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Warum hat mein Hund trockene Haut und was kann ich tun?

Beagle kratzt sich advice

Trockene Haut bei Hunden kann durch Allergien verursacht werden

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Es gibt viele Gründe für trockene Haut bei Hunden: Von schlechtem Futter bis hin zu einer Pilzinfektion kann alles dabei sein.

von Nina Brandtner

Am 28.12.20, 12:40 veröffentlicht

Ähnlich wie Menschen können auch Hunde trockene Haut bekommen, was zum Beispiel zu Schuppen führen kann. In schweren Fällen spricht der Tierarzt auch von Seborrhö.

Es gibt viele Ursachen für trockene Haut bei Hunden und auch die Symptome können sich stark unterscheiden. Holen Sie am besten den Rat eines Tierarztes ein, der Ihren Hund gründlich untersuchen kann.

Ursachen für trockene Haut beim Hund

Es gibt viele verschiedene Ursachen, die zu trockener Haut bei Hunden führen können. Zum Teil können es einfache Dinge wie eine schlechte Ernährung und ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren sein, doch trockene Haut kann auch ein Anzeichen für tiefgreifendere Beschwerden sein.

Dazu zählen ein schwaches Immunsystem und hormonelle Störungen, wie zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion und Morbus Cushing. Aber auch Allergien oder Hautprobleme, zum Beispiel aufgrund von Parasiten, Pilzen oder bakteriellen Infektionen, können Auslöser sein.

Wenn diese Ursachen alle von einem Tierarzt ausgeschlossen werden konnten, liegt trockene Haut manchmal auch an zu häufigem Waschen.

Am besten wenden Sie sich an einen Tierarzt, da die meisten dieser Beschwerden nur mit verschreibungspflichtigen Medikamenten oder Shampoos behoben werden können.

Trockene Haut beim Hund Flöhe
Parasiten wie Flöhe können trockene Haut verursachen
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Ursachen für trockene, schuppige Haut bei Hunden

Tritt die trockene Haut bei Ihrem Hund gepaart mit Schuppen auf, kann dies ebenso an einer zugrundeliegenden Hautinfektion oder Erkrankung liegen, die von einem Tierarzt näher bestimmt werden sollte. 

Wenn Ihr Hund Schuppen hat, können Sie diese mit täglichem Kämmen entfernen. So verteilen Sie gleichzeitig die natürlichen Fette des Fells und spenden so der Haut Feuchtigkeit.

Wamiz-Ratgeber: Schuppen beim Hund

Warum hat mein Hund trockene, schuppige Haut und Schorf?

Wenn Ihr Hund trockene, schuppige Haut in Kombination mit Schorfbildung hat, ist dies meist das Zeichen für eine zugrunde liegende Infektion. Die häufigste Ursache für Infektionen sind Parasiten, insbesondere durch Flöhe, doch auch Pilze und bakteriellen Infektionen können Schuppenbildung hervorrufen.

Um herauszufinden, ob Ihr Hund Flöhe hat, können Sie das Fell Ihres Hundes mit einem weißen Papierhandtuch abrubbeln. Wenn Sie darauf anschließend kleine Flecken oder Sprenkel sehen, geben Sie einen Tropfen Wasser darauf.

Hinterlässt der Sprenkel einen roten oder braunen Fleck, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Flohkot. Häufig sieht man die Flöhe nicht auf dem Hund, da 95 Prozent der Flöhe nur in der Umgebung des Wirttiers leben.

Unabhängig davon, ob Flöhe die Ursache für die schuppige und schorfige Haut Ihres Hundes sind, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, denn schuppige Haut ist für die Hunde meist sehr unangenehm und sollte daher behandelt werden.

Wamiz-Ratgeber: Flöhe beim Hund

Warum hat mein Hund trockene Haut und verliert Fell?

Wenn Ihr Hund trockene und schuppige Haut hat und zudem Haare verliert, gibt es zwei mögliche Ursachen. Zunächst könnte es sein, dass die trockene Haut zu einer Hautentzündung führt, die die Haarfollikel beschädigt und somit den Haarverlust hervorruft.

Der zweite Grund könnte sein, dass sich Ihr Hund unwohl fühlt und sich in dem Bereich stark leckt oder kratzt, was zu Verletzungen und Haarverlust führen kann. Der Tierarzt wird die Ursache ermitteln und die richtige Behandlung zur Linderung der Beschwerden Ihres Hundes bestimmen können.

Trockene Haut bei Hunden: Welche Symptome?

Die Symptome trockener Haut bei Hunden sind von Fall zu Fall unterschiedlich. Manchmal wird die Haut rot oder rissig, was vor allem an den Pfoten häufig der Fall ist. Manchmal wird die Haut schuppig und die Schuppen setzen sich im Fell ab. Manchmal bildet sich auch Schorf auf der Haut.

