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Fellpflege für den Hund: Tipps für Kurzhaar und Langhaar

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© Shutterstock

Ein schönes, glänzendes Fell beim Hund – kaum etwas spiegelt den Gesundheitszustand so auffallend wider wie das Haarkleid. Dabei wird deutlich: Die regelmäßige Fellpflege beim Hund stellt keineswegs nur ein Schönheitsritual dar. Vielmehr kann es bei Vernachlässigung schnell verfilzt, mit Parasiten befallen oder entzündet sein. Um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, haben wir für euch wertvolle Tipps zum Thema Fellpflege beim Hund zusammengestellt.

von Carina Petermann

Wichtig ist, die Pflege der Fellbeschaffenheit anzupassen. Denn unter den Hunden gibt es ein weites Spektrum, was die Fellvarianten betrifft. Wenn man zum Beispiel einen Rauhaar-Dackel mit einem Pudel vergleicht, sind die Unterschiede unverkennbar.

Lockig oder glatt, mit Unterwolle oder ohne, weich und geschmeidig oder drahtig und rau – es gibt kaum eine Fellart, die nicht vertreten ist. Da ist es nicht verwunderlich, dass jeder Hund eine auf ihn angepasste, spezielle Fellpflege braucht.

Die optimale Fellpflege für den Hund mit Kurzhaar

Beginnen wir mit den Fellnasen, die oft als pflegeleichter eingestuft werden als ihre langhaarigen Vertreter: die Kurzhaar-Hunde. Welche Vierbeiner zählen dazu? Eine Felllänge von bis zu 5 Zentimetern gilt als Kurzhaar – somit fallen beispielsweise der Rhodesian Ridgeback, Boxer oder Beagle darunter. Im Gegensatz zu den Vierbeinern mit einer üppigen Haarpracht, kommt es hier in der Regel eher selten zu Verfilzungen. Allerdings sind Besonderheiten zu beachten und eine intensive Fellpflege darf auch bei den Kurzhaar-Hunden nicht zu kurz kommen.

Kurzhaar-Fell: einschichtig oder mehrschichtig?

Das Fell von Kurzhaar-Hunden unterteilt sich in einschichtiges und mehrschichtiges Fell. Ein Labrador als Beispiel besitzt mehrschichtiges Fell. Das bedeutet, es weist unter der ersten Schicht eine Unterwolle auf. Besonders während des Fellwechsels ist die unterstützende Fellpflege durch den Besitzer gefragt. Durch regelmäßiges Bürsten, zum Beispiel mit einem Messerkamm, wird die abgestorbene Unterwolle entfernt und die Luft kann somit besser zirkulieren.

Bei Hunden ohne oder mit wenig Unterwolle, also mit einschichtigem Fell, reicht oft eine wöchentliche Fellpflege aus. Dennoch ist das Fell nach Spaziergängen in der Natur regelmäßig nach Zecken und anderen Parasiten zu kontrollieren. Das zeigt: Ganz ohne Fellpflege geht es auch beim pflegeleichtesten Hund, wie zum Beispiel beim Rehpinscher, nicht.

Kurzhaar-Hund baden im Winter? Nur in dringenden Fällen!

Das Fell eines Kurzhaar-Hundes braucht lange Zeit, um vollständig zu trocknen. In der kalten Jahreszeit ist dies besonders tückisch. Allgemein reagiert die Haut von Hunden mit kurzhaarigem Fell oft empfindlich auf Shampoos und andere Pflegemittel. Demnach gilt wie bei allen Vierbeinern, aber hier ausdrücklich: So selten wie möglich den Hund baden!

In vielen Fällen ist eine Reinigung außerhalb der Badewanne ausreichend. Zum Beispiel kann der Besitzer mit Hilfe eines saugstarken Badetuchs für Hunde nassen Schlamm aus dem Haarkleid entfernen. Genauso bewährt hat sich eine weiche Bürste, welche die sensible Haut nicht reizt. Noch angenehmer für die Fellnase und bei ganz leichten Verschmutzungen kann ein Handschuh mit Noppen eingesetzt werden. Mit diesem Zubehör wird der Hund sanft massiert. Nebenbei werden überschüssige Haare spielend entfernt und die Durchblutung wird angeregt.

