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Der beste Freund des Jägers: Alles über den Jagdhund

Jagdhund und Jäger advice
© Shutterstock

Jagdhunderassen gibt es für verschiedene Geländearten: Neben der Verwendung im Wald, Wasser und unter der Erde, ist auch der Gebrauch im Feld häufig. Dabei hat jede Rasse einen eigenen Spezialbereich beim Jagen.

von Nina Brandtner

Das Wichtigste in Kürze

  • Jagdhunde sind für Anfänger wenig zu empfehlen
  • Eine Jagdhundeausbildung erfolgt rassespezifisch
  • Beim Jagdhund liegt die Lebenserwartung bei 8 bis 15 Jahren
  • Jagdhunde erreichen verschiedene Größen

Die Bedeutung des Wortes Jagdhund

Ein Jagdhund wird als Schießhund bezeichnet. Das Tier ist ein Helfer beim Jagen. Dafür ist der Vierbeiner speziell trainiert. Es gibt eine Vielzahl an Hundearten, die sich für die Jagd eignen.

Diese Arten von Schießhunden gibt es

Die Jagdhunde unterteilen sich in sechs Klassen. Zu diesen zählen Vorsteh-, Stöber-, Erd-, Schweiß-, Apportier- sowie jagende Hunde. Ein Vorstehhund weist den Jäger auf Wild hin. Der Stöberhund sucht selbstständig nach Wild und treibt dieses zum Jäger. Ein Schweißhund hat die Aufgabe, verletztes Wild zu finden und zum Jäger zu bringen. Erdhunde jagen Wild in einem Bau. Apportierhunde sind dazu ausgebildet, geschossenes Wild zum Jäger zu apportieren. Als Grundtyp der Schießhunde gilt der jagende Hund.

Exkurs: Jagdhunde im Kreuzworträtsel sind häufig gesucht. Ein Tier mit drei Buchstaben ist der Fox. Suchen Sie einen Schießhund mit 14 Zeichen, ist es der English Pointer. Mit 13 Buchstaben gibt es den Cockerspaniel und den Rauhaardackel. Sechs Zeichen weisen die Bracke, der Saluki, Setter, Teckel, Beagle und Basset auf.

Die beliebtesten Jagdhunderassen

Jagende Vierbeiner sind für erfahrene Halter ideal. Besonders beliebt in Deutschland sind Vorsteh-, Apportier- und Schweißhunde. Diese kommen meist im Wald zum Einsatz.

Zu den beliebtesten Hunderassen gehören:

Rasse

Jagdhunde Abkürzungen

Deutsch Kurzhaar

DK

Weimaraner

W

Großer Münsterländer

GM

Magyar Vizsla

UV

Deutsche Bracke

Dbr

Beagle

Be

Foxterrier

FxT

Kurzhaardackel

KT


Jagdhunde in Grau und Braun sind beliebt. Zu den bekanntesten Begleitern dieser Art zählen:

  • Labrador-Retriever, den die Besitzer als Apportierhund einsetzen
  • Dackel, der ein guter Schweißhund ist
  • Weimaraner, der ein Vorstehhund ist
  • Deutscher Jagdterrier, der als Erdhund eingesetzt wird

Jagdhunde – deshalb sind Bracken eine gute Wahl

Es existieren viele verschieden Subtypen unter den Bracken. Sie eignen sich für unterschiedliche Jagdarten. Bracken sind tolle Schweiß- und Begleithunde. Die Vierbeiner erreichen eine Höhe von 40 bis 53 cm. Je nach Größe kann die Fellnase bis zu 30 kg wiegen. Das Tier hat eine Lebenserwartung von durchschnittlich 14 Jahren.

Der Begleiter zeichnet sich durch eine feine Nase aus. Das spurensichere Haustier ist ein guter Familienhund. Die Wesensfestigkeit und Freundlichkeit des Tieres sind bemerkenswert.

Aufgrund des kurzen Fells ist die Bracke pflegeleicht. Planen Sie den Kauf eines Vertreters dieser Rasse, bedenken Sie die Bedürfnisse des Hundes: Bracken benötigen sehr viel Auslauf. Am besten sind stundenlange Spaziergänge mehrmals täglich.

Der Jagdhund BrackeBracken sind besonders gut als Schweiß- und Begleithunde geeignet© Shutterstock

Laiki – die russischen Jagdhunde

Laiki sind mittelgroße Hunde, die aus Russland stammen. Die Lebenserwartung der Tiere liegt bei zwölf Jahren. Diese Vierbeiner sind ausgeglichen, intelligent, selbstständig und aktiv. Das Fell der Jagdhunde ist mittellang und benötigt wenig Pflege.

Beim Jagen stöbert der Vierbeiner. Neben der Wildschweinjagd ist das Tier auch bei anderen Wildarten ideal. Laiki verfolgen lautlos. Sie beginnen erst zu bellen, wenn das Wild gefangen ist. Danach finden Sie leicht zur Beute.

Russischer LaikaEin toller Jagdhund: Der russische Laika© Shutterstock

Japanische Jagdhunde – die beliebtesten Begleiter

Der Shiba Inu ist eine bekannte Hunderasse in Deutschland. Diese Art zählt zu den Jagdhunden. Der eigenwillige und clownhafte Charakter des Tieres ist eine Besonderheit. Eingesetzt wird die Fellnase bei der Jagd auf Kleintiere.

Neben dem Shiba Inu gibt es weitere japanische Jagdhunde. Zu diesen gehören:

  • Kai Inu, der sich für die Hirsch-, Bären-, Wildschwein- und Kleintierjagd eignet
  • Kishu Inu, welcher für die Wildschweinjagd ideal ist
  • Ainu Inu, der aufgrund seines starken Jagdtriebs flexibel einzusetzen ist

Shiba Inus sind nicht nur witzig, sonder auch tolle Jagdhunde© Pixabay

Jagdhunde im Tierheim oder beim Züchter kaufen?

Retten Sie Jagdhunde in Not, indem Sie diese aus dem Tierheim holen. Sie haben außerdem die Möglichkeit, beim Züchter vorbeizuschauen. Jagdhunde-Welpen kaufen Sie am besten bei seriösen Anbietern. Dadurch haben Sie die Sicherheit, dass sich ein Tier altersgerecht entwickelt hat.

Planen Sie, einen Begleiter aus dem Tierheim zu retten, hat dieser meist Traumatisches erlebt. Diese Erfahrungen haben eine Auswirkung auf das Verhalten des Hundes. Deshalb benötigt ein solches Tier mehr Training. Dadurch wird das Selbstbewusstsein gestärkt.

Überlegen Sie sich gut, wo Sie Ihren Jagdhund kaufen. Grundsätzlich gibt es beim Züchter und im Tierheim wundervolle Fellnasen.

Jagdhunde kaufen – auf diese Weise finden Sie einen passenden Vierbeiner

Wollen Sie mit Ihrer Fellnase arbeiten, muss die Bindung stimmen. Durch eine gute Beziehung haben Sie mit dem Hund Erfolg beim Jagen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie mehrere Züchter besuchen und sich informieren, welcher Hund zu Ihnen passt.

Bei einem Besuch beim Anbieter bauen Sie eine Bindung zu den Tieren auf. Sie merken schnell, wenn Sie den passenden Begleiter gefunden haben. Am besten nehmen Sie sich bei der Auswahl Zeit.

Stellen Sie sicher, dass Ihr neues Familienmitglied gut aufwächst. Neben dem Zugang zu Wasser und Futter ist das Verhalten wichtig. Aktive und freundliche Tiere sind eine gute Wahl. Beobachten Sie das Muttertier und dessen Verhalten. Liebevolle Hündinnen signalisieren, dass alles in Ordnung ist.

Jagdhunde Vermittlung – so läuft sie ab

Jagdhunde suchen häufig ein Zuhause. Das liegt daran, dass die vierbeinigen Begleiter anspruchsvoll sind. Meist wird der Jagddrang von Haltern unterschätzt. Aus diesem Grund enden die Fellnasen oft im Tierheim.

Interessieren Sie sich für ein Haustier, findet ein Beratungsgespräch statt. Dieses Gespräch führt ein Mitarbeiter des Tierheims. Dabei sind wichtige Eckpunkte abzuklären. Zu diesen zählt insbesondere Ihre Lebenssituation.

Wichtige Fragen, die Sie möglicherweise gestellt bekommen, sind:

  • Leben Sie in einer Wohnung oder in einem Haus?
  • Besitzen Sie einen Garten?
  • Wie viele Stunden am Tag wäre das Tier alleine?
  • Haben Sie Erfahrungen mit Hunden?
  • Leben kleine Kinder in Ihrem Haushalt?
  • Haben Sie andere Haustiere?

Sind alle Fragen geklärt, füllen Sie eine Selbstauskunft aus. Auf diesem Papier tätigen Sie wichtige Angaben zu Ihrer Person.

Geben Sie die Auskunft ab und warten Sie auf eine Rückmeldung des Tierheims. Bekommen Sie eine Fellnase, kann eine Vorkontrolle anstehen. Bei dieser wird Ihre Wohnsituation begutachtet. In regelmäßigen Abständen kann es zu weiteren Kontrollen kommen. Diese dienen dazu, sicherzustellen, dass es Ihrem Begleiter gut geht.

Jagdhunde Shop – diesen Jagdhundebedarf benötigen Sie

Bevor Ihr neues Familienmitglied einzieht, besuchen Sie einen Jagdhunde Shop. In diesem finden Sie die passende Ausstattung. Neben Futter, Näpfen, Leinen und Geschirr gibt es auch Jagdzubehör.

Mit einer Pfeife rufen Sie Ihren Vierbeiner während der Jagd zurück. Geht Ihr Tier einmal verloren, gibt es Signalhalsbänder: Diese tragen Ihre Telefonnummer und Anschrift. Wird Ihr Hund gefunden, sind Sie sofort informiert. Ein Tracker ist eine gute Alternative zum personalisierten Halsband. Dadurch sehen Sie immer, wo Ihr Liebling gerade ist.

Zum Jagen empfehlen sich Signalwesten. Diese sind auffällig und vereinfachen das Aufspüren Ihres Vierbeiners. Es gibt spezielle Fährtenschuhe, die Ihnen das Finden des Hundes erleichtern. Dieses Zubehör hinterlässt einen speziellen Abdruck auf dem Boden. Ihre Fellnase finden Sie somit schnell.

Die beliebtesten Jagdhunde Namen

Haben Sie sich für Ihr neues Familienmitglied gerüstet? Dann überlegen Sie sich einen schönen Namen.

Zu den beliebtesten Hundenamen für Jagdhunde zählen:

Rüde

Hündin

Lux

Anka

Ajax

Aika

Max

Zita

Janko

Cora

Arko

Kaja

Jagdhundeschulen – weshalb ein Besuch empfehlenswert istWählen Sie am besten einen kurzen Namen. Dadurch kann Ihre Fellnase schneller reagieren, wenn Sie rufen.

In Deutschland gibt es viele Hundeschulen. Einige dieser Stätten bilden Jagdhunde aus. In einer Jagdhundeschule wird der Vierbeiner auf die Jagdhundeprüfung vorbereitet.

Zu Beginn erhält das Tier Übungen, um den Grundgehorsam zu festigen. Dabei lernt Ihr Hund das Beachten von einfachen Befehlen. Zu den leichten Kommandos gehören beispielsweise "Sitz!", "Platz!" und "Komm!". Anschließend werden das Apportieren und die Schussfestigkeit trainiert. Beim Apportieren bringt Ihr Liebling das erlegte oder verletzte Wild. Im Rahmen des Schussfestigkeits-Trainings erfährt Ihre Fellnase die Bedeutung des Geräuschs.

Jagdhunde auszubilden, erfordert viel Zeit und Geduld. Meist dauert es Jahre, bis Ihr Begleiter fit für die Jagdhunde-Prüfung ist.

Unsere Empfehlung: Veranlagung sowie Wesenseigenschaften sind bei der Jagdhunde-Wahl wichtig

Jagdhunde finden Sie mithilfe von Bildern leichter. Stöbern Sie und lesen Sie Charakter-Porträts durch. Ermitteln Sie, ob Ihr Wunschhund zu Ihnen passt. Beachten Sie Folgendes vor einer Entscheidung:

  • Finanzielle Stabilität ist notwendig
  • Die Zeit für das Tier ist vorhanden
  • Alle Familienmitglieder sind mit dem Hund einverstanden
  • Die Fellnase ist von Ihrem Vermieter erlaubt
  • Der Lebensraum ist für Ihren Begleiter ausreichend groß
  • Ein Jagdhund benötigt Disziplin sowie einen souveränen Halter