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Bernedoodle – Ein sympathischer Wuschelhund für die ganze Familie

Bernedoodle advice © Shutterstock

Wer sich nicht zwischen dem gutmütigen Berner Sennenhund und einem Pudel entscheiden kann, könnte Gefallen an diesem Designer Dog finden: dem Bernedoodle. Wir stellen den außergewöhnlichen Mischling vor.

von Carina Petermann

Der Bernedoodle in Kürze

  • Der Bernedoodle ist ein Mix aus einem reinrassigen Berner Sennenhund und einem Pudel
  • Diesen Designer Dog gibt es wie Pudel in unterschiedlichen Größen von klein bis groß
  • Da Berner Sennenhunde haaren, kann auch ein Bernedoodle Haare verlieren
  • In Deutschland sind gezielte Kreuzungen dieser beiden Rassen selten

Aussehen des Bernedoodles

Wie für alle Designer Dogs gilt beim Bernedoodle: Es gibt keinen Standard. Er kann optisch zum Pudel oder zum Berner Sennenhund neigen oder eine gelungene Mischung von beiden sein. In der Regel sind die Hunde hübsche Wuschelköpfe, die oft durch die typischen Sennenhund-Farben auffallen. Sind sie Nachkommen aus der Verpaarung mit einem Großpudel und einem Berner Sennehund, erreichen sie meist über 60 Zentimeter Schulterhöhe. Waren die Pudelvorgänger Klein-, Zwerg- oder Toypudel, sind die Nachkommen entsprechend kleiner. Der Bernedoodle ist zierlicher als der robuste und schwere Berner Sennenhund.

Bernedoodle: Temperament und Charakter

Der Berner Sennenhund ist ein gutmütiger, furchtloser und aufmerksamer Vierbeiner. In der Jugend ist er lebhaft, im Erwachsenenalter deutlich gemächlicher als ein Pudel. Pudel sind überaus klug, manche von ihnen zeigen Jagdtrieb. Sie sind, sportlich, gerne viel unterwegs und brauchen viel Beschäftigung. Ein Bernedoodle kann Eigenschaften beider Rassen in sich vereinen. Welcher Mix dabei herauskommt, ist nicht absehbar. Diese Hybridhunde lernen dank Pudel-Genen oft schneller als Berner Sennenhunde und sind im Idealfall genauso gutmütig. Genaue Voraussagen lassen sich nicht machen.

Das Wesen des Bernedoodles abschätzen

Wer einen Bernedoodle einziehen lassen möchte, sollte vor allem auf die Elterntiere und die Umgebung der Welpen achten.

Sind die Eltern gelassen, freundlich und gut gepflegt? Wachsen die Welpen beim Züchter mit engem Anschluss an die Zweibeiner auf? Nur dann sollten Sie in Erwägung ziehen, hier Ihren neuen tierischen Mitbewohner zu kaufen. Denn die Kinder erben Charaktermerkmale ihrer Eltern und schauen sich viel von ihrer Mutter ab. Ein verantwortungsvoller Bernedoodle Züchter achtet auf eine ausgiebige Prägung und Sozialisierung. So kommt der Bernedoodle später gut mit Artgenossen und Alltagssituationen zurecht.

Bernedoodle
Schnelle Lerner und gutmütige Familiemitglieder: Bernedoodles© Shutterstock

Ist der Bernedoodle ein gesunder Designer Dog?

Pudel neigen zu Augenerkrankungen, Berner Sennenhunde zu Mastzellentumoren. Viele Berner Sennenhunde erreichen darum nur ein Alter von rund sechs Jahren. Wie ist es aber um die Gesundheit des Bernedoodles bestellt? Leider trifft nicht zu, dass Mischlinge automatisch gesünder sind.

Möglich, dass der Bernedoodle weder zu Augenerkrankungen noch zu Tumoren neigt. Ebenso gut ist jedoch möglich, dass er zu beidem neigt. Denn er trägt die gesundheitlichen Dispositionen beider Rassen in sich. Seriöse Pudel- und Berner-Sennenhund-Züchter organisieren sich in Vereinen und prüfen die Gesundheit ihrer Zuchttiere auf Herz und Nieren. So können sie das Risiko für Krankheiten minimieren.

Bernedoodle-Verkäufer sind nicht aufgrund von Vereinsrichtlinien hierzu verpflichtet. Größere Bernedoodle können zudem eine Disposition für Hüftdysplasien mit sich bringen. Durch den Mix aus unterschiedlichen Felltypen können diese Pudel-Mischlinge zu Haut- und Fellproblemen neigen. Einen Bernedoodle-Welpen sollten Sie nur kaufen, wenn der jeweilige Züchter kompetent über die möglichen Krankheiten informiert und seine Vorsorge transparent aufzeigt.

