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Essen in NRW: Für Hundehalter ein teures Pflaster

Skyline der Stadt Essen advice
© Shutterstock

In Essen einen Hund zu haben, ist ein tierisch teures Vergnügen. Die Ruhrgebietsmetropole rangiert unter den Top Ten der höchsten Hundesteuersätze in NRW auf Platz 7. Doch wie hoch sind die Kosten? Und sind Ermäßigungen möglich?

von Tim Brinkhaus

Das Wichtigste zur Hundesteuer der Stadt Essen:

  • In Essen regelt die Hundesteuersatzung die Höhe der Abgaben.
  • Die Hundesteuer in Essen wurde 2019 nicht erhöht.
  • Meist richtet sich die Höhe nach der Anzahl der im Haushalt lebenden Hunde.
  • Auch die Rasse ist unter Umständen ausschlaggebend.

Wie hoch ist die Hundesteuer in Essen?

Die Hundesteuer ist in Essen an das Stadtsteueramt zu entrichten. Als Steuerschuldner gilt immer der offizielle Halter, also der Besitzer des Tieres. Gerade Mehrhundehaltung schlägt in Essen zu Buche. Aber auch Halter von Kampfhunden müssen tief in die Tasche greifen. Hier ein Überblick über die Hundesteuersätze in Essen:

  • Ersthund: 156 Euro pro Jahr
  • Zweithund: 216 Euro pro Jahr
  • Dritter und jeder weitere Hund: 252 Euro pro Jahr
  • Gefährlicher Hund: 852 Euro pro Jahr
  • Gefährlicher Hund mit Negativzeugnis: 288 Euro pro Jahr

Welche Hunde gelten in Essen als gefährliche Hunde und Listenhunde?

Die Regelungen zu Kampfhunden ist Ländersache und obliegt somit auch in Essen der Landesregierung. Nordrhein-Westfalen unterteilt gefährliche Hund ein zwei Kategorien. Die erste Kategorie umfasst Hunde bestimmter Rassen, denen eine grundsätzliche Gefährlichkeit unterstellt wird. Hunde der zweiten Kategorie sind im Einzelfall und rasseunabhängig zu testen. Folgende Rassen gelten in NRW und somit auch in Essen als grundsätzlich gefährlich:

Für Rassen der ersten Kategorie fällt zunächst der höchste Hundesteuersatz von 852 Euro an. Halter haben jedoch die Möglichkeit, einen Wesenstest durchführen zu lassen und die Gefährlichkeit des Tieres zu widerlegen. Bei bestandenem Wesenstest stellt der Gutachter ein Negativzeugnis aus. Für den Hund gilt dann der ermäßigte Kampfhundesteuersatz von 288 Euro.

Außerdem können auch Hunde, die nicht zu den offiziellen Kampfhunderassen gehören, als gefährlich eingestuft werden. In diesem Fall prüft ein Gutachter das Wesen des Hundes auf seine Gefährlichkeit. Solche Einzelfallprüfungen erfolgen nur bei entsprechendem Anlass.

Stadt Essen: Hund anmelden

Innerhalb von zwei Wochen nach Aufnahme des Hundes in den Haushalt ist das Tier zur Steuer anzumelden. Dasselbe gilt im Falle eines Zuzugs nach Essen. Kommt ein Welpe ins Haus, hat die Anmeldung spätestens mit Erreichen des vierten Lebensmonats zu erfolgen. Die Anmeldung nimmt das Stadtsteueramt Essen vor. Sie kann telefonisch, schriftlich, online oder persönlich erfolgen. Formulare finden sich online auf der Homepage des Steueramtes im Downloadbereich.

Befreiung und Ermäßigung

Unter bestimmten Umständen lässt sich die Hundesteuer reduzieren oder ganz umgehen. So sind Blinden- und Assistenzhunde beispielsweise gänzlich von der Steuer befreit. Wer Hunde aus dem Tierheim adoptiert, braucht ebenfalls ein Jahr lang keine Steuern zu zahlen.

Ermäßigung der Hundesteuer in Essen für Hartz-IV-Empfänger

Des Weiteren freuen sich sozial Benachteiligte über eine satte Ermäßigung. Statt 159 Euro sind für den Ersthund nur noch 39 Euro fällig. Diese Steuersenkung gilt für jeden, der Grundsicherung oder Arbeitslosgengeld II, also Hartz IV, bezieht.

Fazit: Viel teurer wird’s nicht

Von allen Städten im Ruhrgebiet wird Essen steuerlich nur noch von Hagen getoppt. Mit 180 Euro für den ersten Hund ist Hagen Spitzenreiter in ganz NRW.