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Darf ein Hund Milch trinken?

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© Shutterstock

Darf ein Hund Milch von der Kuh trinken, ja oder nein? Die Antwort lautet: ja. Allerdings nur in Maßen und sollten allergische Reaktionen auf bestimmte Zutaten der Milch auftreten, sollten Sie das Getränk nicht mehr geben.

von Carina Petermann

Kuhmilch enthält eine Vielzahl an unterschiedlichen Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten, Cholesterin, Vitaminen und Mineralien. Sie ist für Hunde keinesfalls giftig, aber können dennoch bestimmte Beschwerden verursachen, auf die wir später eingehen werden. Deshalb gilt wie auch beim Menschen: Milch nur in Maßen trinken!

In geringen Mengen ist Milch ein sicherer Genuss. Ein paar wenige Esslöffel Kuhmilch zu bestimmten Anlässen sind nichts Falsches in einer ausgewogenen Ernährung. Zu viel von dem weißen Getränk kann jedoch unerwünschte Nebenwirkungen haben wie akuter Durchfall und Erbrechen. Zu viel frischer oder homogenisierte Milch über eine zu lange Zeit kann darüber hinaus zu Übergewicht führen.

Dürfen Welpen Milch trinken?

Die Muttermilch ist nur den neugeborenen Welpen eine wichtige Nährstoffquelle. Welpen brauchen die Milch ihrer Mutter noch mehr als menschliche Babys. Die Hundemilch beinhaltet jedoch mehr Proteine und Kalorien als herkömmliche Kuhmilch und ist für den Welpen einfacher bekömmlich. Außerdem enthält Hundemilch eine Substanz namens Kolostrum, das das Immunsystem des Welpen stärkt. Neugeborene Welpen haben keine unerwünschten Reaktionen auf die Muttermilch, denn diese enthält weniger Laktose als Kuhmilch.

Warum ist Kuhmilch schlecht für Hunde?

Ein Hund bekommt mit einer ausgewogenen Hundeernährung alles, was er braucht. Ausgewachsene Hunde benötigen nicht mehr als das, was ihnen täglich im Fressnapf serviert wird. Hundefutter sollte stets abgestimmt die Größe des Hundes, seine Rasse und sein Geschlecht abgestimmt sein. Zusätzliches, oft überflüssiges Futter ist daher unnötig. Hinzu kommt, dass der Verzehr von für Menschen produzierten Lebensmittel - wie eben Kuhmilch - unerwünschte Folgen für den Hund nach sich ziehen kann.

Milchallergien

Milchprodukte wie Käse oder Joghurt beinhalten Eiweiße, die vermutlich allergische Reaktionen beim Hund auslösen. Leider füttern viele Herrchen und Frauchen diese Lebensmittel mit diesen Lebensmitteln als eine Art Belohnung.

Sollten Sie Ihrem Hund regelmäßig Kuhmilch geben und er dabei folgende Symptome zeigen, müssen Sie eine Milchallergie in Betracht ziehen:

  • Juckreiz an Ohren und Pfoten

  • Chronische oder wiederkehrende Entzündungen an Ohren und Haut

  • Erbrechen, Durchfall und starke Blähungen

Obwohl es Behandlungen für Allergien gibt, nachdem die Ursache bekannt ist, sind es vor allem die Entzündungen auf der Haut, die Haustierbesitzer beunruhigen sollten. Starkes Kratzen führt zu Entzündungen und weiteren Infektionen, die meistens nur mit Antibiotika behandelt werde können.

Laktose

Laktose ist Milchzucker. Damit Lebewesen, die keine Wiederkäuer sind, sie zu sich nehmen können, muss sie zunächst in ihre Einzelteile zerlegt werden. Hunde besitzen diese Fähigkeit jedoch nicht. Deshalb werden Hunde oft laktoseintolerant, denn der aufgenommene Milchzucker wird im Magen nicht verarbeitet und führt zu Entzündungen.

Viele Hunde gelten daher als laktoseintolerant. Hundehalter müssen sich dieser Tatsache bewusst werden, bevor sie Milchprodukte verfüttern. Käse und Joghurt sind meist leichter bekömmlich als Kuhmilch, doch beinhalten auch sie die problematische Laktose.


Folgende Symptome treten bei einer Laktoseintoleranz bei Hunden auf:

Sollte Ihr Hund unter einem oder mehreren Symptomen leiden, sollten Sie Alternativen zu Milch und Milchprodukten in Erwägung ziehen.

Fette

Fette sind sehr wichtig für Hunde. Sein Körper geht an die Fettreserven, noch bevor er Proteine und Kohlenhydrate zur Energie nutzt. Hunde ziehen doppelt so viel Energie als Fett als von den beiden anderen Makronährstoffen. Darüber hinaus braucht ein Hund Fett zum Leben, denn mehrere vitale Prozesse sind von der Verarbeitung von Fettsäuren abhängig.

In der Regel nimmt der Hund alle wichtigen Fette durch das Hundefutter auf. Wer es mit dem Füttern von Fetten übertreibt riskiert Übergewicht beim Hund. Diese wiederum kann zu einer ganzen Palette von anderen gesundheitlichen Beschwerden führen wie einer Bauchspeichelentzündung, Diabetes oder Gelenkentzündungen.

Zusammenfassung

  • Kuhmilch ist kein Gift für Hunde, jedoch stellt sie und andere Milchprodukten für Hunde mit Laktoseintoleranz ein Problem dar. Wer zu viel und zu oft Milch füttert, riskiert dadurch, dass der Hund an Gewicht zunimmt und gar übergewichtig wird.
  • Ziegenmilch mit einem geringeren Laktoseanteil ist eine Alternative.
  • Ungesüßte pflanzliche Milch wie Mandelmilch oder Sojamilch kann allergische Reaktionen hervorrufen.
  • Im Zweifel sollten Sie dem Hund keine Milch geben oder nur in ganz kleinen Mengen. Ein gut ernährter Hund hat bereits alle Nährstoffe und Mineralien im normalen Futter. Es gibt sinnvollere Alternativen zur Belohnung des Hundes als Milch.

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