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Pfoten weg: Diese Lebensmittel sind für Hunde giftig!

Giftige Lebensmittel für Hunde advice
© Shutterstock

Der Geruchssinn unserer Vierbeiner ist sehr stark ausgeprägt, weshalb sie stets erschnüffeln, falls etwas Fressbares in der Nähe ist. Problematisch ist das, wenn die erschnüffelte Quelle nicht zu den guten Lebensmitteln für Hunde zählt. Umso wichtiger ist es, sich darüber zu informieren, was die Fellnase verträgt, und was nicht in den Napf gehört.

von Nina Brandtner

Wamiz hat nachfolgend eine Liste der giftigen Lebensmitteln für Hunde zusammengestellt. Zudem sind Nahrungsmittel aufgeführt, von denen der Vierbeiner nur eine deutlich verringerte Menge fressen sollte. Neben Klassikern wie Schokolade ist die Liste mit dem ein oder anderen Lebensmittel bestückt, das Sie eventuell nicht vermutet hätten.

Schokolade und Kakao

Sie gehören definitiv auf die Liste mit der Überschrift „Niemals füttern!“. Wer giftige Lebensmittel für den Hund im Internet sucht, stößt zwangsläufig auf Schokolade und Kakao. Sie enthalten das sogenannte Theobromin. Dabei handelt es sich um eine giftige Substanz aus der Teepflanze. Das Theobromin ist nur sehr schwerlich vom Hundekörper zu verdauen und abzubauen. Die Frage „Wie viel Schokolade ist für Hunde tödlich?“ hängt von der enthaltenen Theobromin-Menge ab.

Bereits 100 mg und damit eine Tafel Schokolade führen zu Herz- und Kreislaufversagen und sind somit sogar tödlich.

Zum Vergleich: 100 Gramm weiße Schokolade enthalten 200 mg Theobromin. Die höchste Konzentration des für Hunde schädlichen Stoffs ist in Kakaopulver zu finden, denn hier tummeln sich auf 100 Gramm bereits 2.000 mg der giftigen Substanz. Mehr dazu finden Interessierte hier bei uns im Schokoladen-Ratgeber.

Weintrauben und Rosinen

Weintrauben oder allgemein Trauben sind für Hunde tabu. Sie sind nicht nur ungesund, sondern auch Gift für den Hund. Im schlimmsten Fall lösen sie eine schwere Nierenschädigung aus. Besondere Vorsicht gilt in Weinbergen und auf Weingütern, wo der Vierbeiner zudem den „Trester“ fressen könnte, das sind Rückstände, die sich aus den ausgepressten Trauben ergeben. Die schädlichen Wirkstoffe führen zu Durchfall und Erbrechen. Bereits 10 Gramm Trauben sind je Kilo Körpergewicht gefährlich für den Hund. Wer die Frage „Warum sind Trauben giftig für Hunde?“ noch genauer beantwortet haben möchte, schaut im Trauben-Ratgeber nach. Ähnlich verhält es sich übrigens bei Rosinen. Die getrockneten Traubenbeeren haben die gleiche toxische Wirkung wie ihre frischen und saftigen Verwandten (Trauben).

Zwiebel, Knoblauch, Bärlauch und Schnittlauch

Die oben genannten Gewächse und Laucharten dürfen auf keinen Fall in den Hundemagen wandern. Zwiebeln und Knoblauch, Bärlauch und Schnittlauch enthalten höchstgefährliche Wirkstoffe für die Fellnase. Sie greifen die roten Blutkörperchen an und zerstören diese. Hier gibt es keinen minimalen oder maximalen Richtwert, da die Wirkung schon bei geringsten Mengen eintritt. Mehr zum Thema Knoblauch finden Sie in unserem separaten Ratgeber zu dieser Lauchart.

