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Malteser

Malteser
Erwachsener Malteser © Shutterstock
Malteser
Malteser Welpe © Shutterstock
Welpe

Der Malteser ist ein Begleit- und Gesellschaftshund von kleiner Statur. Er ist äußerst liebenswert und steht seiner sozialen Gruppe sehr nahe. Er liebt ihre Gesellschaft und hält es nur schlecht alleine aus. Der Malteser blüht erst so richtig auf, wenn seine Besitzer ständig vor Ort und verfügbar sind und ihm die nötige Hingabe schenken. Seinem Naturell entsprechend ist er folgsam, intelligent und fröhlich und lässt sich leicht erziehen. Doch darf seine Erziehung nur wegen seiner Größe nicht vernachlässigt werden.

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Wichtige Informationen

  • Lebenserwartung : Zwischen 12 und 15 Jahren
  • Charakter : Anhänglich, Ruhig, Intelligent
  • Größe : Klein
  • Felltyp : Lang
  • Preis : Zwischen 1300 € und 2500 €

FCI-Gruppe

FCI-Gruppe

Gruppe 9 - Gesellschafts und Begleithunde

Sektion

Sektion 1 : Bichons und verwandte Rassen

Aussehen des Maltesers

Größe

Weibchen Zwischen 20 und 23 cm
Männchen Zwischen 21 und 25 cm

Gewicht

Weibchen Zwischen 3 und 4 kg
Männchen Zwischen 3 und 4 kg

Fellfarbe

Die Fellfarbe ist reinweiß, doch auch leicht elfenbeinfarbenes Fell entspricht dem offiziellen Standard.

Felltyp

Das Fell ist sehr lang (bis zu 20 cm).

Am Kopf, Rumpf, Schwanz und den Gliedmaßen ist das Fell seidig glänzend und sehr lang. Das Fell fühlt sich starr an und darf auf keinen Fall gelockt oder gewellt sein.

Augenfarbe

Die Augen sind dunkel-ockerfarben.

Beschreibung des Aussehens

Der Malteser ist ein kleiner Hund, bei dem der Oberkörper um ein Drittel länger als seine Widerristhöhe ist, deshalb wirkt er schlank und lang. Der Kopf ist flach, die Augen rund und dunkel. Die dreieckigen Schlappohren setzen hoch am Kopf an und sind mit langem Fell bedeckt. Seine Gliedmaßen sind kurz und solide und ebenfalls mit Fell bedeckt. Der Schwanz rundet sein harmonisches Erscheinungsbild ab. Entlang seiner Biegung, die an den Hüften endet, ist der Schwanz mit langem Haar bedeckt, das bis zum Sprunggelenk reicht.

Charakter des Maltesers

Anhänglich

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Der Bichon Malteser, wie man ihn auch nennen kann, ist ein liebenswerter und anhänglicher Hund, der seine Zeit am liebsten im Kreis seiner sozialen Gruppe verbringt. Er ist sicher kein Einzelgänger und nicht besonders eigenständig, er braucht viel Aufmerksamkeit und Hingabe!

Verspielt

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Der Malteser ist ein fröhlicher Hund, der gerne Zeit mit seinem Herrchen verbringt, egal ob im Spiel oder nicht. Er ist ein toller Gefährte für Kinder, solange sie respektvoll mit ihm umgehen.

Ruhig

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Obwohl der Malteser vor Energie strotzt, wenn er die Aufmerksamkeit seines Herrchens auf sich lenken will, genießt er doch lieber ruhige Momente mit Streicheleinheiten - am liebsten am Sofa!

Intelligent

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Auch wenn er bisher nur als Begleithund eingesetzt wird, ist der Malteser dennoch intelligent und zeigt Begabung für verschiedene Aktivitäten, wie etwa Dogdancing.

Jagdfreudig

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Obwohl er einst als Mäusefänger eingesetzt wurde, ist heute von seinem Jagdtrieb nichts mehr übrig. Er kann problemlos mit anderen Kleintieren zusammenleben, vor allem, wenn er schon als Welpe daran gewöhnt wird.

Scheu

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Dieser kleine Hund kann erbittert gegen Eindringlinge vorgehen und verleiht sich durch Bellen Gehör. Sobald er weiß, wie er die Person einschätzen kann, fordert er aber entweder Streicheleinheiten ein oder vertreibt den Eindringling durch sein Bellen.