Checkliste: Zubehör für die Fellpflege von kurzhaarigen Hunden

  • Saugstarkes Handtuch

  • Messerkamm, für die Entfernung von abgestorbener Unterwolle

  • Fellpflege Handschuh für den Hund

  • Eine weiche Bürste, zum Beispiel aus Naturborsten

  • Langhaar-Fell: So gelingt die Fellpflege

Das regelmäßige Bürsten, Kämmen und Pflegen sollte für Liebhaber von langhaarigen Rassen zum Alltag gehören. Die Folgen mangelhafter Fellpflege können dramatisch aussehen: Schnell können kleine Knoten entstehen. Werden die anfangs harmlos erscheinenden Knötchen vom Besitzer nicht weiter behandelt, sind Verfilzungen bis hin zu Filzplatten die Folge. Diese sind für die Hunde nicht nur sehr schmerzhaft, da diese bis zur Haut gehen. Auch eine weitere Gefahr lauert: Parasiten fühlen sich in verfilztem Fell besonders wohl. In diesem Stadium können nur noch erfahrene Hunde-Friseure, auch Groomer genannt, helfen und den Hund scheren.

Fellpflege bei verschiedenen Hunderassen

Auch beim Langhaar-Hund gibt es einschichtiges und mehrschichtiges Fell. Besitzt der Langhaar-Hund unter dem Deckhaar eine dichte Unterwolle, zum Beispiel wie der Golden Retriever, kann eine Zupfbürste Abhilfe schaffen. Empfehlenswert sind auch Fellstriegel mit rotierenden Zinken, um schon erste kleine Knoten herauszukämmen. Für die abschließende Pflege kann eine weiche Bürste angewendet werden.

Hunde mit wenig, beziehungsweise gar keiner Unterwolle neigen aufgrund ihres weichen und feinen Fells bei Vernachlässigung der Fellpflege zu Verfilzungen. Idealerweise ist hier die Fellpflege so routiniert, dass es erst gar nicht so weit kommt. Rassebeispiele für Langhaar-Hunde ohne Unterwolle sind: Pudel, Bichon oder der Soft Coaten Wheaten Terrier.

Checkliste: Zubehör für die Fellpflege von langhaarigen Hunden

  • Zupfbürste

  • Fellstriegel mit rotierenden Zinken

  • eine weiche Fellbürste

Fellpflege beim Hund für mehr Glanz

Für strahlenden Glanz können altbewährte Hausmittel angewendet werden. Wichtig ist aber zu wissen: Grundlage für glänzendes Fell ist in erster Linie eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Anhand der Fellbeschaffenheit lässt sich deutlich erkennen, ob ein Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist oder ob ein Mangel vorliegt. Auch wenn sich liebevoll der Fellpflege beim Hund gewidmet wird, kann das Fell stumpf und spröde sein.

Kokosöl, Apfelessig und Co.

Nicht immer sind spezielle Hunde-Conditioner und Pflegemittel erforderlich, um glänzendes Fell beim Hund zu erzielen. Einige gesunde Zusätze können zu mehr Glanz beim Vierbeiner beitragen. Zum Beispiel wäre da das Kokosöl. Es wird beim Vierbeiner sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet und kann dem Fell mehr Glanz verleihen. Die Fellpflege beim Hund mit Kokosöl kann zudem trockener Haut dabei helfen, den natürlichen Schutzmantel wiederherzustellen.

Es gibt noch ein weiteres wertvolles Öl, welches in das Futter beigemischt werden kann: Lachsöl.

