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Die Sprache unserer Vierbeiner: Warum bellen Hunde?

Bellender Hund advice
© Shutterstock

Bellen ist die Sprache Ihres vierbeinigen Lieblings, weshalb das Geräusch selten ohne triftigen Grund erfolgt. Interessant ist, dass Bellen in den wenigsten Fällen ein aggressiver Ausdruck ist. Erfahren Sie deshalb hier, warum Hunde bellen.

von Nina Brandtner

Das Wichtigste in Kürze

  • Häufigkeit und Lautstärke hängen von verschiedenen Faktoren ab
  • Die Geräusche enthalten stets eine Botschaft und haben eine Signalwirkung
  • Die Bedeutung des Gebells ist facettenreich, auch wenn sich Tonlage und Laute ähneln
  • Hunde, die viel „kläffen“, sind meist durch ein Verhalten des Besitzers geprägt

Warum bellen Hunde? – Ist es nur eine angeborene Verhaltensweise?

Um sich zu verständigen, nutzen Menschen das gesprochene Wort. Babys drücken sich in den ersten Lebensmonaten durch Schreien aus. Im Regelfall beginnen Kinder mit 1,5 bis 3 Jahren zu sprechen. Ähnlich ist das bei Vierbeinern, denn sie beginnen im Welpen- oder Junghundalter zu bellen. Diese typischen Tiergeräusche dienen den Hunden zum Kommunizieren untereinander. Dies ist ein Grund, warum Hunde bellen, wenn sie andere Hunde sehen. Allerdings gibt es noch viele andere Möglichkeiten, warum Hunde bellen.

Das Gebell ist eine angeborene Verhaltensweise, ähnlich wie das Heulen, die jeder Hund in unterschiedlichem Umfang an den Tag legt. Einige Rassen bellen häufiger als andere, allerdings ist das Lautgeben nicht nur angeboren und rasseabhängig. Normalerweise möchte der Vierbeiner auf diese Weise etwas mitteilen. Daraus resultiert, dass das Bellen ebenso von der Umgebung, einer Situation oder dem Besitzer abhängt. Bellt ein Hund aus Unsicherheit, bedeutet das, dass er sich in der jeweiligen Situation nicht wohlfühlt. Besonders häufig bellen Vierbeiner, um den Besitzer zu warnen oder um schlicht und ergreifend Aufmerksamkeit zu erhalten.

Trifft der Hund auf Artgenossen, hat das Bellen verschiedene Bedeutungen. Es kann eine Warnung oder ein Aufruf zum Spielen sein.

Dieses Verhalten steht im Gegensatz zum Wolf. Als nächster Verwandter des Hundes liegt die Annahme nahe, dass auch sie bellen. Das stimmt aber nicht ganz. Im Regelfall gibt der Wolf nur einen kurzen, leisen Laut von sich, wenn sich Gefahr nähert. Die Frage „Warum kann ein Wolf nicht bellen?“ ist daher nicht eindeutig zu beantworten. Er kann schon, aber er tut es nur selten.

Wird das Bellen eines Hundes zum extremen Kläffen, hängt es meistens mit der Erziehung zusammen. Der Vierbeiner wurde durch ein bestimmtes Verhalten des Besitzers so geprägt, dass er mit übermäßigem Lautgeben reagiert. Oft ist professionelle Hilfe nötig, um dem Tier das abzugewöhnen.

Warum bellen Hunde – Situationen und ihre Bedeutung

Situation

Bedeutung

Warum bellen Hunde an der Leine?

  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten, warum der Hund an der Leine bellt

  • Unterforderung, Aggression, Angst und schlechte Erfahrungen sind Ursachen für übermäßiges Bellen

  • Häufig leidet das Tier unter enormem Stress, den es mit Bellen zu bewältigen versucht

Warum bellen Hunde bei Sirenen?

  • Der Grund liegt im empfindlichen Hundegehör

  • Sie nehmen Geräusche aus der Umwelt anders wahr

  • Sirenen ähneln dem Hundegeheul, weshalb sie einfach gerne einstimmen

Warum bellen Hunde Autos an?

  • Wenn Vierbeiner Autos, Fahrräder oder Jogger anbellen und wie ausgewechselt wirken, handelt es sich häufig um einen ausgeprägten Beschützerinstinkt

  • Dieser ist dem Besitzer gewidmet. Der Hund traut seinem Herrchen oder Frauchen nicht zu, sich selbst zu verteidigen

  • Dieses Fehlverhalten sollte schnell behoben werden, ehe aus dem Bellen ein Beißen wird

Warum bellen Hunde ihr Essen an?

  • Hier liegt die Ursache oft im Verhalten des Besitzers

  • Wenn Sie dem Tier in einer bestimmten Situation Aufmerksamkeit oder Bestätigung geschenkt haben, merkt es sich das

  • Der Hund nutzt das Bellen, um mehr oder anderes Futter zu bekommen

Warum bellen Hunde sich gegenseitig an?

  • Das gegenseitige Anbellen hat unterschiedliche Gründe

  • Manchmal bedeutet das eine unzureichende Sozialisierung im Welpenalter

  • Zudem kann es eine Aufforderung zum Spielen oder übermäßige Freude ausdrücken

  • Beliebt ist ebenfalls das Nachahmen. Hierbei handelt es sich um ein Reaktions-Bellen

Warum bellen Hunde fremde Menschen?

