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Verspielt, clever und aktiv: Der Sheepadoodle

Ein schwarz-weißer Sheepadoodle

So niedlich ist der Sheepadoodle

© Lisa Mounteer / Shutterstock

Der Sheepadoodle: Was sich zunächst nach einem kuriosen Mix aus Schaf und Pudel anhört, entpuppt sich als seltener Designerhund. Erfahren Sie mehr über ihn!

von Stephanie Klein

Am 13.04.21, 10:40 veröffentlicht

Was ist ein Sheepadoodle?

Der Sheepadoodle ist ein mittelgroßer bis großer Mischlingshund mit zwei Hunderassen in seinem Genpool: dem Bobtail (Old English Sheepdog) und dem Pudel. Beide Vierbeiner haben in der Vergangenheit den Menschen als Arbeitshunde (bei dem Hüten von Schafen und Rindern oder bei der Wasserjagd) gedient.

Mit der Adoption eines Sheepapoos – so lautet eine weitere Bezeichnung – entscheiden sich Hundeliebhaber für einen sportlichen und intelligenten Vierbeiner. Als Hybridhund verfügt er über keinen Rassestandard. Somit gibt es unter den Sheepadoodles große Unterschiede in Bezug auf Aussehen, Charakter und Temperament.

Hunderassen: Bobtail & Pudel

Von seiner Bezeichnung her ist er leicht mit dem Shepadoodle zu verwechseln. Dieser geht zwar auch aus dem Pudel hervor, doch als zweite Hunderasse kommt der Deutsche Schäferhund (German Shepherd) ins Spiel. In den USA hat der Sheepadoodle den Status eines beliebten Designerhundes, der sich für aktive Familien und sportbegeisterte Menschen eignet. Hierzulande ist es schwer, einen verantwortungsvollen Züchter zu finden.

Der Bobtail

Der „Nanny Dog“: In den USA erhielt der Bobtail diesen Beinamen, weil er sich voller Hingabe um die Kinder in der Familie kümmert. Früher stand die alte englische Hunderasse Hirten tatkräftig als robuster Hütehund zur Seite. Zu seinen nahen Verwandten zählen unter anderem der Briard und der Zentralasiatische Owtscharka. Bei dieser Abstammung ist es nicht verwunderlich, dass auch ein Bobtail bis zu 65 cm groß wird und 40 kg auf die Waage bringen kann.

Der Bobtail © Shutterstock

Der Pudel

Ursprünglich war die französische Hunderasse bei der Wasserjagd tätig. Heute sind die gelockten Vierbeiner bei der Entstehung vieler Designerhunde beteiligt. Ihr sanftes Wesen und ihre Folgsamkeit befähigen Pudel und einige Pudel-Mixe dazu, den Weg als Therapiehund oder Assistenzhund einzuschlagen. Den begeisterten Schwimmer gibt es in vier Varietäten: Toypudel, Zwergpudel, Kleinpudel und Königspudel. Somit reicht die Größenspanne von 23 cm bis hin zu 62 cm.

Der Pudel © Shutterstock

Aussehen eines Sheepadoodles: Größe & Fell

Bei den Sheepadoodles kommen als Elterntiere die stämmigen Bobtails ins Spiel und in der Regel die größte Pudelvarietät, der Königspudel. In dieser Kombination kann der Sheepadoodle eine Größe von 65 cm und ein Gewicht von maximal 40 kg erreichen. Dabei ist zu erwähnen, dass viele Vertreter kleiner und schlanker sind und von ihrer Statur eher dem eleganten Königspudel ähneln. In den USA gibt es allerdings Bestrebungen, kleinere Pudelvarietäten wie den Zwergpudel einzukreuzen. Dies wirkt sich erheblich auf die Größe und das Gewicht eines Sheepapoos aus.

Das Fell ist üppig wie das eines Bobtails und weist eine dichte Unterwolle auf. Auch gelockte Sheepadoodles ohne Unterwolle entstehen bei der Zucht. Bei den Fellfarben gibt es eine große Vielfalt:

  • Apricot
  • Braun
  • Weiß
  • Grau
  • Schwarz

Recht häufig sind auch die Kombinationen Schwarz-Weiß und Grau-Weiß vorzufinden.

Die meisten Sheepadoodles haben dunkelbraune Augen. Allerdings tummeln sich unter der Hybridhunderasse immer wieder Vertreter mit blauen Augen oder mit einem blauen und einem braunen Auge (Odd-Eyed).

Sheepadoodle: Sein Charakter

Die Elterntiere sind in ihrem Wesen ziemlich unterschiedlich. Der Pudel wird heutzutage als anhänglicher und gelehriger Vierbeiner hoch geschätzt. Der Bobtail hingegen zeigt sich stur und unabhängig, obwohl er in seinem tiefsten Innern die Nähe zu seiner Familie braucht. Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten, die eine Vorhersage über den Charakter eines Sheepadoodles ermöglichen:

  • verspielt
  • intelligent
  • aufmerksam
  • wachsam

Die Gesundheit eines Sheepadoodles

Leider ist der Designerhund nicht vor rassetypischen Erkrankungen gefeit. Dies gilt insbesondere dann, wenn bei der Züchtung die Elterntiere nicht vorher auf vererbbare Krankheiten getestet werden und eine Verpaarung auf „Gut Glück“ erfolgt. Der Sheepadoodle ist anfällig für folgende Krankheiten:

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt zwischen 12 und 15 Jahren.

Sheepadoodle: Pflege

Egal, ob eine Lockenpracht oder die lange Mähne eines Bobtails: Der Sheepadoodle braucht viel Fellpflege. Diese beginnt mit regelmäßigem Bürsten, damit das Haarkleid geschmeidig und klettenfrei bleibt. Bei einem Sheepapoo mit dem Fell eines Bobtails erleichtert das Kämmen zudem die Phase des Fellwechsels und verhindert, dass sich viele Haare in der Wohnung verbreiten.

Das Fell des Sheepadoodles braucht viel Pflege
© Logan Swenson / Shutterstock

Gelegentlich kommt ein Bad mit mildem, rückfettendendem Hundeshampoo in Betracht, um die Geschmeidigkeit des Fells zu erhalten. Dabei sind vorher unbedingt alle Knoten zu lösen, damit sich diese nicht noch weiter verschlimmern.

Wie erziehe ich einen Sheepadoodle?

Bei einem Sheepadoodle handelt es sich um einen sehr intelligenten Vierbeiner. Er versteht schnell, was sein Mensch von ihm will. Ob er die Kommandos auch umsetzt, hängt davon ab, welcher Hunderasse er mehr vom Wesen her ähnelt. Der Pudel hat mit seiner Gelehrigkeit große Freude am Training. Der Charakter eines Bobtails ist etwas distanzierter und dickköpfiger.

Der Sheepadoodle wird von beiden Elterntieren ein gewisses Maß an Sensibilität erben. Mit einer ruhigen, aber bestimmten Kommunikation können Hundehalter ihn aus der Reserve locken. Leckerlis wird der Designerhund kaum verschmähen und auch seine Verspieltheit können Hundehalter zu ihrem Vorteil nutzen.

Eine Sache sollten vor allem Familien im Auge behalten: Mit der Zeit kann er aufgrund seiner Bobtail Gene einen Hüteinstinkt entwickeln. Anstelle von Schafen startet er womöglich Versuche, die Kinder zu „hüten“. In diesem Fall sind alternative Beschäftigungen – aber auch ausreichende Ruhezeiten – einzubauen, um sein Temperament in die richtigen Bahnen zu lenken.

Passt ein Sheepadoodle zu mir?

Vor einer Adoption eines Sheepapoos sind folgende Überlegungen anzustellen:

  • Ein Sheepadoodle gehört zu den sportlichen Hunden. Er braucht daher dynamische Menschen, die Spaß an Hundesport haben und dabei auf ein gesundes Gleichgewicht aus Aktivität und Ruhe achten.
  • Auch auf regelmäßige Denk- und Schnüffelspiele (beispielsweise Fährtenarbeit) richten sich zukünftige Halter eines Sheepadoodles ein.
  • Neben den sportlichen Beschäftigungen nimmt seine Fellpflege viel Zeit in Anspruch. 
  • Als verträglicher Vierbeiner kommt ein Sheepadoodle mit weiteren Hunden in der Regel gut aus.
  • Bei einem agilen Vierbeiner wie dem Sheepadoodle wäre ein Haus mit Garten von Vorteil. Bei ausreichender Stimulation an der frischen Luft kommt er jedoch gut mit einem Leben in einer Wohnung zurecht.
  • Er eignet sich sehr gut als Familienhund, doch seine Menschen müssen einen eventuell vorhandenen Hütetrieb im Auge behalten.

Sheepadoodle kaufen: Züchter und Preise

Wie sich erahnen lässt, ist die Sheepadoodle Zucht hierzulande kaum verbreitet. Es ist weitaus einfacher, einen Labradoodle oder Goldendoodle zu adoptieren als diesen seltenen Hybridhund. Interessenten müssen sich auf lange Wartezeiten und viel Recherche einstellen, um fündig zu werden.

Hinzu kommt: Bei den sogenannten Designerhunden ist eine steigende Preisentwicklung zu beobachten. Hybridhunde, die für höhere Preise als reinrassige VDH-Welpen angeboten werden, sind keine Seltenheit. Liebhaber von Sheepadoodles können sich alternativ überlegen, ob sie einen großen Pudel-Mix aus einem Tierheim oder Auslandstierschutz finden und ihm ein Zuhause schenken.

Andere Designerhunde wie der Sheepadoodle: