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Schäferhund-Mischling: Wesen, Erziehung und Gesundheit

Ein Deutscher Schäferhund-Mischling

So könnte ein Schäferhund-Mix aussehen

© Christin Lola / Shutterstock

Einen Schäferhund-Mix zu adoptieren, ist eine spannende Angelegenheit. Dieser Artikel gibt Erziehungstipps und listet beliebte Schäferhund-Mischlinge auf.

von Stephanie Klein

Am 11.03.21, 14:50 veröffentlicht

Was ist ein Schäferhund-Mischling?

Von einem Schäferhund-Mix ist meist die Rede, wenn ein Deutscher Schäferhund und eine weitere Hunderasse Nachwuchs bekommen. Im Gegensatz zu den Designerhunden wie dem Labradoodle, steckt bei Husky-, Rottweiler-, Dackel-Schäferhund-Mischlingen und Co. oft keine geplante Zucht dahinter. Tierheime oder Tierschutzvereine können für Liebhaber sportlicher Mischlingshunde eine gute Anlaufstelle sein.

Ob bei den Welpen die Schäferhund-Elemente oder die der anderen Hunderasse dominieren werden, steht bis zum Eintritt in das Erwachsenenalter in den Sternen. Was aber denkbar ist: Der Schäferhund kann seinen Beschützerinstinkt, seine Gelehrigkeit und seine imposante Statur an seinen Nachwuchs weitergeben.

Ausführlicher Steckbrief: Der Deutsche Schäferhund

Schäferhund-Mischling: Aussehen

Das Aussehen eines Mischlinghunds im Voraus festzulegen, ist nicht möglich. Selbst unter den Geschwistern eines Schäferhund-Mix-Wurfes kommen große Unterschiede in Bezug auf Größe, Fell und Körperbau vor. Daher sind zunächst die äußeren Merkmale eines Deutschen Schäferhundes zu betrachten.

  • Der Deutsche Schäferhund ist ein muskulöser Vierbeiner, dessen Erscheinungsbild dem eines Wolfs ähnelt.
  • Rüden erreichen eine Größe von 60 bis 65 cm und Hündinnen sind in der Regel um einige Zentimeter kleiner.
  • Es gibt die Fellvarianten Langstockhaar und Stockhaar.
  • Charakteristisch für einen Deutschen Schäferhund ist seine schwarze Maske.
  • Die Augenfarbe eines Schäferhundes ist Dunkelbraun.

Schäferhund-Mix: Charakter und Temperament

Der Deutsche Schäferhund war lange Zeit als Herdengebrauchshund im Einsatz. Bei dem Hüten und Beschützen sind Eigenschaften wie Scharfsinn, Selbstbewusstsein und ein hoher Wachtrieb gefragt. Darüber hinaus schätzen Liebhaber der Rasse seine Anpassungsfähigkeit, seine hohe Kooperationsbereitschaft sowie sein verspieltes Wesen.

Der Jagdtrieb eines Schäferhundes ist mäßig ausgeprägt. Viel mehr ist er darauf bedacht, seine Liebsten zu beschützen und drohende Gefahr zu melden. Die Kreuzung mit weiteren Hunderassen kann dazu führen, dass einige Elemente des Schäferhunds verstärkt oder abgeschwächt werden. Wie bei allen Mischlingshunden gilt: Der Charakter wird sich erst nach Eintritt in das Erwachsenenalter vollständig zeigen.

So sieht der reinrassige Deutsche Schäferhund aus
© Monika Chodak / Shutterstock

Schäferhund-Mischling: Seine Gesundheit

Bei dem Arbeitshund stand zu Beginn der Zucht nicht das Äußere, sondern seine Gesundheit und Robustheit im Fokus. Doch leider sind sowohl die reinrassigen Schäferhunde als auch Hybridhunde vor einigen Krankheiten nicht gefeit.

Schäferhund-Mix: Lebenserwartung

Bei reinrassigen Schäferhunden beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung 10 bis 13 Jahre. Wie lange ein Mischlingshund lebt, ist unter anderem abhängig von der weiteren Hunderasse und der Ernährung.

Wie erziehe ich einen Schäferhund-Mix?

Die deutsche Hunderasse ist bekannt für ihren „Will-to-Please“. Dieser Wille zu gefallen zeigt sich in einem aufmerksamen und konzentrierten Verhalten während einer Lerneinheit. Hinzu kommt die Verspieltheit des Deutschen Schäferhundes. Als Belohnung kommen neben Leckerlis auch Hundespielzeug infrage. Bei der Kreuzung mit Retrievern oder Hütehunden werden sich diese angenehmen Eigenschaften beim Nachwuchs zeigen.