Unabhängig

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Der Malteser ist ganz klar auf sein Herrchen angewiesen. Er ist nicht gerne eingesperrt und kommt mit dem Alleinsein nur schwer zurecht. Alles, was er will, ist seinen Besitzer glücklich zu machen - er kann sogar stundenlang dasitzen und ihn anhimmeln.

Verhalten des Maltesers

Kann alleine bleiben

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Dieser kleine Schneeball ist im Allgemeinen sehr anhänglich und abhängig von seinem Herrchen und seiner sozialen Gruppe. Wenn er nicht den ganzen Tag über von Menschen umgeben ist (bei Rentnern bietet sich das beispielsweise an), dann muss er schon als Welpe langsam und stressfrei an das Alleinsein herangeführt werden.

Um die Abwesenheit des Herrchens positiv zu besetzen, muss der Hund für kurze Zeitintervalle mit einem Spielzeug allein gelassen werden. Die Abschnitte werden dann ausgeweitet (5 Minuten, dann 10, dann 15, dann 30, etc.). Das alles soll dem Malteser die Angst vorm Alleinsein nehmen, die das Zusammenleben massiv stören kann.

Dennoch kann der Malteser Einsamkeit nicht aushalten, es ist also nicht ratsam, ihn von morgens bis abends allein zu lassen. Für Berufstätige empfiehlt es sich, während der Mittagspause nach Hause zu kommen, einen Hundesitter zu engagieren oder ihn in die Arbeit mitzunehmen.

Gehorsam

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Intelligent, lebhaft und folgsam - der Malteser ist sehr angenehm und leicht zu erziehen, wenn man sich die Zeit nimmt, ihm die Grundlagen schon als Welpe beizubringen.

Auch bei einem kleinen Hund wie dem Malteser sollte die Erziehung nicht vernachlässigt werden. Selbst die Kleinsten brauchen Grenzen und Regeln für das Zusammenleben und müssen die Grundlagen der Erziehung kennen, um sich besser in ihr Zuhause und die Gesellschaft im Allgemeinen integrieren zu können.

Mit der Erziehung des Maltesers sollte so früh wie möglich begonnen werden, damit er keine schlechten Gewohnheiten annimmt. Es ist viel einfacher, etwas zu erlernen als etwas zu „verlernen“, um dann wiederum neue Verhaltensweisen zu übernehmen.

Vor allem sollte das Alleinsein trainiert werden, denn für einen Begleithund ist es besonders schwer, ohne sein Herrchen auszukommen.

Bellen

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Man kann sagen, dass das Bellen das wichtigste Kommunikationsmittel dieses kleinen Hundes ist. Er nutzt es tatsächlich, um verschiedene Gefühle zum Ausdruck zu bringen: Freude, Aufregung, Frustration, Misstrauen, etc.

Ausreißer

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Der Malteser ist viel zu häuslich, um wegzulaufen. Er kommt nicht auf die Idee, auszubüxen - seinen gemütlichen Platz im Kreis der Familie gibt er nicht auf!

Zerstörerisch

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Der Malteser ist gar nicht gerne allein, deshalb kann es gut sein, dass er Dinge, die er findet, während der Abwesenheit seines Herrchens zerstört. Damit sucht er entweder eine Beschäftigung oder er verleiht seinen überschwänglichen Gefühlen Ausdruck.

Gierig

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Je nach Temperament und Erziehung des einzelnen Exemplars, kann der Malteser sehr wohl gierig sein, aber niemals im Übermaß. Trotzdem ist darauf zu achten, dass der Kleine nicht zu viel frisst, um Übergewicht zu vermeiden.

Wachhund

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Aufgrund seiner Körpergröße ist der Malteser absolut nicht als Wachhund geeignet. Durch sein manchmal sogar übermäßiges Bellen kann er aber Alarm schlagen.

Ersthund

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Die vielzähligen Qualitäten des Maltesers, gepaart mit seiner kleinen Statur und seiner Folgsamkeit machen ihn zum idealen ersten Hund. Außerdem passt der Malteser zu vielen Menschen, egal ob pensioniert oder berufstätig, Kinder oder Erwachsene.

