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Vegetarisches Hundefutter: Gesunde Alternative oder Tierquälerei?

Vegetarisches Hundefutter advice

Hunde sind Carni-Omnivoren, denn sie fressen sowohl Fleisch als auch Pflanzenkost

© Shutterstock

Der vegetarische Lebensstil liegt im Trend. Aber ist es möglich, auch den geliebten Vierbeiner ausschließlich mit fleischloser Kost zu ernähren? Was landet bei der vegetarischen Ernährung im Hundenapf und welche Nachteil hat diese Ernährungsform für den Hund? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zu vegetarischem Hundefutter für Sie zusammengefasst.

von Kristin Barling

Am 10.09.20, 16:09 veröffentlicht

Vegetarisches Hundefutter liegt im Trend

Die Frage, welches Hundefutter das richtige für den Vierbeiner ist, stellt sich jeder Hundehalter. Dabei hat auch die Ernährung des Menschen wesentliche Auswirkungen auf die Trends in der Hundeernährung. Immer mehr Menschen ernähren sich vegetarisch und möchten daher auch ihre Haustiere ohne Fleisch ernähren. Mittlerweile geht man davon aus, dass sich allein in Deutschland mehr als 6,5 Millionen Menschen fleischlos ernähren – Tendenz steigend. Gründe für die vegetarische Ernährung gibt es viele: vom Tierschutz über gesundheitliche Gründe bis hin zu ökologischen Faktoren.

Hund vegeratisch ernähren: gründe

Nicht alles, was für Menschen gut ist, tut auch dem Hund gut. Daher sollte man sich intensiv mit der Frage auseinandersetzen, welche Ernährung für den Hund gesund ist. Ein Grund, warum viele Hundebesitzer kein herkömmliches Hundefutter mehr kaufen möchten, ist die mangelnde Transparenz hinsichtlich der Herkunft des Fleisches. Nur wenige Hersteller machen genaue Angaben zu Herkunft und Qualität des verarbeiteten Fleisches.

Auch Schlachtabfälle landen häufig im Hundenapf, ebenso wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe und weitere Zusatzstoffe, die dem Hund schaden könnten. Wer verhindern möchte, dass der Hund schlechte Fleischqualität bekommt, entscheidet sich für hochwertiges Futter in Lebensmittelqualität, für das Barfen mit selbst gekauftem Frischfleisch oder für eine vegetarische oder vegane Ernährung des Hundes.

Sind Hunde Fleischfresser oder Allesfresser?

Immer wieder wird diskutiert, ob der Hund vom Wolf abstammt und ob es sich bei Hunden um Karnivoren oder Omnivoren handelt. Während Karnivoren sich primär von Fleisch ernähren, sind Omnivoren Allesfresser, die auch pflanzliche Nahrung verdauen und verwerten können.

Hunde werden häufig als Carni-Omnivoren bezeichnet, also Allesfresser, die sich zwar hauptsächlich von Fleisch ernähren, aber auch pflanzliche Kost fressen. Darin unterscheiden sich Hunde übrigens immens von der Hauskatze, die ein klassischer Karnivore ist.

Ist eine vegetarische Hundeernährung artgerecht?

Hunde können also beides fressen: Fleisch und vegetarisches Futter. Aber ist es artgerecht, den Hund ausschließlich mit vegetarischen Lebensmitteln zu füttern?

Der Hund benötigt für eine ausgewogene Ernährung lebenswichtige Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente. Ob er diese aus fleischlicher Nahrung oder aus vegetarischem Futter erhält, ist grundsätzlich egal.

Allerdings ist es genau wie beim Menschen schwieriger, den Nährstoffbedarf nur über vegetarische Nahrung abzudecken, denn pflanzliche Proteine sind für Hunde schlechter verdaulich. Damit es nicht zu Mangelerscheinungen kommt, muss man sich als Vegetarier genau mit den Nährstoffen der Kost beschäftigen, um einen vollwertigen Speiseplan für den Hund erstellen zu können.

Im Vergleich zu veganem Hundefutter hat der vegetarische Hund den Vorteil, dass er auch tierische Produkte wie Eier und Milchprodukte zu sich nehmen und daraus wichtige Aminosäuren und tierische Fette sowie Calcium beziehen kann.

Welches vegetarische Futter ist für Hunde geeignet?

Vegetarisches Futter für den Hund kann aus verschiedenen Zutaten bestehen. Den Hauptanteil bieten nahrhafte und gesunde Gemüsesorten, die den Hund mit Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen versorgen.

Auch Obst kann auf dem Speiseplan eines vegetarisch ernährten Hundes stehen. Hinzu kommen tierische Produkte wie Eier und Milchprodukte, aber auch Getreidesorten oder Pseudogetreide.

Die vegetarische Ernährung für Hunde erfordert viel Übung und ist nichts für Anfänger

Wer sich entscheidet, den Hund fleischlos zu ernähren, kann sich an einen erfahrenen Ernährungsberater wenden. Außerdem sollte der Vierbeiner regelmäßig beim Tierarzt vorgestellt werden, um sicherzustellen, dass es nicht zu einer Mangelernährung kommt. Insbesondere bei Welpen in der Wachstumsphase ist wichtig, dass es an nichts fehlt.

Für Hunde geeignete vegetarische Lebensmittel

Den Hund vegetarisch barfen – geht das?

Barf ist eine Form der Rohfütterung. Das bedeutet jedoch nicht, dass man beliebige Nahrungsmittel roh an den Hund verfüttern kann. Im Gegenteil: Häufig ist beim Barfen nur das Fleisch roh, während Gemüse und Obst häufig sogar gekocht oder gedünstet werden, damit die pflanzlichen Lebensmittel besser verdaulich sind.

Eine Rohfütterung mit rohem Gemüse ist keineswegs als vollwertige vegetarische Ernährung für den Hund geeignet.

Eine Möglichkeit, dem Hund hin beim Barfen hin und wieder vegetarisches Futter zu geben, ist die Einführung eines vegetarischen Tages pro Woche. So wird der Fleischkonsum reduziert, ohne dass es zu falscher Ernährung und Mangelerscheinungen kommt.

Fazit: Hund vegetarisch ernähren – ja oder nein?

Ob eine streng vegetarische Ernährung für Hunde gesund oder sogar schädlich ist, ist umstritten. Auch aus den bisherigen Studien geht noch kein eindeutiges Ergebnis hervor, denn der Trend zum Vegetarismus bei Hunden ist noch relativ neu.

Jeder Hundebesitzer muss daher selbst entscheiden, wie er seinen Vierbeiner ernährt. Wichtig ist, dass das Futter hochwertig ist und den Nährstoffbedarf der Fellnase ausreichend deckt.

Sind ethische oder ökologische Gründe der Grund für die vegetarische Ernährung, lohnt es sich, über Alternativen zur vegetarischen Kost nachzudenken. Hochwertiges Hundefutter, Bio-Futter oder Barfen sind Möglichkeiten, die Herkunft und Qualität des Fleisches selbst zu kontrollieren und so zu einem verantwortlicheren Umgang mit Fleisch beizutragen.

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