Das Naturprodukt, das sich immer mehr Beliebtheit erfreut, ist wichtiger Lieferant der Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Nicht nur bei Hunden mit Haut- oder Fellproblemen kann es sich gesundheitsfördernd auswirken. Die tägliche Zugabe zum Futter wirkt sich auch allgemein positiv auf das Wohlbefinden des Hundes aus.  

Ein weiteres Hausmittel für die Fellpflege beim Hund ist Apfelessig. Bei Juckreiz kann Apfelessig zu einem Drittel und Wasser zu zwei Drittel vermischt werden. Mithilfe einer Sprühflasche wird die Textur auf das Fell gegeben. Das Hausmittel erweist sich als wahrer Allrounder: Apfelessig wird nachgesagt, bei der Fellpflege für den Hund zu mehr Glanz zu verhelfen.

Die Fellpflege beim Hund mit Hausmitteln oder mit Zusätzen ersetzt keinen Tierarzt. Sollte es sich beim Vierbeiner um eine ernsthafte Erkrankung handeln, ist der Gang zu einem Veterinär immer erforderlich.

Wie oft sollten Hunde gebadet werden?

Wie bereits bei der Fellpflege für Kurzhaar-Hunde erläutert, sollte das Baden so selten wie möglich erfolgen. Das Gleiche gilt für Welpen. Sicherlich wird ein Vierbeiner, der sich in einen Kuhfladen gewälzt hat, ein ordentliches Bad allemal nötig haben. Das Waschen spielt jedoch bei der Fellpflege beim Hund eine eher untergeordnete Rolle.

Zu häufiges Baden kann den Schutzfilm der Haut aus dem Gleichgewicht bringen und der Hund hat infolge mit trockener Haut zu kämpfen. Da die Haut der Hunde einen durchschnittlichen pH-Wert von 7,5 aufweist und somit einen basischen Wert hat, sollte niemals Shampoo für Menschen benutzt werden. Der pH-Wert unserer Haut liegt ca. bei 5 und befindet sich im sauren Milieu. Unter den Hunderassen gibt es unterschiedliche Bedürfnisse, was das Hunde-Shampoo betrifft. Eine individuelle Beratung von kompetenten Hunde-Friseuren oder vom Hundezüchter ist daher empfehlenswert.

Checkliste: Was ist beim Baden eines Hundes zu beachten?

  • Den Hund möglichst selten baden, um den natürlichen Säureschutz der Hundehaut nicht anzugreifen.

  • Vor dem Baden alle Verfilzungen und Knoten entfernen, um diese nicht noch mehr zu begünstigen.

  • Spezielle Hundeshampoos, die auf die Bedürfnisse des Hundes angepasst und rückfettend sind und ohne Duftstoffe auskommen.

  • Den Hund langsam an das Baden heranbringen. Gerne kann die tapfere Fellnase anschließend mit Leckerlis belohnt werden.

  • Das Wasser sollte eine angenehme Temperatur haben und alle Shampoo-Rückstände müssen gründlich ausgespült werden.

  • Aufpassen, dass kein Shampoo in die Augen und Ohren gelangt.

  • Nach dem Bad alle Fenster schließen, um Zugluft zu vermeiden.

  • Fazit: Tipps für die Fellpflege beim Hund

Wie wir festgestellt haben, ist die Fellpflege beim Hund sehr individuell. Unsere Vierbeiner haben spezielle Bedürfnisse, die unbedingt beachtet werden müssen. Das Fell ist extrem wichtig für den Hund: Es bietet Schutz vor Nässe, Kälte, Wärme und Verletzungen zugleich. Ein gesundes Fell sollte eine Priorität für Hundebesitzer sein. Sie sollten ihn so früh wie möglich an das Kämmen, Bürsten und Pflegen gewöhnen. So kann die Fellnase sich entspannt zurücklehnen und es sogar genießen, wenn ein Fellpflege Handschuh für den Hund eingesetzt wird. Auch wir Menschen können uns mit der Fellpflege eine kleine Auszeit gönnen und die Bindung zur eigenen Fellnase stärken.