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Dürfen Hunde Bucheckern essen?

Der Herbst verwandelt Wald und Wiesen in einen riesigen Abenteuerspielzeug für den Hund. Doch die bunte Landschaft aus Laub und Nüssen kann für die Fellnase zur Gefahr werden: Frisst der Hund Bucheckern, kann es zu leichten Vergiftungen kommen.

von Kristin Barling

am 19.10.20, 16:04 aktualisiert

Was sind Bucheckern?

Bucheckern, früher auch als Bucheln bezeichnet, sind die Früchte der Rotbuche (Fagus sylvatica). Buchen ab einem Alter von 40 Jahren produzieren vor allem in trockenen, heißen Sommern zahlreiche der dreikantigen Früchte, die an Nüsse erinnern. Bucheckern sind etwa 1,5 Zentimeter groß und fallen ab Oktober aus den Baumkronen zu Boden. Häufig brechen die Früchte durch das Herunterfallen auf und geben die brauen Samen frei.

Sind Bucheckern giftig für Hunde?

Bucheckern werden von Vögeln und Eichhörnchen gerne gefressen, um die Wintervorräte aufzufüllen. Auch manche Hunde zeigen Interesse an den braunen Nüsschen. Dass der Hund beim Spaziergang im Buchenwald Bucheckern frisst, sollte allerdings die Ausnahme bleiben: Bucheckern sind für Hunde leicht giftig. Sie enthalten in Rohzustand gleich mehrere Giftstoffe:

  • Oxalsäure kann beim Hund zu Durchfall und Erbrechen führen. Beim Verzehr größerer Mengen kann es zur Bildung von Nieren- oder Harnsteinen kommen.
  • Fagin ist ein Trimethylamin, das für Hunde schwach giftig ist und Bauchschmerzen verursachen, Zittern und Unwohlsein verursachen kann.
  • Blausäure und Alkaloide erhöhen den Puls und die Atemfrequenz und können bei größeren Mengen zu Kreislaufversagen und Atemlähmungen führen.

Was tun, wenn der Hund Bucheckern gefressen hat?

Sollte Ihr vierbeiniger Freund einmal rohe Bucheckern essen, besteht normalerweise kein Grund zur Panik. Die aufgenommene Giftmenge ist beim Verzehr einzelner Nüsschen sehr gering.

Erst beim Verzehr größerer Mengen besteht eine Gefahr für den Hund.

Treten allerdings Vergiftungssymptome auf, suchen Sie vorsichtshalber einen Tierarzt auf.

Dürfen Hunde gegarte Bucheckern fressen?

Die giftigen Stoffe der Nüsschen können durch Abkochen und Garen der Bucheckern unschädlich gemacht werden. Allerdings ist das Rösten oder Kochen der Baumfrüchte inzwischen aus der Mode geraten. Früher fanden Bucheckern häufiger als Lebensmittel oder in Form von Bucheckernöl für den Menschen Verwendung. Einzelne gegarte Bucheckern schaden dem Hund zwar nicht, sind jedoch aufgrund des hohen Fettgehalts nicht als regelmäßiger Hundesnack geeignet. Greifen Sie lieber auf andere Nüsse zurück.

Unsere Empfehlung: Buchen beim Herbstspaziergang meiden

Wenn Ihr Hund dazu neigt, Dinge vom Boden zu fressen, meiden Sie beim Spaziergang in den Herbstmonaten Buchenwälder und wählen Sie eine andere Route. Um Vergiftungen durch Pflanzen oder Fremdkörper zu vermeiden, gewöhnen Sie Ihrer Fellnase das gefährliche Verhalten am besten Schritt für Schritt ab.

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