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Dürfen Hunde Kastanien fressen?

Hund mit Kastanien advice
© Shutterstock

Im Herbst fallen sie von den Bäumen. Im Winter genießen wir sie als wohlig-warmen Snack. Doch dürfen Hunde Kastanien essen?

von Carina Petermann

Das Wichtigste in Kürze

  • Edelkastanien und Esskastanien sind unterschiedliche Baumfrüchte
  • Edelkastanien sind unter Umständen sehr gefährlich für den Hund
  • Esskastanien hingegen sind ein äußerst nahrhafter und leckerer Snack

Kastanien: Als Spielzeug und Speise attraktiv für Hunde

Wenn im Herbst die Bürgersteige mit reifen Kastanien gepflastert sind, sind so manche Hunde besonders aufgeregt. Zu verlockend ist es, mit den kleinen, runden Früchten zu spielen. Hierbei handelt es sich um so genannte Edelkastanien. Sie wachsen an großen Bäumen, die im Frühjahr prachtvolle pinke und weiße Blüten tragen. Maronen oder Esskastanien hingegen sind eine gezüchtete Weiterentwicklung der Edelkastanie. Sie sind etwas kleiner und rundlicher und für den Verzehr geeignet.

Maronen als Snack ein zweischneidiges Schwert

Maronen oder Esskastanien sind nicht giftig. Sie eignen sich hervorragend als Snack für Hunde. Verglichen mit anderen Nüssen sind sie besonders fettarm und somit weniger kalorienreich. Zudem sind sie glutenfrei, sodass der Organismus den oft schwerverdaulichen „Kleber“ nicht verarbeiten muss. Auch futtersensible Hunde genießen Maronen deshalb, ohne es später zu bereuen.

Hund bekommt Darmverschluss durch Kastanien

Wenn Hunde mit den runden Früchtchen spielen, kann es passieren, dass sie diese auch schlucken. Dies kann zu einem Darmverschluss führen. Edelkastanien sind schwer bis nahezu nicht verdaulich. Normalerweise erbricht der Hunde die Kastanie dann. In den Darmwindungen kann sie jedoch auch steckenbleiben. Dort verhindert sie dann die Ausscheidung. Symptome für einen Darmverschluss sind Erbrechen und mangelnder Kotabsatz. Es besteht sofortiger Handlungsbedarf!

Unsere Empfehlung: Bei Verdacht – sofort zum Tierarzt!

Mit einem Darmverschluss ist nicht zu spaßen. In den meisten Fällen ist eine OP nötig. Bleibt er unbehandelt, kann er sogar zum Tod führen. Suchen Sie bei Verdacht umgehend einen Tierarzt auf. Hat Ihr Hund jedoch Maronen gefressen, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Sind Sie jedoch nicht sicher, um welche Nussfrucht es sich handelt, ist ein Besuch beim Tierarzt ebenfalls zu empfehlen. Am besten nehmen Sie eine der Kastanien mit, damit der Arzt sich schnell ein Bild machen und richtig handeln kann.