News :
wamiz-v3_1

Werbung

Japanische Hunderassen – von Hachiko und seinen Gefährten

Shiba Inu advice
© Shutterstock

Spätesten seit dem Kinohit Hachiko sind japanische Hunderassen kein Geheimtipp mehr. Auch wir Deutschen begeistern uns für die exotischen Hunde. Ob Shiba Inu, Akita oder Japan Chin – die Vierbeiner aus dem Land der aufgehenden Sonne haben ihren ganz eigenen Charme. Und ihren eigenen Kopf!

von Nina Brandtner

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die meisten Hunde aus Japan gehören zur Familie der Spitze
  • Viele Rassen zeichnen sich durch einen starken eigenen Willen aus
  • In Japan zählt der Shiba Inu zu den beliebtesten Rassen

Eine große Familie

Wer sich mit Hunderassen aus Japan beschäftigt, stellt schnell fest, dass die meisten eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen. Das liegt daran, dass die meisten japanischen Hunde dem asiatischen Spitz zuzuordnen sind. Deshalb weist auch ein Großteil der Vertreter die rassetypischen Ähnlichkeiten auf: ein spitzes Gesicht mit hohen Wangenknochen, schmale Augen, eine stark gebogene Rute und Stockhaar. Ein Chow Chow ist entgegen mancher Meinung übrigens eine chinesische Rasse und auch der American Akita wird hier nicht aufgezählt.

Fast alle Hunde aus Japan tragen in ihrer Rassebezeichnung den Zusatz Inu. Die Bedeutung dieses kleinen Wörtchens liegt auf der Hand: Inu bedeutet Hund.

Große Hunderassen aus Japan

Hier ein Überblick über die beliebtesten großen Hunde aus Japan:

Akita Inu

Das Haupterkennungsmerkmal des Akita Inu ist sein fuchsrotes Stockhaar, kombiniert mit weißen Schecken. Auch die charmante, geringelte Rute trägt zu seinem markanten Erscheinungsbild bei. Charakterlich zeichnet er sich durch sein eigenständiges und gelassenes Wesen aus. Ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Allerdings hat er durchaus seinen ganz eigenen Kopf! Bei seinem Menschen testet er die Grenzen immer wieder neu aus. Ein Anfängerhund ist diese Rasse jedenfalls nicht.

Akita Inu© Shutterstock

Hokkaido

Rein optisch hat der Hokkaido auf den ersten Blick große Ähnlichkeit mit dem Akita Inu. Beide sind enge Verwandte, auch er erstrahlt in den Farben rot und weiß. Er ist jedoch ein wenig kleiner, das Haar hat weniger Unterwolle. Sein Wesen ist unerschrocken und würdevoll. Weil er eine gute Konzentrationsfähigkeit besitzt, übernimmt er gern verantwortungsvolle Aufgaben.

Übrigens: Hund und Kürbis tragen nur deshalb denselben Namen, weil beide von der gleichnamigen Insel stammen.

Hokkaido© Shutterstock

Mittelgroße Hunde aus Japan

Hier ein Überblick über die beliebtesten mittelgroßen Hunde aus Japan:

Shiba Inu

Der Shiba Inu (japanische Bezeichnung für Hund) ist in Japan die beliebteste Hunderasse. Auch er ist eine treue Seele und seinem Frauchen oder Herrchen voll und ganz ergeben. Außerdem ist er mutig, scharfsinnig und verfügt über ein beträchtliches Selbstbewusstsein. Mit 35 bis 43 Zentimetern Widerristhöhe zählt er schon fast zu den kleinen Hunden. Optisch erinnert er an eine Miniaturausgabe des Akita.

Shiba Inu© Shutterstock

Kishu Inu

Verglichen mit vielen seiner Brüder aus der Japan-Spitz-Familie lässt sich der Kishu leichter erziehen. Seine Fügsamkeit kombiniert mit seiner Treue machen ihn zu einem wunderbaren Freund. Weil er sehr intelligent und gelehrig ist, lernt er gern dazu und hat Freude an neuen Aufgaben. Das heißt aber auch, dass er Beschäftigung braucht. Er wiegt um die 30 Kilogramm und weist helles bis schlohweißes Fell auf.

Kishu Inu© Shutterstock

Kleine Hunde aus Japan

Hier ein Überblick über die beliebtesten kleinen, fremde Hunde aus Japan

Japan Chin

Der Japan Chin hat starke Ähnlichkeit mit dem chinesischen Pekinesen. Sein langes Haar reicht ihm bis auf den Boden – und er trägt es stolz und mit Würde. Als liebevoller und loyaler Begleiter braucht er viel Aufmerksamkeit und Nähe. Aufgrund seiner Intelligenz und Eigenständigkeit will er beschäftigt werden.

Japan Chin© Shutterstock

Japanischer Spitz

Der japanische Spitz sieht seinem europäischen Bruder sehr ähnlich, ist jedoch etwas höher gewachsen. Außerdem hat er weniger Unterwolle. Er zeichnet sich durch seinen Willen zum Gehorsam aus. Auch seine verspielte Art bereitet viel Freude. Allerdings ist er ein echter Wachhund – bei Langeweile vertreibt er gern auch mal nicht vorhandene Eindringlinge mit durchdringendem Gebell und beschützt im Haushalt lebende Rudelmitglieder.

Japanischer Spitz© Pixabay

Unser Fazit: Japaner sind eigensinnig und nichts für Anfänger!

Japanische Hunde haben definitiv ihren Reiz – nicht nur wegen ihres speziellen Aussehens. Dennoch ist etwas Vorsicht geboten, oder zumindest Respekt. Die meisten Rassen sind nicht als Anfängerhunde geeignet, weil sie ihren eigenen Kopf haben. Für den Menschen bedeutet das, dass er seinem Hund immer wieder seine Grenzen aufzeigen muss. Neben Konsequenz ist auch Erfahrung in der Hundeerziehung sehr hilfreich. Dafür sind die meisten Rassen jedoch äußerst loyale und treue Seelen – eben genau wie Hachiko!