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Der Pomsky: Ein Hybridhund aus den USA erobert die Welt

Ein Husky-Pomeranian Mischling an der Leine

Sieht ein wenig aus wie ein Husky im Kleinformat: Der Pomsky

© Shutterstock

Wer flauschige Hunde mag, wird den Pomsky lieben! Erfahren Sie alles Wichtige über den begehrten Mischlingshund mit dem faszinierenden Aussehen.

von Stephanie Klein

am 08.02.21, 16:06 aktualisiert

Pomeranian-Husky-Mix: Was ist ein Pomsky?

Bei einem Pomsky handelt es sich um einen Husky-Zwergspitz-Mischling. Der Huskarian – so eine weitere Bezeichnung – entstand in den USA. Vor einigen Jahren ist die Beliebtheit des Pomskys über den Großen Teich nach Europa geschwappt und wächst seitdem stetig.

Jetzt fragt sich so mancher: „Wie können sich ein Husky und ein Zwergspitz miteinander verpaaren?“ Fest steht: Diese beiden Vierbeiner sind aufgrund ihrer Größenunterschiede nicht in der Lage, sich auf natürliche Weise fortzupflanzen.

Daher erfolgt die Befruchtung in der ersten Generation auf künstlichem Wege. Dabei gilt eine wichtige Regel: Die Hündin ist immer ein Husky und der Rüde ein Zwergspitz.

Der Husky-Zwergspitz-Mischling: Ein Überraschungspaket

Ein Pomsky kombiniert im Idealfall das wolfsähnliche Aussehen eines Huskys mit dem umgänglichen Zwergspitz Charakter. Aber das ist nicht die Regel. Welche Gene bei dem Mischlingshund letztendlich dominieren werden, kann allerdings keiner voraussagen. Die Zucht des Pomskys gilt als umstritten. Wahrscheinlich entwickelte sie sich aus der Idee, einen süßen Designerhund oder eine „Light-Variante des Huskys“ zu kreieren.

Doch auch wenn der Knuddelfaktor kaum zu übertreffen ist – von zu schnellen Kaufentscheidungen ist wie bei allen Hunden abzuraten. Denn sowohl das Äußere als auch der Charakter sind vorher nicht absehbar. Der Begriff „Überraschungspaket“ trifft bei einem Pomsky voll und ganz zu!

Der Zwergspitz (Pomeranian)

Der Zwergspitz erreicht eine maximale Schulterhöhe von bis zu 22 cm und ist somit die kleinste Varietät unter den Spitzen. Dank seiner verspielten und umgänglichen Art ist er ein idealer Familienhund und Begleithund für Singles. Charakteristisch sind seine löwenartige Mähne und sein herzerwärmendes Lächeln.

Die Vorfahren des kleinen Fellknäuels waren Kleinspitze aus Pommern. Diese gelangten nach England und wurden dort noch einige Zentimeter kleiner gezüchtet. Als Hommage an ihre Heimat gaben Züchter ihnen den Namen „Pomeranians“.

Vater eines Pomskys ist immer ein Zwergspitz-Rüde
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Der Husky

Wie der Zwergspitz gehört auch der Husky der FCI-Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp an. Er erreicht eine Größe von bis zu 60 cm und ein Gewicht von bis zu 28 kg. Fans der nordischen Schlittenhunde sind von ihrem wolfsähnlichen Aussehen und ihren (teilweise) blauen Augen angetan.

Der Husky macht den Eindruck eines freiheitsliebenden Vierbeiners. Doch die ursprüngliche Hunderasse ist sehr anhänglich und kommt mit dem Alleinsein nicht gut zurecht. Hinzu kommt eine Extraportion Jagdtrieb, der bei Spaziergängen in der Natur zu berücksichtigen ist.

Der Husky ist das zweite Elterntier des Pomskys
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Pomsky: Größe und Farben

Eine Garantie für das Aussehen im Erwachsenenalter gibt es bei dem Pomsky nicht. Schließlich handelt es sich um keine etablierte Hunderasse mit eigenen Standards, sondern um einen Mischlingshund. Insbesondere bei der ersten und zweiten Zucht (F1 und F2) kommt es zu großen Unterschieden. Im Wurf sind demnach Pomskys, die im Erwachsenenalter klein wie die Zwergspitze, groß wie die Siberian Huskys oder mittelgroß sind.

Wie groß werden Pomskys?

Kreuzen Züchter Pomskys in Folgegenerationen untereinander, kommt allmählich Einheit ins Spiel. Die Pomskys aus dritter oder vierter Generation sind von der Größe her tendenziell mit Kleinspitzen (ca. 26 cm) oder Mittelspitzen (34 cm) zu vergleichen.

Welche Farben haben Pomskys?

Ohne eindeutigen Standard geht es auch mit den Fellfarben weiter. Die Farbenvielfalt reicht von

  • Braun,
  • Schwarz,
  • Grau,
  • Weiß
  • bis zum begehrten Apricot.

Pomsky: Augenfarbe

Viele Pomsky Züchter streben ein ganz besonderes Merkmal an: Die strahlend blauen Augen des Huskys. Allerdings kann der Miniatur-Husky nahezu alle Augenfarben – von einem dunklen Braun über Bernstein bis hin zu Grün – aufweisen. Darüber hinaus kommen auch verschiedenfarbige Augen (Odd-Eye) – wie sie bei einigen Huskys zu bestaunen sind – vor.

