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Gemüse für Hunde: Von A wie Aubergine bis Z wie Zwiebel

englische bulldogge mit tomaten salat und radieschen advice © Shutterstock

Zucchini, Spargel, Paprika und Gurken: Gesund oder giftig? Wenn es um Gemüse für Hunde geht, ist die Antwort nicht ganz eindeutig. Manche Gemüsesorten dürfen Hunde fressen, andere können ihnen selbst in geringen Mengen schwere gesundheitliche Schäden zufügen.

von Carina Petermann

Gemüse für Hunde in Kürze

  • Gemüse ist für den Hund eine willkommene und gesunde Ergänzung zu Fleisch.
  • Hochwertige Kohlenhydrate, Mineral- und Ballaststoffe sowie Spurenelemente und Vitamine fördern die Gesundheit des Tieres.
  • Als fett- und kalorienarmer Snack ist es jedem Leckerli vorzuziehen.
  • Nicht alle Sorten werden vom Hundemagen gleich gut vertragen.

Gemüse für den Hund: Was es beim Füttern zu beachten gilt

Grundsätzlich ist es ratsam, Gemüse in die Fütterung zu integrieren. Bieten Sie Ihrem Vierbeiner die gesunden Happen jedoch nicht einfach im Ganzen an. Im Gegensatz zu uns Menschen fehlt dem Hund nämlich ein bestimmtes körpereigenes Enzym. Dieses Enzym ist für die Aufspaltung der Zellwände zuständig, sodass der Organismus an die wichtigen Nährstoffe gelangt. Wenn der Hund beispielsweise eine knackige Möhre im Ganzen verspeist, nimmt sein Körper die Vitamine nicht auf. Schädlich ist das deswegen nicht – ein fettarmer Snack bleibt es trotzdem.

Roh oder gekocht verfuttert?

Füttern Sie Ihrem Hund Rohkost am besten immer als Brei. Durch das Pürieren werden die Zellwände zerstört. So können alle Nährstoffe vom Körper des Tieres aufgenommen werden. Für kranke Hunde oder bei Verdauungsbeschwerden ist gekochter Brei förderlicher. Grundsätzlich gilt: Roher Brei ist verdauungsfördernd, gekochtes Gemüse wirkt eher stopfend.

Reife Früchtchen und Fett

Achten Sie außerdem darauf, Ihrem Hund stets reife oder überreife Früchte zu füttern. Diese verarbeitet sein kurzer Verdauungstrakt besser. Außerdem fügen Sie dem Brei idealerweise stets eine kleine Menge Fett zu. So nimmt der Körper auch die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K auf. Joghurt, ein Teelöffel Öl oder ein rohes Ei eignen sich.

Der Mix macht’s!

Gaumen und Stoffwechsel Ihres Hundes freuen sich über einen möglichst abwechslungsreichen Speiseplan. Je vielfältiger die Gemüsekost, umso mehr Nährstoffe erhält Ihre süße Fellnase. Geeignete Gemüsemischungen für Hunde sind beim Tierbedarf erhältlich. Bioprodukte sind dabei besonders schadstoffarm.

Unbedenkliche Gemüsesorten für Hunde

Was dürfen Hunde bedenkenlos essen? Bei Gemüse freut sich Ihr Vierbeiner über eine große Auswahl!

  • Chicorée ist reich an Vitamin C und Spurenelementen. Weil er bitter ist, lassen viele Hunde ihn aber links liegen.
  • Chinakohl hingegen würden die wenigsten Hunde vom Tellerrand schubsen. Eiweiß, Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Aminosäuren – es gibt kaum etwas, das er nicht vorzuweisen hat.
  • Fenchel bietet viele Vitamine sowie Folsäure. Allerdings sind Öle enthalten, die den meisten Hunden nicht munden.
  • Karotten: Ballast- und Mineralstoffe sowie das fettlösliche Beta-Carotin machen die gelben Rüben so gesund. Sie schmecken den Vierbeinern außerdem vorzüglich!
  • Rote Beete ist ein wahres Nährstoffwunder: Neben verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen verfügt sie auch über einen sehr hohen Folsäuregehalt. Außerdem wirkt sie verdauungsfördernd, regt aber auch den Appetit an! Bei von Natur aus hungrigen Rassen ist also Vorsicht geboten.
  • Spargel wirkt harntreibend, bietet dafür jedoch B-Vitamine und Vitamin C.

Eingeschränkt genießbares Gemüse

Folgende Gemüsesorten wirken im rohen Zustand blähend. Als Rohkostbrei sind sie für den Hund also ungeeignet und sollten vor dem Verzehr gekocht werden. Im Überblick:

Kartoffeln wirken zwar nicht blähend, sollten aber trotzdem nicht roh gefüttert werden. Sie enthalten  Solanin und sind für Hunde im rohen Zustand giftig. Entfernen Sie außerdem vor dem Kochen die grünen Stellen und die „Augen“. Hier bündelt sich das Solanin. Wenn Sie Spinat füttern wollen, bitte die Blätter von Stängel und Gerippe befreien. 

Pfoten weg von diesen Gemüsesorten!

Folgende Gemüsesorten sollten grundsätzlich nie im Napf Ihres vierbeinigen Lieblings landen:

Nachtschattengewächse

Tomaten, Auberginen, Peperoni und Paprika gehören – wie die Kartoffel – zu den sogenannten Nachtschattengewächsen. Sie enthalten das für den Hund giftige Solanin und sollten deshalb möglichst nie verfüttert werden. Nur die Kartoffel kann nach dem Kochen verfüttert werden. 

Hülsenfrüchte 

Bohnen, Erbsen, Linsen oder Soja: Hülsenfrüchte enthalten Phasin, das im Hundekörper giftig wirkt. Nach einer langen Kochzeit von rund 30 Minuten wird es zwar zerstört, dann ist aber immer noch ein nahezu unverdauliche Fermenthemmer enthalten. Insgesamt sind Sie gut damit beraten, Erbsen, Linsen und Co von Bellos Speiseplan zu streichen.

Zwiebeln und Zwiebelgewächse 

Zwiebeln und Zwiebelgewächse inklusive aller Lauchsorten (auch Knoblauch!) haben im Napf nichts verloren. Abgesehen davon, dass sie eine stark blähende Wirkung haben, wirken sie in größeren Mengen toxisch auf den Organismus des Hundes.

Ausführliche Informationen zu Zwiebeln für Hunde

Unsere Empfehlung: Vielseitige Kost macht glücklich und gesund!

Sie möchten Ihrem Hund künftig häufiger mit Gemüse etwas Gutes tun? Dann können Sie mit einigen Tricks sichergehen, dass nichts Falsches in den Napf gelangt:

  • Als Faustregel gilt: Je roher das Gemüse, desto schlechter wird sie vom Hund vertragen. So sind beispielsweise grüne Paprika tabu, rote jedoch bestens verträglich. 
  • Woran Sie eine Vergiftung beim Hund erkennen: Trägheit und ein harter Bauch sind die ersten Symptome, gefolgt von Durchfall und Erbrechen. Auch Muskelzittern und Krämpfe können in diesem Stadium auftreten. Abhängig von der Art der Vergiftung kommen auch Blut im Stuhl, Fieber und Lähmungserscheinungen vor. Suchen Sie beim ersten Verdacht einen Tierarzt auf.

Gemüse für Hunde von A bis Z