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Hunde und Paprika: Auf Farbe und Zubereitung achten

hund schnüffelt an papiertüte mit frischem gemuese advice
© Shutterstock

Viele Vierbeiner lieben gesunde Gemüse-Snacks. Allerdings eignet sich dafür nicht jede Sorte. Im Folgenden beantworten wir die Frage, ob Hunde Paprika essen dürfen. 

von Tim Brinkhaus

Das Wichtigste in Kürze

  • Paprika ist ein Nachtschattengewächs
  • Paprika enthält eine hohe Solanin-Konzentration im Rohzustand. Solanin ist eine schwach giftige chemische Verbindung
  • Vorsicht bei der Farbwahl: Grüne Paprika können Hunde nicht essen
  • Gemüse-Alternativen zur Paprika gibt es in großer Auswahl

Dürfen Hunde Paprika essen? – Roh, gekocht oder gar nicht

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist nicht nur für Menschen wichtig. Auch Haustiere brauchen einen abwechslungsreichen, vitalen Speiseplan. Haustierhalter greifen gern auf Gemüse zurück. Allerdings sollten Sie sich die Frage stellen, ob die ausgesuchte Sorte verträglich ist. Ob Hunde Paprika fressen dürfen, muss beispielsweise differenziert betrachtet werden.

  • Dürfen Hunde rohe Paprika essen? – Auf keinen Fall.
  • Dürfen Hunde Paprika-Chips essen? – Besser nicht.
  • Dürfen Hunde orange Paprika essen? – Nur im sehr reifen oder gekochten Zustand.
  • Dürfen Hunde gekochte Paprika essen? – Ja, in kleinen Mengen und nicht regelmäßig.

Grundsätzlich sollte Paprika nicht häufig auf dem Speiseplan stehen. Grund dafür ist die Solanin-Konzentration. Diese ist in frischen Paprika enthalten und giftig für Hunde. Sie greift die Schleimhäute im Magen-Darm-Bereich an. Dadurch kommt es zu Durchfall. Zudem zerstört das Solanin die roten Blutkörperchen und hemmt das Nervensystem. Atemprobleme, Lähmungen und Herzstillstand sind Folgen von übermäßigem Paprika-Verzehr. 

Unsere Empfehlung: Erste-Hilfe-Maßnahmen bei übermäßigem Paprika-Verzehr

Kommt es bewusst oder unbewusst zu einem erhöhten Konsum von roher, ungekochter oder grüner Paprika, helfen folgende Maßnahmen weiter: 

  • Es empfiehlt sich, mit Ruhe auf die ersten Anzeichen einer Vergiftung zu reagieren. Ist der Hund bewusstlos, sollte er in die stabile Seitenlage gelegt werden. Übergibt er sich und wird bewusstlos, ist es wichtig, dass die Atemwege frei bleiben.
  • Den Vierbeiner durch Fremdeinwirkung zum Erbrechen zu bringen, ist keine Option. Dies kann die Lage immens verschlimmern.
  • Kurzfristige Hilfe – natürlich in Absprache mit dem Tierarzt – leistet eine Kohletablette. 
  • In letzter Instanz ist der Tierarzt aufzusuchen. Dieser verschreibt oder verabreicht die richtigen Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen, sofern es sich um eine leichte Solanin-Vergiftung handelt. Der Veterinär ist außerdem in der Lage, den Hund ohne Gefahr zum Erbrechen zu bringen. 

Damit es jedoch gar nicht erst zu solchen Szenarien kommt, füttern Sie niemals grüne, ungekochte oder rohe Paprika. 
 

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