Vorsicht gilt dennoch für Berufstätige, sie müssen ihn zur Arbeit mitnehmen oder eine andere Lösung finden, damit er nicht den ganzen Tag über allein zu Hause ist - das hält er nicht aus. Das ist auf jeden Fall ein Faktor, der in Betracht gezogen werden muss, bevor man sich für einen Malteser entscheidet.

Lebensstil

Malteser in der Wohnung

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Das Leben in der Wohnung passt perfekt zu diesem häuslichen Hund. Er schätzt die Gemütlichkeit, den Komfort und das Leben in Innenräumen.

Er kann auch das Landleben in einem großen Garten, in dem er sich die Füße vertreten kann, schätzen lernen. Jedoch darf er keinesfalls draußen gelassen werden, er braucht seine soziale Gruppe.

Sportlich

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Der Malteser braucht nicht viel Auslauf, um sich zu verausgaben. Er ist eher ruhig und bevorzugt den Komfort des Sofas als einen Spaziergang im Regen.

Dennoch muss er jeden Tag ausgeführt werden. Diese Spaziergänge können gerne auch ausgeweitet und variiert werden. Auch wenn er nicht sehr sportlich ist, braucht der Malteser trotzdem Auslauf und muss seine Energie abbauen, um sich körperlich und geistig pudelwohl zu fühlen.

Reisen

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Reisen sind mit diesem kleinen Hund kein Problem. Es wird sogar empfohlen, ihn überall mitzunehmen, denn er bleibt nur ungern allein.

In den öffentlichen Verkehrsmitteln kann der Malteser dank seiner Größe problemlos in einer Reisetasche transportiert werden. Im Flugzeug kann er bei seinem Herrchen in der Kabine sitzen, das macht ihm sichtlich Spaß. Im Auto muss er allerdings in einer kleinen Hundetransportbox untergebracht werden, damit er im Fall eines Unfalls sicher ist.

Davon abgesehen muss der Malteser gut erzogen sein, um überallhin mitzudürfen und sich in unterschiedlichen Situation und veränderter Umgebung zurechtzufinden. Die Erziehung ist besonders wichtig, damit er folgsam bleibt, auch wenn es gerade viel Ablenkung gibt.

Geselligkeit

Verträgt sich mit Katzen

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Diese Hunderasse verträgt sich ganz gut mit Katzen, aber es ist dennoch empfehlenswert, den Malteser schon als Welpen daran zu gewöhnen, damit das Zusammenleben reibungslos verläuft.

Verträgt sich mit Hunden

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Der Malteser schätzt die Anwesenheit von Artgenossen, aber muss dennoch schon im Welpenalter richtig sozialisiert werden, damit er sich einordnen und die Hundesprache lernen kann.

Mit dem Malteser ist es auch möglich zwei Hunde zu halten, aber Achtung: Für den anderen könnte es ein Problem sein. Hundebesitzer sollten darauf achten, dass die beiden Hunde gerecht behandelt werden und gut miteinander auskommen.

Geeignet für Kinder

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Der Malteser versteht sich blendend mit Kindern, er spielt liebend gerne mit ihnen. Vorsicht ist bei Kleinkindern geboten, da sie manchmal zu wild mit dem sensiblen Vierbeiner umgehen.

Geeignet für Senioren

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Ältere Menschen sind schlicht die idealen Begleiter des Maltesers, denn da sie im Ruhestand sind, sind sie den ganzen Tag über da und können die täglichen Bedürfnisse des Maltesers erfüllen, ohne das Gefühl zu haben, alles drehe sich um den Hund.

Da der kleine Hund zusätzlich ruhig und nicht besonders sportlich ist, eignet er sich für weniger aktive Menschen.

Preis eines Maltesers

Der Preis des Maltesers variiert je nach Herkunft, Alter und Geschlecht. Durchschnittlich ist mit 1.300 bis 1.500 € für den Hund mit Stammbaum zu rechnen. Bei besonderen Zuchtlinien kann der Preis bis zu 2 500 € ausmachen.

Die monatlichen Ausgaben betragen im Durchschnitt 20 €. Damit sind Bedürfnisse wie Futter und Pflege (Impfungen, Entwurmung, etc.) gedeckt.

Fellpflege des Maltesers

Das Fell des Maltesers benötigt tägliche und genaue Pflege. Das liegt an der Länge des Fells, das manchmal sogar länger als die Widerristhöhe des Maltesers ist.