  • Häufig geschieht das, weil sich das Tier bedroht fühlt. Die Laute sind sehr hoch und manchmal schrill

  • Je mehr Angst der Hund hat, desto weniger pausiert er dabei

Warum bellen Hunde, wenn sie alleine sind?

  • Im Regelfall handelt es sich um die klassischen „Kläfflaute“

  • Die Tiere drücken damit aus, dass sie zu lange allein sind

  • Hunde brauchen die Nähe ihres Menschen oder eines Artgenossen

Warum bellen Hunde nachts?

  • Bellt der Hund vor allem nachts, hat das generell etwas mit einem Verhaltensmuster zu dieser Zeit zu tun

  • Ist der Hund viel allein? Dann teilt er Ihnen mit, dass er sich einsam fühlt

  • Grundsätzlich kann es sich auch um ein Aufmerksamkeits-Bellen handeln, wenn er etwas Verdächtiges in seinem Revier bemerkt

  • Häufig fürchtet der Vierbeiner die Dunkelheit und bellt diese an

Grundsätzlich ist das Bellen der wenigstens Hunde aggressiv. Das passiert eher selten. Wenn es vorkommt, sollten Sie darauf reagieren. Normalerweise ist das Bellen nur aggressiv, wenn Gefahr droht. Der Hund warnt Sie oder seine Artgenossen oder versucht, den Angreifer in die Flucht zu schlagen.

Wann ist das Bellen eine Ruhestörung?

Im schlimmsten Fall wird das Bellen der Hunde zur Ruhestörung. Nicht selten sind andauernde Bellattacken zu nächtlichen Ruhezeiten Gegenstand von Rechtstreitigkeiten. Grundsätzlich ist Gebell eine Ruhestörung, wenn...

  • ...es zwischen 22 und 6 Uhr ertönt.
  • ...es länger als 10 Minuten erklingt.
  • ...es in der Zeit von 13 bis 15 Uhr zu hören ist.

Welche Hunderassen bellen viel?

Ein Grund, warum Hunde andere Hunde anbellen, kann ihre Rasse sein. Zu den viel bellenden Hunden zählen: Beagle, Foxterrier, Westie und Zwergschnauzer.

Wenn ein sehr kleiner Hund bellt, handelt es sich häufig um den Yorkshire Terrier. Die Frage, warum bellen Hunde, wenn sie andere Hunde sehen, ist mit diesem kleinen Kerl schnell beantwortet. Denn oft machen diese kleinen Tiere ihre Größe durch viel Aufmerksamkeit gegenüber Artgenossen wett. Wenn Sie sich fragen, warum bellt mein Hund nicht, handelt es sich vielleicht um eine Rasse, die grundsätzlich ruhiger ist. Dazu gehören etwa Retriever oder Bassets.

Warum bellt mein Hund mich an?

Der häufigste Grund, warum Hunde Menschen anbellen, ist Aufmerksamkeit. Er verlangt Beachtung. Generell klingt dieses Hundegebell fordernd und hoch. Eine andere Möglichkeit ist, dass er Sie zum Spielen auffordert. Abweichend verhält sich die Antwort auf die Frage „Was bedeutet es, wenn Hunde knurren?“. Es heißt nicht, dass der Hund bösartig ist. Oftmals handelt es sich um eine Abwehrreaktion, weil er sich unwohl fühlt. Angst, Unsicherheit und Schmerzen sind Auslöser. Allerdings kann es ebenso ein Fehler in der Erziehung des Besitzers sein.

Hund bellt Besitzer anWenn Ihr Hund Sie anbellt, verlangt er nach Ihrer Aufmerksamkeit© Shutterstock

Unsere Empfehlung: Das Bellverhalten des Hundes kennenlernen und kontrollieren

Zum Problem avanciert ein bellender Hund, wenn sich die Nachbarschaft gestört fühlt. Ihre Mitmenschen wollen den Grund, warum ein Hund bellt, nicht unbedingt wissen. Wichtiger ist ihnen, dass der Vierbeiner damit aufhört. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie das Bellverhalten Ihres Haustieres kennenlernen und dementsprechend kontrollieren können. Folgende Tipps sind dabei hilfreich:

  • Um zu erfahren, wie vielschichtig das Gebell ist, beobachten Sie Ihren Liebling in verschiedenen Situationen. So finden Sie heraus, wann Angst, Schmerz oder Freude mögliche Auslöser sind
  • Stellen Sie außerdem sicher, dass kein gesundheitliches Problem vorliegt. Viele ältere Haustiere werden lauter, wenn das Gehör nicht mehr mitspielt
  • Bringen Sie dem Tier bestimmte Gesten bei, die „Stopp“ oder „Pause“ signalisieren. Ein kurzer Pfiff oder ein Klatschen sind ideal geeignet
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund Ihnen stets vertraut. Regen Sie sich vor ihm daher nie bewusst auf
  • Bei intensivem Kläffen muss der Profi ran und dem Hund das Bellen abgewöhnen