News :
wamiz-v3_1

Werbung

Hundehalter in Nürnberg: Das kostet Sie die Hundesteuer

Hundesteuer in Nürnberg advice
© Symbolbild Shutterstock

Nürnberg liegt im sonnigen Bayern. Die Hundesteuersatzung legt hier nicht das Bundesland fest, sondern jede Kommune selbst. Wie hoch sind die Abgaben für Fellnasen in Nürnberg? Und welche Details spielen bei der Höhe eine Rolle?

von Nina Brandtner

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Stadt Nürnberg entscheidet unabhängig vom Bundesland Bayern über die Höhe der Hundesteuer
  • Ausschlaggebend ist in erster Linie die Anzahl der im Haushalt lebenden Hunde
  • Die Hundesteuer ist in Nürnberg für Halter von Listenhunden besonders hoch

Wie hoch ist die Hundesteuer in Nürnberg?

Nürnberg gilt als die grüne Hauptstadt Bayerns und sollte somit auch ein Mekka für Hundehalter sein. Hund in Nürnberg sind zwar willkommen, die Besteuerung für Bello ist allerdings nicht gerade moderat. Die Hundesteuer in München ist verglichen mit Nürnberg knapp 30 Prozent geringer. Vor allem die Rasse macht einen entscheidenden Unterschied – nämlich bei sogenannten Listen- beziehungsweise Kampfhunden. Halter der betreffenden Rassen werden besonders hart zur Kasse gebeten.

  • Ersthund: 132 Euro pro Jahr
  • Listenhunde der Kategorie Eins: 1.056 Euro pro Jahr
  • Listenhunde der Kategorie Zwei: 264 Euro pro Jahr

Ausnahmen und Besonderheiten

Nicht für alle im schönen Nürnberg lebenden Vierbeiner gelten diese Steuersatzungen. Unter bestimmten Umständen lässt sich eine Steuerermäßigung oder eine Befreiung beantragen. Sämtliche offiziellen Gebrauchs-, Begleit- und Assistenzhunde sind von der Steuer befreit. Dazu gehören beispielsweise Polizei-, Blinden- oder Rettungshunde.

Hunden, die zur Begleitung von Jägern und Förstern dienen, steht bei entsprechender Ausbildung eine Steuerermäßigung zu.

Welche Hunde gelten als gefährliche Hunde und Listenhunde in Nürnberg?

Welche Rassen als Listenhunde gelten, entscheidet nicht die Stadt, sondern die Landesregierung des Freistaates Bayern. Diese stuft Hunde ihrer Gefährlichkeit entsprechend in zwei Kategorien ein: Kategorie Eins umfasst Rassen, deren Gefährlichkeit als unwiderlegbar gilt. Bei Hunderassen der zweiten Kategorie lässt sich die lediglich vermutete Gefährlichkeit widerlegen. Hierfür ist ein Wesenstest notwendig, den ein offizieller Gutachter durchführt. Besteht der Hund diesen, erhält er ein Negativzeugnis. Mit diesem lässt sich beim Amt eine erhebliche Steuerermäßigung erwirken. Listenhunde mit Negativzeugnis zahlen nicht mehr den erhöhten Steuersatz für Kampfhunde, sondern einen ermäßigten Satz. Statt 1.056 Euro pro Jahr sind nur noch 264 Euro fällig.

Kategorie Eins

Folgende Rassen fallen unter Kategorie Eins. Der Steuersatz liegt bei 1.056 Euro jährlich. Eine Ermäßigung durch Wesenstest und Negativzeugnis ist nicht möglich:

  • Pitbull Terrier und American Pitbull Terrier
  • Staffordshire Terrier und American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Tosa Inu
  • Bandog

Auch Kreuzungen dieser Rassen gelten als Listenhunde und werden entsprechend hoch besteuert.

Kategorie Zwei

Folgende Rassen fallen unter Kategorie Zwei. Bei bestandenem Wesenstest und Vorlage des Negativzeugnisses sinkt die Steuerlast signifikant. Statt 1.056 Euro zahlen Hundehalter nur noch 264 Euro.

  • Alano und American Bulldog
  • Bullterrier und Bullmastiff
  • Rottweiler
  • Cane Corso und Dogo Argentino
  • Mastiff und Mallorquin

Auch hier gelten für Kreuzungen der genannten Rassen dieselben Auflagen.

Hundesteuer in Nürnberg anmelden

Hundesteuer zahlen Menschen, die auf Nürnberger Land und im Stadtgebiet wohnen, für das halten eines Hundes oder Gruppen von Hunden. Hunde unter vier Monaten sind von der Steuer ausgenommen. Das Tier ist unverzüglich und ohne Aufforderung nach Anschaffung oder nach Zuzug zur Gemeinde anzumelden. Die maximale Frist beträgt 14 Tage. Vorzunehmen ist die Anmeldung wahlweise persönlich, schriftlich oder online. Anträge finden sich auf der Homepage des Nürnberger Bürgeramtes.

Hundesteuer in Nürnberg: Fälligkeit und Steuermarke

Nach der Anmeldung erhält der Halter einen Steuerbescheid und der Hund seine Steuermarke. Letztere ist dauerhaft am Halsband zu befestigen. Erstmals ist die Steuer einen Monat nach Zugang des Steuerbescheides fällig. Anschließend ist sie am 1. April jeden Jahres ohne weitere Aufforderung zu entrichten.

Unsere Empfehlung: Haftpflicht nicht vergessen!

Manchmal geht es mit den quirligen Vierbeinern einfach durch. Da schaut Frauchen fünf Minuten nicht hin und schon sind die teuren Lederschuhe zerkaut. Da rechnet Herrchen mit nichts Bösem und schon stürmt Fiffi los. Schließlich will ein vierbeiniger Freund auf der anderen Straßenseite überschwänglich begrüßt werden. Verkehrschaos inklusive ... Wer einen Hund hat, trägt die Verantwortung für alles, was der Kleine (oder Große) anstellt. Damit Sie auch auf Unvorhergesehenes bestens vorbereitet sind, ist eine Tierhalterhaftpflicht unbedingt zu empfehlen. Abhängig von der Rasse sind Sie schon für unter 100 Euro im Jahr auf der sicheren Seite.