Nüsse wie Mandeln und Macadamia

Außer Frage steht, dass Nüsse giftige Lebensmittel für Hunde sind. Macadamia-Nüsse können beispielsweise eine Lähmung herbeiführen und zu Gelenk- sowie Unterleibsschmerzen führen. Gleichzeitig kann es sein, dass der Hund allergisch auf Nüsse reagiert. Das größte Allergiepotential bei Hunden haben Erdnüsse. Besonders giftig sind allerdings Bittermandeln. Sie enthalten Blausäure, ein starkes Nervengift. Gerne können Sie in unserem Mandel- oder Nuss-Ratgeber noch einmal alle wichtigen Informationen dazu nachlesen.

Kaffee und Tee

Giftige Nahrungsmittel für den Hund kommen auch in flüssiger Form daher. Kaffee und Tee sind unbedingt aus der Reichweite des Vierbeiners zu entfernen. Beide sind voller Koffein beziehungsweise Teein, wo wiederum das sogenannte Methylxanthin enthalten ist. Dieses führt zu Bluthochdruck, Pulsbeschleunigung und verengten Blutgefäße. Zudem wird die Nervenreizschwelle im Gehirn reduziert. Neben Erbrechen und Durchfall kommt es zu Unruhe, Krampfanfällen und im schlimmsten Fall zu Herzrhythmusstörungen.

Süßstoff und Süßigkeiten

In Süßstoff ist Xylitol enthalten, was schädigend auf die Leber der Fellnase wirkt. Darüber hinaus führt die Aufnahme zu einer Unterzuckerung. Enthalten ist dieser Wirkstoff nicht nur im „klassischen“ Süßstoff, sondern auch in zuckerfreien Süßigkeiten und Diätprodukten. Aus diesem Grund sind Süßstoff und Süßigkeiten ebenfalls für den Hund gefährlich.

Bohnen und Hülsenfrüchte

Viele Hülsenfrüchte wie beispielswiese Bohnen oder Linsen sind im rohen Zustand absolut schädlich. Geschuldet ist das dem enthaltenen Phasin. Es führt zu Erbrechen und blutigem Durchfall. Durch das Kochen der Hülsenfrüchte wird der Wirkstoff „entschärft“. Trotzdem sollten Sie Ihrem Hund weder Bohnen noch Hülsenfrüchte in gekochtem Zustand anbieten.

Pilze

Generell sind noch nicht alle toxischen Auswirkungen von Pilzen auf die Vierbeiner ausreichend erforscht. Fest steht allerdings, dass Pilze auf lange Sicht nicht nur das Blut zersetzen, sondern ebenso krebserregend sind. Darüber hinaus bewirken sie starke Leber- und Nierenschäden.

Avocado

Persin ist sehr giftig für unsere treuen Lieblinge. Enthalten ist dieser Wirkstoff in Avocados. Neben dem hohen Fettgehalt, der den Tieren Durchfall und Erbrechen beschert, führt der giftige Stoff zu Herzmuskelschäden, die tödlich sind. Informieren Sie sich gerne nochmal rund um die Avocado in unserem Ratgeber.

Alkohol

Auch, wenn diese Information eigentlich allen Hundehaltern bewusst sein sollte, Alkohol ist ungemein schädlich für Hunde. Wer seinem Tier alkoholische Getränke gibt, vergiftet es. Nicht nur die Leber nimmt großen Schaden. Es kommt zu Erbrechen sowie Atemnot, was zu Koma und schließlich zum Tod führt.

Schweinefleisch

Der sogenannte „Aujetzky“-Virus ist für den Menschen ungefährlich. Für Hunde ist er tödlich. Er befindet sich in rohem oder wenig durchgegartem Schweinefleisch. Wenn der Vierbeiner an diesem Virus erkrankt, hat er neben Erbrechen und Juckreiz im Regelfall auch Fieber und keinen Hunger. Ab einer Temperatur von 60°C wird der Virus im Schweinefleisch übrigens abgetötet (gilt nicht beim Räuchern). Doch auch hier gilt: Sie sollten aus Vorsicht Ihrem Hund auch heiß gebratenes Schweinefleisch vorenthalten.

Salz, stark gewürzte Speisen und Speisereste

Wie gefährlich ist Salz für Hunde? – Kurz und knapp gesagt ist zusätzlich zugeführtes Salz nie gut für die Vierbeiner. Ob in Knabbereien oder Speiseresten, die erhöhte Salzzufuhr ist schädlich für den Hundekörper. Insbesondere bei Tieren mit Herz- und Nierenproblemen sollten Sie besonders aufpassen. Natürlich ist eine gewisse Salzmenge wichtig für eine ausgewogene Ernährung, allerdings hat beispielsweise Kochsalz nichts im Napf verloren. Generell lohnt es sich beim Tierarzt nach einem geeigneten Ernährungskonzept für das Haustier nachzufragen, wenn Unsicherheiten bestehen.

Obstkerne und Steinobst

Aprikosen, Mirabellen, Pflaumen, Pfirsiche und Kirschen gehören in die Kategorie Steinobst. Diese enthalten Obstkerne, welche Blausäure oder sogar Cyanide aufweisen. Häufig ist das Steinobst für die Hunde gut erreichbar, da es in vielen Wiesen und Gärten frei zugänglich ist. Sobald das Tier die Kerne zermalmt und runterschluckt, setzen sich die Gifte im schlimmsten Fall frei. Konsequenzen sind Vergiftungen und Störungen auf neurologischer Ebene.

Nachtschattengewächse, rohe Kartoffeln und Tomaten

Zu den sogenannten Nachtschattengewächsen zählen sowohl die klassische Kartoffel als auch Tomate und Aubergine. Alle diese Gewächse haben eine Gemeinsamkeit, denn sie weisen den Wirkstoff Solanin auf. Dieser ist sehr giftig für die Fellnase und führt zu Erbrechen sowie Durchfall. Insbesondere grüne Partien sind voller Solanin, weshalb es diese beim Gemüse immer zu entfernen gilt. Weitere Informationen zu Tomaten finden Sie in unserem separaten Ernährungsratgeber zum Gewächs.

Leber

Häufig wird Leber in kleinen Mengen gefüttert, weil sie ein natürlicher Lieferant für Vitamin A ist. Das ist grundsätzlich auch ok. Allerdings führt die Lebergabe in großen Mengen zu verschiedenen Problemen. Neben dem Verlust des Fells sind häufig Veränderungen der Knochen, Erbrechen und Hautprobleme unangenehme Folgen.

Milch, Sahne und Milchprodukte

Ob der Hund Käse essen darf oder eine Schüssel voller Milch erlaubt ist, kann davon abhängen, ob er laktoseintolerant ist. Nicht nur Menschen leiden zuweilen an einer Milchzuckerunverträglichkeit. Grundsätzlich sind die meisten Produkte daher nicht giftig, können aber zu unangenehmen Beschwerden und quälenden Schmerzen führen. Symptome sind beispielsweise Erbrechen, starke Blähungen und Durchfall. Wer wissen möchte, welche Käsesorte für Hunde geeignet ist, hält sich an laktosefreie Quark- und Hüttenkäse-Produkte. Der Frage „Dürfen Hunde Milch trinken?“ gehen wir in diesem Ratgeber nochmal genauer auf den Grund.

Was tun, wenn mein Hund ein giftiges Nahrungsmittel gefressen hat?

Die Liste, was Hunde nicht fressen dürfen ist, wie oben erkennbar, ziemlich lang. Die Gefahr, dass der Vierbeiner davon etwas frisst, ist daher vergleichsweise groß. Wenn das passiert und Ihr Liebling unter Vergiftungserscheinungen leidet, sollten Sie in jedem Fall Ruhe bewahren. Wählen Sie die Nummer Ihres Tierarztes oder des tierärztlichen Notdienstes. Es ist wichtig, alle Informationen mit den Spezialisten zu teilen. Im besten Fall heißt das, dass Sie wissen, was und wie viel der Hund gefressen hat. Noch besser ist es, wenn die Verpackung oder Ähnliches noch vorhanden ist, um Inhaltsstoffe nachzuvollziehen. Anschließend suchen Sie die Praxis oder Klinik mit dem Tier auf. Ohne ärztlichen Rat sollten Sie niemals auf eigene Faust handeln und beispielsweise Erbrechen auslösen.