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Dorgi – kleiner Mix mit königlichem Charme

Dorgi – kleiner Mix mit königlichem Charme advice
© Instagram / shermie_the_dorgi

Beim Dorgi handelt es sich nicht etwa um einen Tippfehler, sondern um einen Mix, dessen Charme sogar die Queen von England erlegen ist. Lesen Sie hier alle wichtigen Infos rund um den Dorgi.

von Nina Brandtner

 

Der Dorgi in Kürze

So sieht der Dorgi aus

Wie bei allen Hybridrassen kann der Dorgi unterschiedliche Eigenschaften seiner Eltern erben. Es gibt keinen Standard. Dennoch können wir sagen, dass viele Dorgis um die zehn Kilogramm wiegen und einen länglichen Körperbau haben. Bei Kreuzungen mit kleineren Dackeln können sie leichtgewichtiger sein. Da Dackel Schlappohren haben, die Lauscher beim Welsh Corgi Pembroke aber aufrecht stehen, gibt es Dorgis mit beiden Ohr-Varianten. Da manche Corgis ohne Schwanz geboren werden, kann dies ebenfalls beim Dorgi vorkommen.

Das Fell des Dorgis

Dorgis gibt es in vielen verschiedenen Fellfarben. Ausgeschlossen sind Schwarz, Weiß und Merle.

Meist ist das kurze Dorgi-Fell stockhaarig, glatt und sehr dicht.

Handelt es sich bei einem Elternteil um einen Rauhaar- oder Langhaardackel, kann die Struktur des Haarkleids anders aussehen. Aufgrund des Corgi-Erbes haaren die meisten Dorgis ganzjährig. Wer den Vierbeiner alle zwei Tage gründlich durchbürstet, findet weniger Haarbüschel in der Wohnung. Gewöhnen Sie bereits den Welpen daran – so stärken Sie von klein auf die Bindung.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Typisch Dorgi? Der Charakter

Dackel und Corgis sind selbstbewusste Hunde, die sich durchzusetzen wissen. Auf diese Eigenschaften sollten Sie sich darum bei einem Dorgi gefasst machen. Der Dackel kann den Unterschied machen: Rauhaardackel gelten als eigenwillig, wohingegen Langhaardackel anhänglicher sein sollen. Dies kann den Dorgi-Charakter entsprechend beeinflussen. Fremden gegenüber sind die Vierbeiner freundlich bis reserviert, nicht ängstlich. Der Welsh Corgi Pembroke ist traditionell Hofhund und Viehtreiber und kann einige der zugehörigen Eigenschaften vererben. Dazu gehören lautes Bellen sowie emsiges Umrunden von Mensch und Tier, wobei manche gerne in die Hacken kneifen. Vom Dackel kann der Dorgi einen ausgeprägten Jagdtrieb erben. Nur mit intensiver Erziehung ist Freilauf möglich. Obwohl der Dorgi zu den kleinen Hunden zählt, ist eine gute Grundausbildung unverzichtbar. Anfänger sollten mit diesem Vierbeiner eine Hundeschule aufsuchen. Der Dorgi benötigt eine konsequente Führung. Auch wenn Sie diese leisten, gilt:

Dieser selbstbewusste Hund entscheidet im Zweifel gerne selbst, wo es langgeht.

Gehorsam um des Gehorsams willen ist ihm fremd. Er eignet sich nicht für Menschen, die sich einen unterordnungsbereiten Hund wünschen.

Der Dorgi und seine Gesundheit

Dorgis können sowohl von Dackel- als auch von Corgi-Seite aus zu bestimmten Krankheiten neigen. Hierzu zählt die degenerative Myelopathie, die bei manchen Corgis zu einer vollständigen Lähmung der Hinterläufe führt. Ebenfalls neigt der Corgi zur Von-Willebrand-Krankheit, die eine erhöhte Blutungsneigung mit sich bringt. Diese Mischlinge können eine Disposition für die Progressive Retina Atrophie (PRA) haben. Vom Dackel können die Vierbeiner die „Dackellähme“ erben. Darunter verstehen sich schmerzhafte Bandscheibenvorfälle, die aus der Kombination von langem Rücken mit kurzen Beinen resultieren. Aufgrund des langen Rückens, den der Dorgi von Dackel und Corgi erbt, eignet er sich kaum für hundesportliche Aktivitäten. Das ist insofern schade, als dass der Dorgi vom Wesen her ein erkundungsfreudiger Hund ist, der sich gerne bewegt. Je länger die Beine im Verhältnis zum Körper sind, desto mehr kann der Dorgi umhertoben.

Die Vierbeiner lieben es, mit ihren Menschen durch Wald und Flur zu streifen. Der Dorgi ist kein Hund für Stubenhocker!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Einen Dorgi kaufen

Einen Dorgi zu finden, ist keine einfache Aufgabe – zumindest, wenn Sie einen Vierbeiner aus seriöser Quelle suchen. Denn die Mix-Rasse ist von keinem der großen Dachverbände anerkannt. Vermeintliche Züchter entpuppen sich oft als wenig verantwortungsvoll. Gesundheitliche Vorsorge? Know-how rund um Genetik und Rassestandard? Fehlanzeige.

Alternativen gibt es im Tierschutz

Wer einen Mix sucht, macht sich darum besser auf den Weg in den Tierschutz und sucht dort nach einem erwachsenen Vierbeiner. Es gibt hier zahlreiche charmante Mischlinge, die auf neues Zuhause warten. In deutschen Tierheimen sind kleine Hunde wie der Dorgi teils Mangelware. Spätestens im ausländischen Tierschutz werden Sie fündig.

Wer einen Welpen möchte, kann entweder intensiv nach einem verantwortungsvollen Dorgi-Züchter suchen. Oder er orientiert sich an anerkannten Rassen. Neben dem Welsh Corgi Pembroke und dem Dackel kommen beispielsweise Welsh Corgi Cardigans in Frage.

„Designer Dogs“ – ein fragwürdiger Trend

Keine Frage: Mischlinge können liebenswürdige, kluge und hübsche Gefährten sein. Allerdings bleibt die Frage, warum über 200 Hunderassen nicht ausreichen, um einen passenden Gefährten zu finden? Designerdogs sind gezielte Verpaarungen zwischen zwei Rassen. Sie sollen die Vorteile der beiden Rassen miteinander verbinden.

Diese vermeintliche Exklusivität hat ihren Preis: Oft sind die Vierbeiner teurer als Hunde mit Papieren.

Gleichzeitig gibt es unter den „Anbietern“ solcher Hunde viele, die vor allem schnellen Gewinn machen möchten. Bei einem Designerdog können Laien kaum beurteilen, wie typgerecht die Elterntiere von Körper und Wesen her sind. Denn diese müssen keine Ankörung bestehen. Die Mixe sind nicht zwangsläufig gesünder als Rassehunde, können sie doch die rassespezifischen Erkrankungen beider Elterntiere erben. Ob Labradoodle oder Dorgi – es lohnt sich, den Trend um die Designerdogs zu hinterfragen.

Andere Designerhunde wie der Dorgi: