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Pistazien für Hunde: Eine gute Idee oder nicht?

Hund bekommt etwas aus der Hand gefüttert advice
© Shutterstock

Frische Pistazien warten mit allerhand attraktiven Attributen auf: Sie sind reich an wertvollen Fettsäuren, Phosphor, Magnesium und Kalium. Doch vertragen Vierbeiner die grünen Kerne überhaupt oder sind sie giftig? Dürfen Hunde Pistazien fressen oder ist das gefährlich?

von Tim Brinkhaus

Das Wichtigste in Kürze

  • Grundsätzlich sind Pistazien für den Hund geeignet
  • Häufig sind sie jedoch von einem für Hunde giftigen Schimmelpilz bedeckt
  • Der Pilz ist schwer mit dem bloßen Auge zu erkennen und kann Allergien auslösen

Welche Inhaltsstoffe stecken in Pistazien?

Ob roh oder geröstet: Die leckeren Kerne enthalten von sich aus keinerlei Giftstoffe, die dem Hund schaden. Außerdem zeichnen sie sich durch einen hohen Gehalt an Eiweiß, ungesättigten Fettsäuren und Phosphor aus. Eigentlich ist die Pistazie also als Snack bestens für Hunde geeignet. Die Betonung liegt allerdings auf dem kleinen Wörtchen eigentlich.

Pistazien: Für Hunde mit Vorsicht zu genießen

Anders als andere Kerne, Nüsse und Hülsenfrüchte neigen Pistazien überdurchschnittlich häufig zu Schimmelpilzbefall. Das Problem hat mit dem Verarbeitungsprozess und der anschließenden Lagerung zu tun. Um die Kerne für den Verzehr vorzubereiten, werden sie getrocknet und anschließend in Silos gelagert. Bei der Trocknung platzt die Schale auf. Erfolgt die Lagerung anschließend nicht fachgerecht, sammelt sich Feuchtigkeit unter der Schale. Ein Schimmelpilz entsteht – sogenannte Aflatoxine.

Pistazien-Pilz kann beim Hund Allergien auslösen

Die Wachstumsbedingungen sind für den Schimmelpilz auf der Pistazie besonders gut. Unter der wärmenden, feuchten Hülle der Schale gedeihen die sogenannten Candide bestens. Dennoch lassen sie sich mit bloßem Auge nur schlecht erkennen. Sie hinterlassen einen hellen, leicht grünlichen Schleier auf der sonst eher rötlich-braunen Steinfrucht.

Aflatoxine sind zwar auch für den Menschen giftig. Bei Hunde können sie jedoch Allergien auslösen. Schon geringe Dosen führen zu teils schweren Magen-Darm-Beschwerden. Auch die Leber wird unter Umständen dauerhaft geschädigt.

Unsere Empfehlung: Hunde sollten keine Pistazien fressen

Auch wenn Pistazien grundsätzlich nicht schädlich für Hunde sind, ist es ratsam, Abstand von der Fütterung zu nehmen. Zu schnell lässt sich der Schimmelpilz übersehen – und die Schäden sind groß. Am besten unterlassen Sie es ganz, die grünen Kerne an Ihren vierbeinigen Schatz zu verfüttern. Als Alternative bieten sich beispielsweise Pekannüsse, Esskastanien oder Cashewkerne an – natürlich unbehandelt.

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