Als absolute Anfängerhunde gelten Schäferhund-Mischlinge jedoch nicht. Grundsätzlich zeigt sich ein Hund mit den Genen eines Schäferhundes bei Langeweile schnell frustriert. Um unerwünschte Verhaltensweisen erst gar nicht aufkommen zu lassen, ist im Alltag auf ausreichend geistige und körperliche Beschäftigung zu achten.

Tipps für die Haltung eines Schäferhund-Mischlings:

Da Deutsche Schäferhunde fleißige Arbeitshunde sind, ist auch bei dem Nachwuchs mit einem lebhaften Naturell zu rechnen. Somit werden Schäferhund-Mischlinge bei sportbegeisterten Menschen auf ihre Seelenverwandten treffen.

Eine Familie mit Kindern muss sich vor der Adoption über die Kraft und Größe des Hundes im Klaren sein. Mit dem Schäferhund kommt zwar bei der Kreuzung ein geduldiger und kinderlieber Charakter ins Spiel. Doch wie bei allen Hunden sollten von Anfang an klare Regeln für Hund und Kind aufgestellt werden. Zusätzlich gilt: Der Nachwuchs sollte niemals unbeaufsichtigt mit dem Schäferhund-Mix spielen.

Hundesportarten für einen Schäferhund-Mischling:

Je nachdem, welche Hunderasse bei der Paarung involviert ist, eignen sich unterschiedliche Hundesportarten für einen Schäferhund-Mix.

  • Mit Border Collie Genen können Agility, Flyball oder Dog Frisbee geeignet sein.
  • Labrador- oder Dackel-Mischlinge erfreuen sich an Fährtenarbeit.
  • Kommt ein Schlittenhund wie der Husky ins Spiel, stellen Zughundesportarten wie Canicross, Bikejöring und Co. den Mix zufrieden.
  • Vorsicht gilt bei stämmigen Mischlingen wie ein Kangal-Schäferhund-Mix. Ausdauerndes Joggen wirkt sich auf Dauer schädigend auf ihre Gelenke aus.

Schäferhund-Mix: Haus mit Garten oder Wohnung?

Schäferhunde punkten mit ihrer großen Anpassungsfähigkeit. Bei ausreichender Beschäftigung und langen Spaziergängen in der Natur sind sie auch mit einem Leben in einer Wohnung zufrieden und entspannt. Allerdings kann der erhöhte Wachtrieb inklusive Bellen für Probleme in der Nachbarschaft sorgen. Bei einigen Schäferhund-Mix-Konstellationen ist demnach ein zu Haus mit Garten ganz klar zu empfehlen.

Labrador-Schäferhund-Mix:

Die beliebten Labrador Retriever sind für aktive Hundeanfänger oft die erste Wahl. Doch vor der Adoption eines Schäferhund-Labrador-Mischlings ist zu beachten, dass der kleine Welpe später bis zu 40 kg wiegen kann. Gepaart mit seinem hohen Energielevel hält dieser Mischling seine Familie gut auf Trab. Ein Mix aus Aktivitäten und Ruhephasen sorgen für einen entspannten und sanften Schäferhund-Labbi-Mix.

Hunderasse: Labrador Retriever
Ein Labrador-Schäferhund-Mix
© Mickis-Fotowelt / Shutterstock

Husky-Schäferhund-Mix

Aus den zwei majestätischen Hunderassen entspringt der wunderschöne Schäferhund-Husky-Mischling. Die Größe fängt bei 50 cm an – größere Exemplare erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 64 cm. Auch in Bezug auf das Gewicht gibt es mit 20 bis 40 kg große Unterschiede. Dieser Hybrid ist für sportliche Menschen mit Hundeerfahrung und einer Vorliebe für ursprüngliche Hunde die richtige Wahl.

Hunderasse: Siberian Husky
Ein Husky-Schäferhund-Mix
© Martin Padis Padera / Shutterstock

Golden-Retriever-Schäferhund-Mix

Langes Fell, braune Augen und athletischer Körper: Der „Golden Shepherd“ ist eine wahre Augenweide. Da beide Hunderassen in der Vergangenheit mit dem Menschen gearbeitet haben, zeigt sich auch dieser Mischlingshund kooperativ. Als Wachhund ist er allerdings nur bedingt geeignet. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Mix gegenüber Fremden freundlich wie ein Golden Retriever oder misstrauisch wie ein Schäferhund zeigen wird.

Hunderasse: Golden Retriever
Ein Schäferhund-Golden-Retriever-Mix
© Julien132a / Shutterstock

Rottweiler-Schäferhund-Mix

Starker Beschützer: Von beiden Elterntieren bekommt dieser Mix eine ordentliche Portion Wachtrieb in die Wiege gelegt. Da der Rottweiler noch um einiges stämmiger als der Deutsche Schäferhund ist, wächst dieser Mischling in den ersten Monaten mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit. Hundehalter dieses Mischlings achten daher während der Entwicklungsphase auf eine angepasste Futtermenge und mäßige körperliche Anstrengung.

Hunderasse: Rottweiler
Ein Rottweiler-Schäferhund-Mix
© Karen Sanders Studio / Shutterstock

Schäferhund-Dackel-Mix

Diese Variante hebt sich von den anderen deutlich ab. Das liegt mitunter an den kurzen Beinen des Dackels. Dabei ist er keineswegs ein Schoßhund, sondern vielmehr ein ausdauernder Jäger. Doch wie sieht ein Mischling mit Schäferhund- und Dackelanteil aus? Der Nachwuchs erinnert an einen tiefergelegten Schäferhund. In einigen Fällen weist dieser Mischlingshund eine Ähnlichkeit zu dem Corgi auf.

Hunderasse: Dackel
Ein Schäferhund-Dackel-Mix
© kittisak3348 / Shutterstock

Border-Collie-Schäferhund-Mix

Eine erstaunliche Kombination: Kreuzen sich die Wege eines Schäferhunds und eines Border Collies, kommen smarte, fleißige und kooperative Vierbeiner auf die Welt. Da der Border Collie als waschechter Hütehund und der Schäferhund wahre Sportskanonen sind, wird auch der Nachwuchs alles andere als bequem und ruhig sein. Von der Statur her sind die Nachfahren schlanker und etwas kleiner als der Deutsche Schäferhund.

Hunderasse: Border Collie
Ein Schäferhund-Border-Collie-Mix
© Christin Lola / Shutterstock

Dalmatiner-Schäferhund-Mix

Seltene Schönheit: Diesen Mix ausfindig zu machen, wird eine knifflige Angelegenheit. Dabei passen die Eigenschaften beider Elterntiere gut zusammen. Beide sind intelligent, wachsam und sportlich. Ob der Hybrid auch die typischen Dalmatiner Punkte hat? Das kann keiner im Voraus sagen, doch einige Punkte werden mit Sicherheit bei Schäferhund-Dalmatiner-Würfen vorkommen.

Hunderasse: Dalmatiner
Was wohl aus diesem Pärchen entstehen könnte?
© Nicky Rhodes / Shutterstock

Dobermann-Schäferhund-Mix

Die beiden deutschen Hunderassen haben weltweit eine große Fangemeinde. Äußerlich mögen sich beide zwar deutlich voneinander unterscheiden. Doch charakterlich weisen Schäferhunde und Dobermänner viele Parallelen auf. So ist mit einem Wurf Welpen zu rechnen, der äußerst clever und gelehrig ist. Für den Nachwuchs kommen anspruchsvolle Denkspiele oder auch Ausbildungen zum Mantrailer oder Rettungshund infrage.

Hunderasse: Dobermann
Ein Schäferhund-Dobermann-Mix
© Marina Kadyrova / Shutterstock

Schäferhund-Berner-Sennen-Mix

Der Schäferhund in Bärenoptik: Der Schäferhund-Berner-Sennen-Mix reiht sich ganz klar in die Liste der außergewöhnlichen Hybridhunde ein. Das Aussehen einiger Nachkommen ist mit dem des Hovawarts vergleichbar. Der gemeinsame Nenner beider Elterntiere ist der hohe Wachtrieb. Für hundeerfahrene Menschen, die auf der Suche nach einem Familienmitglied und Verteidiger von Haus und Hof sind, ist dieser Mischling demnach gut geeignet.

Hunderasse: Berner Sennenhund
Ein Schäferhund-Berner-Sennen-Mix
© Valmedia / Shutterstock

Kangal-Schäferhund-Mix

Für Hundeprofis: Der Schäferhund-Kangal-Mix ist eindeutig nichts für Hundeanfänger. Denn der Kangal Hirtenhund ist ein stolzer, beschützender und eigensinniger Vierbeiner. Zudem ist ein Kangal-Mix in ländlicher Umgebung mit einem großen Grundstück am besten aufgehoben. Da Kangals eine Größe von 81 cm und ein Gewicht von 70 kg erreichen können, gehören seine Sprösslinge trotz Schäferhund-Anteils zu den ganz Großen.

Hunderasse: Kangal
Ein Schäferhund-Kangal-Mix
© sasha-sasha / Shutterstock