenwelt ist, dass junge Hunde im Wasser sofort mit den typischen Paddelbewegungen anfangen, manche paddeln sogar schon, wenn sie nur über eine Wasserfläche gehalten werden. Ähnliches ist bei Menschenbabys zu beobachten. Werden sie im zarten Alter von wenigen Tagen mit ins Schwimmbad genommen, können sie tauchen und schwimmen.

Werden die Babys älter und hatten noch keinen Kontakt mit Wasser, verliert sich die Fähigkeit und sie entwickeln Angst im Wasser. So ähnlich ist es auch mit Hunden.

Welche Hunderassen lieben schwimmen?

Wie eingangs erwähnt gibt es Hunderassen, die geradezu süchtig nach Wasser sind, wie beispielsweise alle Retriever Rassen. Besonders bekannt für ihre Liebe zu Wasser sind die folgenden Hunderassen:

Es gibt auch kleine Hunderassen, die zwar nicht so bekannt für ihre Liebe zu Wasser sind, aber grundsätzlich gerne im kühlen Nass toben und spielen. Pudel und Malteser gehören mit dazu. Allerdings müssen Sie aufpassen, wenn Ihr Vierbeiner ein Malteser oder ein Malti-Mix ist. Zwar sind die Tiere sehr begabt, was ihr Schwimmtalent angeht, aber sie sind anfällig für Gelenkbeschwerden wie Rheuma und Arthritis. Wenn Sie einen Malteser ins Wasser lassen, können sich die Krankheitssymptome verstärken.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Welche Hunde wollen nicht so gern schwimmen?

Es gibt einige sehr sensible Hundeseelen, die überhaupt keine Lust auf Wasser haben und somit auch zu den Tieren gehören, die nicht ohne Weiteres schwimmen können bzw. wollen. Zu den besonders zimperlichen und wasserscheuen Hunderassen gehören die Folgenden:

  • Mops: Der Mops hat eine kurze Schnauze und leidet unter Kurzatmigkeit. Das behindert ihn in seiner Fähigkeit zu schwimmen. Abgesehen davon fällt es ihm schwer, die Schnauze oberhalb der Wasserlinie zu halten. Damit es gelingt, müssen Möpse ihren Kopf sehr weit nach hinten biegen, was dazu führt, dass ihr Hinterteil nach unten sinkt. Falls sie zu Hause einen Pool haben, ziehen sie Ihre Mops eine Schwimmweste an.
  • Dackel: Ein Dackel hat kurze Beine und kann deshalb nicht so gut paddeln. Seine Beinbewegungen erzeugen nicht denselben Auftrieb, wie bei einem Hund mit langen Beinen. Besitzen sie einen Dackel, passen sie auf, dass der kleine Kerl in kein Gewässer geht, in dem das Wasser über seine Schulterhöhe reicht. Der Vierbeiner schafft es nicht, sich aus tieferem Wasser selbst zu befreien. Es besteht akute Ertrinkunsgefahr!
  • Boxer: ähnlich wie ein Mops muss ein Boxer mit einer kurzen Schnauze und einem flachen Gesicht zurechtkommen. Auch für ihn ist es mühsam, den Kopf über Wasser zu halten. Hinzu kommt die Kurzatmigkeit. Auch für ihn gilt: Hebt er den Kopf, sinkt sein Hinterteil nach unten, eine lebensgefährliche Situation für den Hund. Am besten ist es, einen Boxer nur am Ufer das Toben zu erlauben oder ihm ein Kinderschwimmbecken anzubieten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Natürlich gibt es Ausnahmen innerhalb der Rassen, doch grundsätzlich gehören die genannten in die Kategorie „Hunde, die nicht schwimmen“. Ob sie nicht wollen oder es nicht können spielt dabei eigentlich gar keine Rolle. Neben den oben ausführlicher beschriebenen Rassen zählen auch der Basset, der Chow Chow, der Corgi, der Staffordshire Bullterrier, die Deutsche Dogge und der Dalmatiner zu den wasserscheuen Hunderassen. Fest steht, dass sie einen Hund aus den genannten Rassen in der Regel nur sehr schwierig dazu bewegen können, ins Wasser zu gehen.

So bringen Sie einem Hund das Schwimmen bei

Wenn sie Ihrem Hund Schwimmen beibringen wollen, dann gilt als erste Regel: Je früher, desto besser. Denn je jünger ein Hund ist, desto leichter gewöhnen Sie ihn auf spielerische Art an das Wasser. Damit das gelingt, können Sie einfach seinen Lieblingsball Richtung Wasser werfen und abwarten, wie er reagiert. Falls sie aber merken, dass Ihr Hund den Rückwärtsgang einlegt, sobald ein See oder ein Fluss in der Nähe ist, dann müssen sie sich ein paar Tricks einfallen lassen.

  • Suchen Sie das passende Gewässer aus. Wählen Sie eine Stelle, die ein flachen Einstieg aufweist. Das beugt Panikattacken vor. Denn wenn das Tier im Wasser ist und gerne herauswill, aber nicht kann, würde es Angst entwickeln und diese Angst mit dem Gewässer verknüpfen.
  • Nehmen Sie Halsband und Geschirr ab, damit sich nichts darin verfängt und den Hund festhält. Unsichtbare Hindernisse unter der Wasseroberfläche wie Pflanzen oder Äste können sich damit verhaken und dafür sorgen, dass die geliebte Fellnase in Panik gerät.
  • Vermeiden Sie stark fließende Gewässer oder weichen sie auf Buchten aus, in denen das Wasser ruhig steht. Auch sollten sie unbedingt von Angelplätzen fernbleiben, da dort Haken und Schnüre in der Uferregion oder im Wasser herumliegen können.

Haben Sie einmal das passende Gewässer gefunden, gehen Sie einfach selbst mit dem Hund ins Wasser. Viele treue Hunde folgen ihrem Halter! Alternativ animieren Sie ihn, selbstständig Schritte ins Wasser zu machen, indem Sie ein Spielzeug hineinwerfen. Eine weitere gute Möglichkeit, die Wasserscheu abzubauen ist, mit einer Reizangel zu spielen. Am besten ist es natürlich, wenn der Hund die Reizangel schon kennt und positiv darauf reagiert. Dann können Sie den Ort für das Spiel mit dem Vierbeiner nämlich einfach ans Ufer eines Sees oder eines Flusses verlegen. Die Fellnase wird bei der wilden Jagd nach der Beute automatisch durchs Wasser rennen. Auf diese Weise verknüpft der Hund das Spiel mit Ihnen in positiver Weise mit dem Wasser. Der Grundstein ist gelegt, dass auf einer wasserscheuen Fellnase zumindest ein Tier wird, dass keine Angst mehr vor Wasser hat und vielleicht sogar schon bald schwimmt.