Hund mit trockener Haut
Schuppige und schorfige Haut deutet auf zu trockene Haut hin
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Schwere Fälle von Schuppenbildung können auch zu Seborrhö führen. Dies passiert, wenn es zu einer Überproduktion der Talgdrüsen kommt und das Fell fettig wird. Manchmal kann trockene Haut jucken und Ihren Hund sehr stören, doch das ist nicht immer der Fall.

Was tun bei trockener Haut bei Hunden?

Um trockene Haut bei Hunden zu behandeln, muss zunächst die Ursache ermittelt werden. Hierzu führt ein Tierarzt unterschiedliche Tests durch, um die richtige Behandlungsmethode zu finden.

Im Falle einer Hautinfektion benötigt Ihr Hund eine Behandlung mit Antibiotika oder Antiparasitika. Bei einer Allergie ist eine entzündungshemmende Therapie von Nöten und das Allergen muss bestimmt werden. Wenn die Ursache eine systemische Erkrankung ist, wie zum Beispiel Morbus Cushing oder Hypothyreose, benötigt Ihr Hund täglich Medikamente.

Was tun bei trockener Haut bei Hunden?

Wenn Ihr Hund trockene Haut hat, sollten Sie als erstes einen Tierarzt aufsuchen, um die Ursache herauszufinden. Anschließend können Sie zusätzlich zu der verschriebenen Behandlung Pflegeprodukte auf die Haut auftragen, um den Zustand der Haut zu verbessern.

Spot-On für Hunde bei trockener Haut

Bei trockener Haut helfen meist Spot-on-Produkte, die Ceramide und Fettsäuren (Omega-Öle) enthalten, um die Schutzschicht der Haut wiederherzustellen. Es gibt auch Shampoos, die Ihr Tierarzt Ihnen verschreiben kann, die feuchtigkeitsspendend und lindernd wirken.

In jedem Falle sollten Sie sich für die Wahl des Hundeshampoos an einen Tierarzt wenden, da viele Shampoos die Haut weiter austrocknen.

Hund hat trockene Haut: Hausmittel, die helfen

Es gibt auch ein paar Hausmittel, die neben der verschriebenen Behandlung des Tierarztes gegen trockene Haut helfen. Sie können dem Futter zum Beispiel Omega-Öl hinzugeben, um die Hautschichten zu stärken und Entzündungen der Haut zu lindern.

Trockene Haut beim Hund Kokosöl
Kokosöl kann Hunden bei trockener Haut helfen
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Ideal ist ein Verhältnis von 3:1 Omega-6 zu Omega-3. Es gibt natürliche Nahrungsergänzungsmittel für Hunde, die dieses Verhältnis enthalten. Außerdem können Sie auch Leinsamenöl, Hanfsamenöl oder Kokosöl zum Futter Ihres Hundes hinzugeben.

Auch beruhigende Shampoos mit Hafer oder Salizylsäure können helfen.

Hund hat trockene Haut: Olivenöl als Hausmittel?

Ein gängiges Mittel gegen trockene Haut bei Hunden ist Olivenöl. Geben Sie zweimal täglich bis zu zwei Teelöffel extra natives Olivenöl zu den Mahlzeiten eines mittelgroßen Hundes hinzu. Das ist ungefährlich für Ihren Hund und enthält Fettsäuren, die auch als Omega-Öle bekannt sind, die Schutzbarrieren der Haut aufbauen und helfen, Entzündungen zu reduzieren.

Allerdings ist Olivenöl nicht für die Heilung von Hauterkrankungen ausgelegt und enthält nicht das ideale Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 (3:1). Es gibt durchaus bessere Omega-Öl-Produkte, mit denen sich die Hundehaut besser unterstützen lässt.

Außerdem ist extra natives Olivenöl teuer und Sie bekommen wirksamere und günstigere Produkte von Ihrem Tierarzt oder einem Fachgeschäft.

Wamiz-Ratgeber: Öl für Hunde

Trockene Haut beim Hund: Kokosöl als Hausmittel?

Sie können Kokosöl in kleinen Mengen direkt auf die Haut Ihres Hundes auftragen, um diese zu beruhigen. Verteilen Sie eine kleine Menge in Ihren Handflächen und massieren es in das Fell und die Haut Ihres Hundes ein.

Sie können kleine Mengen des Kokosnussöls auf der Haut Ihres Hundes lassen, da es über den Tag entweder aufgenommen oder abgetragen wird. Kokosnussöl ist ein hervorragender Feuchtigkeitslieferant, der die Haut beruhigt.

Vorsicht: Wenn Sie zu viel auftragen, könnte das Fell fettig und das Problem dadurch verstärkt werden. Daher sollten Sie die Verwendung von Kokosnussöl immer erst mit Ihrem Tierarzt besprechen.

Wamiz-Ratgeber: Kokosöl für Hunde