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Dürfen Hunde Nüsse essen? Mandeln, Erdnüsse, Kastanien und Co.

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© Shutterstock

Nüsse und ihre Artverwandten gehören für uns Menschen zu den beliebtesten und gesündesten Knabbereien. Doch gehören Walnuss, Cashewkern und Co auch auf den Speiseplan des Hundes? Alle wichtigen Infos rund um Nährwerte, Verträglichkeit und Verzehrempfehlung finden Sie hier.

von Tim Brinkhaus

Das Wichtigste in Kürze

  • Nüsse sind reich an wertvollen Nährstoffen wie ungesättigten Fettsäuren, Phosphor und Vitaminen.
  • Das enthaltene Fett macht Nüsse zu einem sehr kalorienhaltigen Snack für Mensch und Hund.
  • Einige Sorten lösen eventuell Allergien aus oder sind giftig für den Organismus des Tieres.
  • Grundsätzlich ist der Verzehr für den Hund nur in Maßen zu empfehlen.

Lecker und gesund: Nüsse als Snack für Mensch und Hund

Hochwertige, ungesättigte Fette, zahlreiche Mineralstoffe und Vitamine machen Nüsse zu einem äußerst nahrhaften Snack. Und lecker sind sie auch noch! Dennoch sind nicht alle Sorten problemlos für den Hundekörper verträglich. Allergische Reaktionen, Unverträglichkeiten und sogar Vergiftungen können auftreten.
Bestimmte Inhaltsstoffe der Nuss verwertet der Hundekörper außerdem nur in Maßen gut. So enthalten beispielsweise die meisten Nüsse viel Phosphor, das sehr gut für Zähne und Knochen ist. Ein Überschuss erhöht bei den Tieren jedoch das Risiko einer Nierenerkrankung. Auch wegen des hohen Fettanteils ist ein Verzehr in Maßen – übrigens auch für den Menschen – empfehlenswert.

Diese Nüsse dürfen Hunde essen

Cashewkerne für Hunde in Maßen

Gelegentlich freut Ihr Hund sich über Cashewkerne. Ballaststoffe und wertvolle Omega-3-Fettsäuren machen die Pseudonuss äußerst nahrhaft. Allerdings sind auch viel Fett und Phosphor enthalten, sodass ein Verzehr lediglich in Maßen empfehlenswert ist. Der Cashewkern ist eigentlich der Samen eines Cashewbaumes.

Ausführliche Informationen zu Cashewkernen für Hunde

Maronen für Hunde gut

Maronen oder Esskastanien sind eine wahre Wohltat für den Organismus Ihres Hundes. Im Vergleich zu anderen Nüssen weisen Maronen einen weit geringeren Fettanteil auf und sind außerdem glutenfrei. Dafür verfügen sie über reichlich Mineralien und Spurenelemente. Auch futtersensible Hunde vertragen die winterliche Leckerei sehr gut.

Ausführliche Informationen zu Kastanien für Hunde

Pekannuss für Hunde geeignet

Die zu den Steinkernen gehörende Pekannuss ist ein nordamerikanischer Vetter der Walnuss. Ihr Hund freut sich über viel Zink, jede Menge B-Vitamine und beste Verträglichkeit.

Paranuss für Hunde: Nicht alle!

Bei der Paranuss handelt es sich um einen hartschaligen Samen der Kapselfrucht. Das Spurenelement Selen und der Mineralstoff Phosphor sind in hohem Anteil enthalten. Nierenkranke Hunde genießen den Samen idealerweise nur sehr eingeschränkt.

Pistazien für Hunde: Vorsicht vor Schimmel!

Bei richtiger Lagerung enthalten Pistazien keinerlei Giftstoffe. Kommen sie mit Feuchtigkeit in Berührung, kann ein Schimmelpilz entstehen. Frische Pistazien bekommen dem Hundemagen aber bestens.

Ausführliche Informationen zu Pistazien für Hunde

Diese Nüsse sind mit Vorsicht zu genießen

Haselnüsse

Die Haselnuss ist für Hunde grundsätzlich gut verträglich. Wie Menschen reagieren jedoch auch viele Hunde allergisch auf sie. Mit einem Fettgehalt von 60 Prozent ist die Haselnuss außerdem eine der kalorienreichsten Sorten.

Ausführliche Informationen zu Haselnüssen für Hunde

Erdnüsse

Dürfen Hunde Erdnüsse essen? Ein Eiweißgehalt von 25 Prozent macht die Erdnuss jedenfalls zu den Spitzenreitern unter ihren Artverwandten. Leider ist sie aber auch ein häufiger Allergieauslöser. Hunde mit Herz- oder Nierenproblemen sollten außerdem ganz verzichten. Die Erdnuss steht zudem unter Verdacht, bei Hunden epileptische Anfälle auszulösen.

Ausführliche Informationen zu Erdnüssen für Hunde

Frische Walnüsse

Reife Walnüsse können bedenkenlos vom Hund verzehrt werden. Unreife Exemplare, die sich noch in der grünen Fruchthülle befinden, sind jedoch häufig von einem Pilz befallen. Das darin enthaltene Gift Roquefortin C sorgt für Beschwerden beim Hund.

Ausführliche Informationen zu Walnüssen für Hunde

Mandeln

Unter den leckeren, süßen Mandeln in der Nussmischung finden sich immer wieder auch Bittermandeln. Diese sind für den Menschen unbedenklich. Aufgrund des Amygdalin-Gehalts wird Blausäure im Darm des Tieres freigesetzt. Beschwerden sind die Folge.

Ausführliche Informationen zu Mandeln für Hunde

Hier ist Vorsicht geboten!

Macadamianuss

Die australische Macadamianuss gehört zu den gefährlichsten Lebensmitteln für Hunde. Verantwortlich dafür sind cyanogene Glykoside – Pflanzengifte, die für den Menschen unbedenklich sind. Schon rund vier Nüsse reichen aus, um einen mittelgroßen Hund von 15 Kilogramm zu vergiften. Zu den Symptomen gehören Muskelzuckungen, Gelenkschmerzen, Schwäche, Erbrechen und Fieber. Sogar Lähmungserscheinungen sind möglich. Die Symptome treten etwa zwölf Stunden nach Verzehr auf.

Ausführliche Informationen zu Macadamia-Nüssen für Hunde

Unsere Empfehlung: Nüsse für Hunde nur in Maßen

Nüsse sind gesund und lecker – auch für Ihren vierbeinigen Liebling! Wenn Sie ein paar Punkte beachten, können Sie Ihr Studentenfutter bedenkenlos mit Bello teilen:

  • Füttern Sie niemals Macadamianüsse, unreife oder frische Walnüsse und schlecht gelagerte Pistazien.
  • Hasel- und Erdnüsse sind gut verträglich, können jedoch Allergien auslösen. Füttern Sie anfangs unter Aufsicht nur eine einzelne Nuss, um die Verträglichkeit zu testen.
  • Nüsse und nussähnliche Früchte haben eine hohe Kaloriendichte. Auch Phosphor ist in großen Mengen enthalten, das die Nieren belastet. Für die Gesundheit des Tieres ist maßvoller Genuss deshalb das A und O.  

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