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Vierbeinige Mitbewohner: Diese Rassen eignen sich als Wohnungshunde

Wohnungshund advice
© Shutterstock

Die Faustregel lautet: großer Hund, große Wohnung – kleiner Hund, kleine Wohnung. Doch stimmt das wirklich? Welche Eigenschaften machen einen Vierbeiner auch mit wenig Platz zu einem idealen Mitbewohner?

von Nina Brandtner

Das Wichtigste in Kürze

  • Klassische Wohnungshunde verfügen über wenig ausgeprägte Wachhundinstinkte
  • Sie brauchen nicht täglich mehrere Stunden Freilauf in Wald und Wiesen
  • Ihr Temperament ist eher ruhig und gesetzt
  • Ältere Hunde können ideale Mitbewohner sein
  • Auch manche große Hunderassen sind in der Wohnung glücklich

Welche Eigenschaften machen eine Rasse zum idealen Wohnungshund?

Rassen wie Schäferhunde, Border Collies oder Labrador Retriever kommen bei der Wohnungshaltung nicht auf ihre Kosten. Schäferhunde sind ausgeprägte Wachhunde, die viel bellen – und auch mal die Nachbarn aus dem Treppenhaus vertreiben. Border Collies oder Australian Shepherds hingegen brauchen sehr viel Auslauf und Förderung. Auch Labradore sind aufgrund ihres Temperaments nicht für die Wohnungshaltung geeignet. Bei solchen Rassen ist freie Natur in direkter Nähe wichtig. Zumindest ein Garten sollte vorhanden sein.

Wie beim Menschen gibt es auch beim Hund solche und solche. Natürlich sind alle Fellnasen gern draußen, spielen und erfreuen sich des Lebens. Doch Wohnungshunde sind in ihrem Verhalten grundsätzlich gemäßigter und dösen gern. Folgende Kriterien erfüllen ideale Hunde für kleine Wohnungen:

  • Sie bellen von Natur aus wenig
  • Es handelt sich um ausgeglichene Tiere mit gemäßigtem Temperament
  • Sie sind auch mit wenig Auslauf zufrieden
Übrigens: Diese Eigenschaften machen die Tiere auch zu pflegeleichten Hunderassen für Anfänger und Berufstätige.

Große Hunde für die Wohnung

Auch wenn der Volksmund anderes behauptet: Auch große Hunde sind in kleinen Wohnungen glücklich – manche jedenfalls. Folgende Rassen im Großformat sind als pflegeleichte Hunde auch für die Wohnung geeignet:

Deutsche Dogge

Die Deutsche Dogge ist ein gemütlicher Freund, der gern döst und sich ausgiebig ausruht. Außerdem gehört sie zu den Vierbeinern, die wenig bellen – was sie zu einem beliebten Nachbarn macht. Sie können die großen Doggen als durchaus auch in der Wohnung halten.

Deutsche Dogge© Pixabay

Leonberger

Der Leonberger ist ein imposantes Tier von wuchtiger Gestalt. Trotz seiner Ausmaße ist er als Wohnungshund keine schlechte Wahl: Es handelt sich nämlich um eine sehr ruhige Hunderasse. Er hat ein gelassenes Temperament und ist sehr ausgeglichen. Ihn bringt nichts aus der Fassung. Bellen? Nö. Darauf hat er meist einfach keine Lust.

Leonberger© Pixabay

Pudel

Den Pudel gibt es in drei verschiedenen Größen, darunter auch hochgewachsene Exemplare. Sie sind sehr anpassungsfähige Tiere, die nicht viel bellen. Sie freuen sich zwar über Auslauf, ihr Lebensheil hängt aber nicht vom Rennen und Toben ab. Da sie sehr intelligent sind, lassen sie sich durch Tricks und Lernspiele auslasten. Und das ist ein perfekter Zeitvertreib für Wohnungshunde.

Pudel© Shutterstock

Bei großen Rassen ist vor allem die allgemeine Wohnsituation ausschlaggebend. Eine Wohnung im fünften Stock oder höher ist für große Rassen denkbar ungeeignet. Auch sollte das Apartment nicht vollgestellt sein, sodass möglichst viel Freiraum vorhanden ist.

Mittelgroße Hunde für die Wohnung

Folgende Fellnasen sind von mittlerer Statur und eignen sich sehr gut für die Wohnungshaltung:

Boston Terrier

Der Boston Terrier sieht aus wie ein Boxer im Kleinformat. Er ist recht anspruchslos und ist mit Spielen und regelmäßigem Gassigehen in der Siedlung schon ausgelastet. Als Begleiter im Alltag eignen sich die anhänglichen Gefährten wunderbar.

Boston Terrier© Pixabay

Basenji

Der Basenji stammt ursprünglich aus dem Kongo. Er ist ein sehr pflegeleichtes Tier – nicht nur wegen des kurzen Fells. Mit einem Basenji steht Spaß auf der Tagesordnung: Spielen und Tricks lernen mag der intelligente und konzentrierte Hund besonders gern. Doch wenn es nichts zu tun gibt, nimmt er sich auch gern zurück und döst ein Weilchen. Außerdem: Basenjis können nicht richtig bellen. Das freut die Nachbarschaft!Basenji© Pixabay

Cavalier King Charles Spaniel

Auch die hübschen Cavalier King Charles Spaniel sind leicht zufriedenzustellen. Sie sind sehr anhänglich und kuscheln gern und viel mit ihrem Menschen. Wachhundinstinkte sind kaum vorhanden, sodass auch lästiges Bellen kein Problem ist.

Cavalier King Charles Spaniel© Pixabay

Kleine Hunde für die Wohnung

Die geringe Körpergröße macht kleine Tiere noch lange nicht zu idealen Mitbewohnern. Auch der Charakter muss stimmen. Bei folgenden Rassen freuen sich auch die Nachbarn.

Malteser

Der energische Malteser ist ein verspielter Hund und ein toller Spielkamerad! Aufgrund seiner Größe von maximal 30 Zentimetern hat er dafür auch in kleinen Wohnungen Platz. Er ist außerdem, wie viele kleine Rassen, sehr anhänglich.

Malteser© Pixabay

Bichon Frisé

Die kleinen, weißen Lockenköpfchen haben einfach Charme! Sie sind gut gelaunt, aber keine Kläffer, wie beispielsweise viele Terrier in der gleichen Größe. Ausgiebige Schmusestunden und ein paar Runden um den Block machen den Kleinen glücklich.

Bichon Frisé© Pixabay

Pekinese

Die beliebteste Hunderasse der Chinesen gehört zu den anhänglichsten Hunden überhaupt. Pekinesen leben vom Kontakt zu ihren Menschen. Auch mit Kindern kommen sie wunderbar zurecht. Bellen oder täglicher Freilauf im Garten? Muss nicht sein.

Pekinese© Pixabay

Unsere Empfehlung: Ältere Semester sind ideale Mitbewohner!

Wenn Sie sich nicht für eine der genannten Rassen entscheiden können, widmen Sie sich dem Alter. Hunde gehobener Semester eignen sich prinzipiell ideal für die Haltung in einer (kleinen) Wohnung. Sie sind gesetzter, nicht mehr so energiegeladen und brauchen außerdem weniger Auslauf als die jungen Wilden. Allerdings sollte ein Aufzug vorhanden sein. Alte Hunde leiden häufig unter Arthrose und Gelenkbeschwerden.