Das Fell muss regelmäßig gebürstet und entwirrt werden - auch nach jedem Spaziergang, vor allem am Land.

Wie viele andere Kleinhunde mit langem Fell, ist ein Haarschnitt beim Hundefrisör auf jeden Fall empfehlenswert, um die tägliche Pflege zu erleichtern.

Die Augen müssen wöchentlich gereinigt werden, um eine Infektion zu vermeiden und Ohren und Zähne müssen in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.

Haarausfall

Obwohl man das Gegenteil annehmen würde, ist der Haarausfall beim Malteser moderat, da sein Fell das ganze Jahr über gleichbleibt.

Ernährung des Maltesers

Die tägliche Futterration muss seinem Alter, seinem Gesundheitszustand und seiner Aktivität angepasst werden.

Achtung bei Hunden mit wenig Bewegung, sie können schnell übermäßig an Gewicht zulegen.

Hochwertige Kroketten sind die passende Nahrung für Malteser, wobei ein Tierarzt in der Wachstumsphase konsultiert werden sollte.

Eine Mahlzeit pro Tag genügt dem Malteser. Er frisst sie am besten abends, alleine und abgeschottet von anderen. Besitzer müssen darauf achten, ihn nicht übermäßig zu füttern, ihm kein Futter zur freien Entnahme anzubieten und Snacks zwischen den Mahlzeiten als Ausnahme zu belassen.

Gesundheit des Maltesers

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung beträgt schätzungsweise 13 Jahre.

Robust

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Der Malteser ist insgesamt sehr robust, trotz seiner kleinen Statur, aber er ist dennoch anfällig für gewisse Krankheiten.

Hitzeverträglich

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Hitze ist für den Malteser im Gegensatz zu Kälte das kleinere Problem, trotzdem sollte man achtsam bleiben: Er sollte immer Zugang zu frischen Wasser und die Möglichkeit haben, sich im Schatten oder an einem kühlen Ort auszuruhen.

Kälteverträglich

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Der Malteser verträgt Kälte nicht, deshalb muss man sehr vorsichtig sein, wenn die Temperaturen fallen. Eine Decke für Winterspaziergänge ist auf jeden Fall angebracht.

Neigt zu Übergewicht

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Diese Hunderasse nimmt schnell zu. Die Futtermenge muss seiner körperlichen Aktivität angepasst werden, damit er nicht übergewichtig wird.

Häufige Krankheiten

  • Krebs
  • Herzkrankheit
  • Angeborener Portosystemischer Shunt (Missbildung von Geburt an, bei der das Blut nicht in der Leber gereinigt werden kann deshalb toxische Stoffe in den Organismus abgibt)
  • Shaker-Syndrom (leichtes Zittern des Hundekörpers, vor allem weiße Kleinhunde sind davon betroffen)
  • Wasserkopf (übermäßige Ablagerung von Rückenmarksflüssigkeit in den Herzkammern oder den Hohlräumen des Gehirns, tritt vor allem bei kleinen Rassen auf)
  • Augeninfektionen
  • Patella-Luxation (Auskegeln der Kniescheibe)
  • Schwäche der Zähne und des Zahnfleischs

Gut zu wissen

Dieser kleine Schneeball zählt zu den hypoallergenen Hunderassen. Diese Hunde sind demnach besonders für Menschen geeignet, die auf das Fell oder den Speichel von Hunden allergisch reagieren oder einfach für alle, die nicht ständig Hundehaare wegputzen wollen.

Geschichte

Diese Hunderasse ist schon sehr alt, ihr Ursprung wird auf 500 vor Christus datiert. Er war vor allem bei den römischen Damen sehr geschätzt. Entgegen der Erwartung ist er nicht nach der Insel Malta benannt, sondern sein Name stammt vom Wort „Màlat“, was im Semitischen (die damalige Sprache des Mittelmeerraums) „Zuflucht“ oder „Hafen“ bedeutet. Die Vorfahren des Maltesers lebten in mediterranen Häfen, in denen ihnen die Aufgabe der Mäusejagd zuteilwurde. Der Malteser lebt also schon seit Jahrhunderten im Mittelmeerraum, vor allem in Italien.

Namen

Gute Namen für einen Malteser: Aria, Felix, Rebecca, Welby

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