Das Fell des Bernedoodles

Der Pudel haart im Gegensatz zum Berner Sennenhund nicht. Wie lockig und lang das Fell eines Bernedoodles wird, lässt sich nicht vorhersagen. Eben so wenig, ob es ausfallen wird oder der Vierbeiner eine regelmäßige Schur wie der Pudel benötigt.

Je glatter das Fell, desto mehr Haare wird der Hund verlieren.

Der Pflegeaufwand kann je nach Fellstruktur recht hoch sein, denn in dem gelockten und längeren Haarkleid verfängt sich jedes Blättchen. Außerdem neigt der Vierbeiner zum Verfilzen. Wer das Fell lang wachsen lassen möchte, muss alle paar Tage zur Bürste greifen. Alle anderen besuchen mit dem Vierbeiner im Abstand von acht bis zwölf Wochen einen Hundefriseur. Natürlich ist es möglich, den Bernedoodle selbst zu scheren. Lassen Sie sich dies von einem Profi zeigen und investieren Sie in eine hochwertige Schermaschine.

Besonderes Augenmerk sollten Sie auf die Ohren Ihres Bernedoodle legen. Im Gehörgang der Schlappohren wachsen bei vielen dieser Hunde regelrechte Haarbüschel. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt darüber, ob das Ausrupfen der Haare notwendig ist. Denn viele Bernedoodle neigen zu Ohrenentzündungen. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt ebenfalls zeigen, wie die Ohren des Bernedoodles zu reinigen sind.

Einen Bernedoodle kaufen oder adoptieren

In Deutschland finden Sie einen Bernedoodle sowie andere Hybridhunde vor allem in Kleinanzeigen. Wenn Sie Interesse an einem Welpen haben, lernen Sie die Züchter und Welpen in ihrem Zuhause kennen. Der Welpe sollte erst ab der neunten Lebenswoche und mit Mikrochip sowie erster Impfung samt Heimtierausweis bei Ihnen einziehen.

Bernedoodle Welpe
Achten Sie bei der Auswahl des Bernedoodle-Welpen unbedingt auf eine gute „Kinderstube”© Shutterstock

Mit etwas Glück stoßen Sie im Tierschutz vor Ort auf Ihren Wunschhund. Vielleicht ist dies kein Bernedoodle, sondern ein anderer charmanter Mix, dem der Einfluss von Pudeln oder Berner Sennenhunden anzusehen ist. Sie werden im Tierschutz nicht fündig? Im Folgenden erklären wir, warum reinrassige Tiere eine tierisch gute Alternative sein können.

Der Bernedoodle und der Hybrid-Hype

Keine Frage: Bernedoodle sind hübsch anzuschauen und in vielen Fällen attraktive und liebenswürdige Hunde. Allerdings gibt es Hunderte von etablierten Rassen – braucht es weitere Hunderte Designer Dogs? Zu den großen Nachteilen dieser Vierbeiner gehört die unkontrollierte Zucht. Sind die Elterntiere besonders typvoll, gesund und von passendem Wesen? In einer seriösen Zucht prüfen Vereine dies, Züchter bilden sich fort und besuchen Ausstellungen und lassen Hunde vor der Zucht ankören. Dies nicht nur aus Prestige-Gründen, sondern um zum Wesen und der Gesunderhaltung der Rasse beizutragen.

Bei einem Hybrid-Hund wie dem Bernedoodle entfällt dies. Pudel-Mixe sollen die positiven Eigenschaften des zu Unrecht mit einem Oma-Image belegten Pudel weitergeben. Designer Dogs gelten als hübsch und modern.

Tatsächlich steckt dahinter kein „Design“, sondern vor allem Zufall.

Zufall, für den die Käufer oft so viel Geld zahlen wie für einen Hund aus seriöser Zucht. Ein schneller Gewinn für manche Verkäufer, die wahllos die x-te moderne „Doodle-Rasse“ aus dem Hut zaubern.

Wenn Sie sich in den Bernedoodle-Look verliebt haben, schauen Sie, ob eine bereits bestehende Rasse für Sie nicht ebenso in Frage kommt. Wir empfehlen beispielsweise einen Pudel in moderner Sport-Schur mit längerem Fell. Ebenfalls eignen sich unter anderem der sportliche Katalanische Schäferhund, der nicht haarende Barbet oder andere Wasserhunde wie der Spanische Wasserhund.

Andere Designerhunde wie der Bernedoodle: