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Labradoodle: Der Familienhund im Teddy-Look

Goldener Labradoodle advice © Shutterstock

Der Labradoodle ist das Vorzeigebeispiel eines Designer-Hundes. Die knuffige Mischung aus Labrador und Pudel ist allergikergeeignet, familienfreundlich und optisch ein echtes Highlight! Im Idealfall sieht er nämlich aus wie ein waschechter Kuschelbär. Ist die sympathische Kreuzung auch für Sie der richtige Freund auf vier Pfoten?

von Nina Brandtner

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Labradoodle ist ein Hybridhund aus Königspudel und Labrador (Retriever)
  • Der Mischlingshund stammt aus Australien
  • In Deutschland und Europa ist er nicht als eigenständige Rasse anerkannt
  • Wegen seines freundlichen, anpassungsfähigen und unkomplizierten Wesens gilt er als idealer Familienhund
  • Sein Fell ist meist allergikergeeignet

Geschichte und Herkunft des Labradoodle

Die Ursprünge des fröhlichen Vierbeiners finden sich im weit entfernten Australien. Gesucht war ein Blindenhund, der nicht haarte. Da es ein solches Tier bis dato nicht gab, musste es erst entworfen werden. Also entstand die Idee, das Beste des nicht-haarenden Königspudels mit dem Labrador zu vereinen. Letzterer war immerhin als Therapiehund etabliert und als zuverlässiger, intelligenter und loyaler Begleiter bekannt. Auch der Pudel überzeugt mit seinem angenehm ausgeglichenen, wachen und menschenfreundlichen Wesen. Die ersten Labradoodle entstanden also in Australien, Ende der 1980er-Jahre. Inzwischen hat es der sogenannte Australian Labradoodle zur offiziellen Rasse gebracht – jedenfalls in den USA. Der Continental Kennel Club hat ihn offiziell anerkannt. In Europa ist der Labradoodle noch weit davon entfernt.

Labradoodle
Die ersten Labradoodle entstanden in den 1980er Jahren in Australien
© Shutterstock

Labradoodle-Züchter enttäuscht über Entwicklung

Der Züchter des Labradoodle hat im Herbst 2019 für Aufsehen gesorgt, als er seine selbst erschaffene Hunderasse mit Frankensteins Monster verglich. Denn seine Erfindung habe den Weg für zahlreiche unseriöse Züchter und Welpenfarmen geebnet, die nun bei Züchtungen nur noch Profit und nicht mehr die Gesundheit der Tiere im Blick hätten.

Sie sollten daher Ihren Züchter mit großer Sorgfalt auswählenMehr dazu weiter unten.

Labradoodle: Größe, Fell und Farben

Der Labradoodle ist weder vom FCI noch vom VDH als eigenständige Rasse anerkannt. Somit hat er auch keinen einheitlichen Standard, was Aussehen und Wesen betrifft. Züchter richten sich stattdessen nach Idealtypen. Der perfekte Labradoodle verkörpert den wuscheligen und sympathischen Teddylook. Ihr Fell ist beinahe glatt bis lockig, meist jedoch fällt es in flauschigen Wellen. Auch die Farbvarianten sind flexibel: Von schwarz-weißen Schecken über braun bis hin zu Creme- und Schneeweiß sind verschiedene Variationen möglich.

Auch die Größe des Labradoodles ist nicht festgelegt. Die Züchtungen begannen mit Königspudel und Labrador – zwangsläufig entstand dabei ein großer Hund. Stück für Stück wurden in die Folgegenerationen jedoch auch mittelgroße und Zwergpudel eingekreuzt. So entstanden auch kleinere, leichte Varianten des Labradoodle. Inzwischen haben sich Mini, Medium und Standard, also große Labradoodle, durchgesetzt.

Labradoodle Welpe
Labradoodle gibt es in verschiedenen Farben und Größen
© Shutterstock

Labradoodle: Charakter und Wesen

Wer zum ersten Mal einen Labradoodle sieht, der ist sofort von seinem freundlichen und fröhlichen Aussehen eingenommen. Und Doodle sehen nicht nur so aus – sie sind es auch. Sie sind in der Regel gut gelaunte, vierbeinige Freunde, mit denen man jede Menge Spaß haben kann.

Sie bringen die Verlässlichkeit des Labradors und die Souveränität des Pudels mit. Meist erweisen sie sich als überraschend wesensfest.

Außerdem sind sie intelligente, sportliche und lernwillige Tiere: Sie freuen sich also über Herausforderungen im Alltag – ob Hundesport, Tricks oder andere Beschäftigungen. Beim Pudel handelt es sich um eine ehemalige Jagdhunderasse. Der Labrador wird ursprünglich zum Apportieren als Forstbegleithund geführt. Dieser Ursprung als Arbeitshund kommt auch im Labradoodle zum Vorschein. Die Fellnase bringt ihre Qualitäten gerne ein und freut sich über dauerhafte Auslastung.

Haltung und Erziehung

Klug, aufmerksam und unkompliziert – der Labradoodle ist ein Musterbeispiel an Lernfreude. Die Hundeerziehung ist bei ihm eine herrlich dankbare Aufgabe. Allerdings sollten Sie dauerhaft am Ball bleiben. Merkt der Doodle, dass die Zügel gelockert werden, testet er seine Grenzen gerne mal neu. Ein aufmerksamer Hund erfordert eben auch ein aufmerksames Herrchen. Ist das gegeben, finden Hundefreunde in diesem charmanten Vierbeiner einen Freund zum Pferdestehlen.

Ein Freund für alle Fälle

Der anpassungsfähige Doodle macht beinahe alles mit – und verliert dabei nie seine gute Laune. Ob beim entspannten Stadtbummel oder beim Ausritt mit Pferd. Ob beim Kuscheln mit dem Rudel oder beim Hundesport. Der Doodle ist ein richtig guter Freund, der bereitwillig alles mitmacht. Flexibilität ist einer seiner großen Qualitäten. Deshalb können die kleinen Labradoodle, Mini und Medium, beispielsweise auch gut in einer Stadtwohnung leben. Natürlich sollten sie entsprechend viel Auslauf bekommen. Auch als Familienhund eignet sich das freundliche Tier sehr gut.

Labradoodle liegt
Der anpassungsfähige Labradoodle ist ein treuer Begleiter für Hundehalter aller Art
© Shutterstock

Gesundheit und Pflege

Obwohl Labradoodle so herrlich wuschelig sind, ist ihr Fell vergleichsweise pflegeleicht. Der Pudel erwartet mit seinem Lockenschopf tägliche Striegeleinheiten. Auch der Labrador muss im Fellwechsel mehrmals am Tag gekämmt werden. Beim Doodle hingegen reicht gelegentliches Kämmen aus. Allerdings sei gesagt, dass die Intensität der Fellpflege von dessen Beschaffenheit abhängt. Doodle haben fast glattes, gewelltes oder lockiges Fell. Letzteres will häufiger gekämmt werden als beinahe glattes. Im Sommer freut sich der Labradoodle außerdem über einen flotten Kurzhaarschnitt.

Labradoodle und Krankheiten

Generell gelten Mischlinge als weniger anfällig für Erbkrankheiten als Rassehunde. Auch beim Labradoodle kreuzen die Züchter im Idealfall das Beste aus zwei Rassen und Familien. Somit erweist sich der flauschige Vierbeiner meist als robustes Kerlchen. Dennoch bringen auch sie die Prädispositionen ihrer reinrassigen Eltern mit. Zu den gesundheitlichen Gefahren bei Labradoodles gehören:

  • Hüftgelenkdysplasie (bei großen Labradoodles)
  • Ellenbogendysplasie (bei kleinen Labradoodles)
  • die Augenkrankheit Progressive Retinaatrophie (bei allen Labradoodles)
Labradoodle rennt
Besonders große Labradoodle sind anfällig für Hüft-und Ellenbogendysplasien
© Shutterstock

Labradoodle Welpen kaufen

Labradoodle sind nicht vom Verband des Deutschen Hundewesens (VDH) anerkannt. Deshalb verfügen Labradoodle Welpen niemals über Zuchtpapiere wie üblich. Um einen seriösen Züchter zu finden, machen Sie sich for Ort einen Eindruck. Das Umfeld des Muttertieres sollte sauber, aufgeräumt und einen liebevoll gepflegten Eindruck machen.

Lassen Sie sich auch die Papiere und Zuchterlaubnis der Elterntiere zeigen.

Unsere Empfehlung: Labradoodle in Not – auch in Tierheimen schauen!

Obwohl Labradoodle so süß und umgänglich sind, landen auch sie immer wieder in Tierheimen oder Auffangstationen. Gerade, weil es so viele unseriöse Züchter gibt, können die Doodle die großen Versprechen oft nicht halten. Wer sich also einen bezaubernden Hund im Teddybären-Look anschaffen möchte, kann nebenbei auch noch etwas Gutes tun. Suchen Sie lokale Tierheime auf oder fragen Sie bei Tiervermittlungen nach. Ansonsten: Wählen Sie den Züchter mit Bedacht!

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