Pomsky: Charakter und Temperament

Stur wie ein Husky oder gehorsam wie ein Pomeranian? Das lässt sich vorher nicht sagen. Eine Sache wird der Pomsky aber mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit von seinen Eltern übernehmen: Ein aufgewecktes Wesen. Der Mini-Husky ist ein agiler und aktiver Vierbeiner, der seine Familie auf Trab hält. Bei guter Sozialisierung ist er zudem ein freundlicher und liebevoller Weggefährte.

Vor einer Adoption ist es empfehlenswert, sich mit dem Jagdtrieb auseinanderzusetzen. Denn der Mischlingshund kann die Freude an der Hatz von seinen Husky Vorfahren erben. Da sich das Wesen und Temperament erst im Erwachsenenalter voll und ganz entfaltet, ist eine gewisse Hundeerfahrung bei einem Pomsky von Vorteil.

Auf jeden Fall ein aufgewecktes Kerlchen: Der Pomsky
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Pomsky: Krankheiten und Lebenserwartung

Die Pomsky Zucht ist jung und hat dadurch noch keinen Hype erfahren. Das kommt dem derzeitigen Pomsky zugute. Im Gegensatz zu vielen beliebten reinrassigen Hunden wie Möpsen oder Chihuahuas ist der Huskarian nicht überzüchtet. Dennoch hat die Hybridhunderasse aufgrund ihrer Gene ein bestimmtes Risiko für folgende Erkrankungen:

Erfolgt bei einer Zucht keine vorige Gesundheitsprüfung der Elterntiere, kann der Nachwuchs im Laufe seines Lebens mit vererbbaren Krankheiten konfrontiert werden. Lassen Sie sich daher beim Züchter ein entsprechendes, vom Tierarzt bescheinigtes Dokument, beider Elterntiere vorlegen.

Pomsky: Lebenserwartung

Bei artgerechter Auslastung und Ernährung sowie guter Pflege beträgt die durchschnittliche Lebensdauer eines Pomskys 13-15 Jahre.

Pomsky: Pflege

Die Huskarians haben dichtes Fell mit Unterwolle. Daher überrascht es nicht, dass sie im Vergleich zu anderen Hunderassen viel haaren. Um sie von losem Fell zu befreien und in der Wohnung weniger Fellbüschel vorzufinden, kommt die Bürste häufig zum Einsatz.

Auch die Zahnpflege darf nicht vernachlässigt werden, da der Zwergspitz zu Zahnstein neigt. Neben einem gesunden Futter legen seine Menschen daher Wert auf regelmäßige Kontrollen und gegebenenfalls Zähneputzen.

Pflegeleicht hingegen sind die dreieckigen aufrechtstehenden Ohren, die für Hunde aus der Kategorie der Spitze typisch sind. Sie sind weniger anfällig für Infektionen als Schlappohren und bedürfen somit weniger Pflege.

Das dichte Fell des Pomskys braucht Pflege
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Wie viel Bewegung braucht ein Pomsky?

Die Vorfahren des Mini-Huskys waren Schlittenhunde, die kilometerlange Strecken bei eisigen Temperaturen zurücklegten. Das überdurchschnittlich hohe Laufbedürfnis wird mit dem weniger ausdauernden Zwergspitz etwas eingedämmt. Dennoch braucht ein Pomsky lange Spaziergänge und eine aktive Familie, mit der er viele Abenteuer in der Natur erleben kann.

Ebenso wichtig ist es, dem intelligenten Vierbeiner Abwechslung zu bieten. Ein gesunder und ausgewachsener Pomsky wird an Hundesportarten wie Agility, Dog Frisbee oder Dogdancing viel Freude haben.

Passt ein Pomsky zu mir?

Der flauschige Vierbeiner ist bei Menschen, die viel Zeit für ihn haben, bestens aufgehoben. Sowohl Zwergspitz als auch Husky sind anhängliche Hunderassen, die am liebsten ihren Menschen um sich haben. Darüber hinaus sind bei dem Überraschungspaket Kenntnisse in der Hundeerziehung von Vorteil.

Vorsicht ist geboten, wenn jemand nach einem bequemen Vierbeiner Ausschau hält. Der Pomsky kann zwar nicht mit dem agilen Schlittenhund mithalten, gehört aber dennoch zu den aktiven Hunderassen.

Zum Schluss ist auch der erhöhte Aufwand für die Fellpflege zu überdenken. Wenn der Familie routinemäßiges Bürsten nichts ausmacht und Fellbüschel kein Ärgernis darstellen, kann der quirlige Mischlingshund in sein neues Zuhause einziehen!

Pomsky-Preis: Wie viel kostet ein Pomsky?

Grundsätzlich können Pomskys zwischen 1500 und 3000 Euro kosten. Leider ist es in Deutschland schwierig, seriöse Züchter der Husky-Zwergspitz-Mischlinge zu finden. Überlegen Sie sich gut, wo Sie Ihren Welpen kaufen. Vergewissern Sie sich unbedingt, dass der Hund aus einer tierfreundlichen Umständen stammt, gesund ist und verantwortungsvoll großgezogen wurde.

Wamiz-Ratgeber: Seriöse Züchter finden

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