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Düsseldorf: Hundesteuer liegt bei unter 100 Euro

Hund in Düsseldorf am Rheinufer advice
© Instagram @grainne_emma

Düsseldorf mag gemeinhin als teures Pflaster gelten. Doch für Hundehalter gilt das nicht: Die Höhe der Abgaben ist in der Landeshauptstadt vergleichsweise moderat. Ruhrgebietsmetropolen wie Essen oder Dortmund bitten Hundefreunde kräftiger zur Kasse.

von Tim Brinkhaus

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kosten für die Hundesteuer regelt die Hundesteuersatzung der Landeshauptstadt Düsseldorf.
  • Die Hundesteuer in Düsseldorf wurde 2018 und 2019 nicht erhöht.
  • Meist richtet sich die Höhe nach der Anzahl der im Haushalt lebenden Hunde.
  • Auch die Rasse ist unter Umständen ausschlaggebend.

Wie hoch ist die Hundesteuer in Düsseldorf?

Steuerpflichtig ist jeder Halter eines Hundes, der über vier Monate alt ist. In Düsseldorf richtet sich die Steuer vor allem nach der Anzahl der im Haushalt lebenden Hunde. Mit jedem Hund steigt der Steuersatz (pro Hund!) an. Für sogenannte Kampfhunde – also Rassen, die als gefährlich gelten – sind die Steuersätze erheblich höher. Auch hier richtet sich die Staffelung zusätzlich nach der Anzahl der im Haushalt lebenden Kampfhunde.

Allgemeine Steuersätze

Die allgemeinen Steuersätze gelten für Nicht-Kampfhunde.

  • Ersthund: 96 Euro pro Jahr
  • Zweithund: 150 Euro pro Jahr
  • Dritter und jeder weitere Hund: 180 Euro pro Jahr

Steuersätze für gefährliche Hunde und Hunde bestimmter Rassen

Diese speziellen Steuersätze gelten für Listenhunde in NRW.

  • Ein Kampfhund: 600 Euro pro Jahr
  • Zwei Kampfhunde: 900 Euro pro Jahr
  • Drei oder mehr Kampfhunde: 1.200 Euro pro Jahr
  • Ein Kampfhund und ein Nicht-Kampfhund: 750 Euro pro Jahr
  • Zwei oder mehr Kampfhunde mit zwei oder mehr Nicht-Kampfhunden: 1.050 Euro pro Jahr

Welche Hunde gelten in Düsseldorf als gefährliche Hunde und Hunde bestimmter Rassen?

Der Umgang mit Kampfhunden ist Ländersache und obliegt somit der Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Die Besteuerung der betreffenden Tiere wiederum ist Sache der Kommune. NRW teilt Listenhunde in zwei Kategorien auf: Die erste Kategorie umfasst Hunde bestimmter Rassen, denen eine grundsätzliche Gefährlichkeit unterstellt wird. Hunde der zweiten Kategorie sind im Einzelfall und rasseunabhängig zu testen. Folgende Rassen gelten in NRW und somit auch in Düsseldorf als grundsätzlich gefährlich:

  • Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Bullterrier
  • Kreuzungen der genannten Rassen untereinander

Außerdem können auch Hunde, die nicht zu den offiziellen Kampfhunderassen gehören, als gefährlich eingestuft werden. In diesem Fall prüft ein Gutachter das Wesen des Hundes auf seine Gefährlichkeit. Solche Einzelfallprüfungen erfolgen nur bei entsprechendem Anlass.

Eine Steuerermäßigung für die Haltung von Kampfhunden ist in Düsseldorf generell nicht vorgesehen. Auch ein positiver Wesenstest – das sogenannte Negativzeugnis – wirkt sich nicht auf die Höhe des Steuersatzes aus.

Anmeldung des Hundes zur Steuer

Die Anmeldung zur Steuer erfolgt beim Ordnungsamt in Düsseldorf. Hundehalter werden dort entweder persönlich vorstellig oder reichen online oder postalisch ihre Anträge ein. Die (Online-) Formulare finden sich auf der Homepage des Ordnungsamtes. Die Anmeldung hat innerhalb von 14 Tagen nach Anschaffung oder Zuzug zu erfolgen.

Fälligkeit und Hundesteuermarke

Der Hundehalter erhält den Steuerbescheid nach Anmeldung des Tieres zusammen mit der Marke. Anders als andernorts ist die Steuermarke in Düsseldorf ein Hundeleben lang gültig. Sie ist am Halsband des Hundes zu befestigen. Der Steuerbescheid wird vorbehaltlich Änderungen nur einmal versandt. Die Steuer wird einmal im Jahr fällig.

Befreiung und Ermäßigung

Blinden- und Assistenzhunde sowie Hunde, die im öffentlichen Dienst tätig sind, sind von der Steuer befreit. Für Polizeihunde fallen beispielsweise keine Steuern an. Von Ermäßigungen profitieren außerdem Inhaber/innen des Düsselpasses sowie Halter von Wachhunden auf landwirtschaftlichen Anwesen.

NRWs Spitzenreiter in Sachen Hundesteuer

Kaum zu glauben, aber wahr: Den traurigen Rekord in Sachen Hundesteuer in Nordrhein-Westfalen stellt das kleine Hagen auf. Hier kostet bereits der erste Hunde 180 Euro im Jahr – so viel wie der Dritthund in Düsseldorf.