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Walnüsse für Hunde: Knackiger Vitaminlieferant oder Gesundheitsrisiko?

Dürfen Hunde Walnüsse essen? advice
© Shutterstock

Walnüsse sind gerade zu jeder Jahreszeit ein echter Hit unter den Sofa-Snacks. Und wer kennt das nicht? Liegt man selbst auf der Couch und nascht, wird man gleich vom Vierbeiner angebettelt. Doch dürfen Hundehalter Ihren Liebling mit einer Walnuss füttern? Oder ist die Nuss für Hunde gefährlich?

von Carina Petermann

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Nüsse sind reich an Vitamin C und enthalten gute Fette
  • Nur reife, ungeschälte Walnüsse verträgt der Hund
  • Frische Walnüsse sind unter Umständen hoch toxisch für Vierbeiner
  • Walnüsse können ein bestimmtes Gift enthalten, das zum Tod des Hunde führen kann

Walnüsse: Im reifen Zustand ein gesunder Zwischensnack

Walnüsse, wie alle anderen Nüsse, enthalten viele ungesättigte Fettsäuren. Diese wirken sich positiv auf den Stoffwechsel, die Zellmembran und das gesamte Herz-Kreislauf-System aus. Auch lindern sie Entzündungen. Darüber hinaus enthalten Walnüsse einen hohen Anteil an Vitamin C. Das stärkt das Immunsystem Ihres Hundes und damit seine Abwehrkräfte. Ein geringe Menge reifer Walnüsse wird vom Hund gut vertragen und trägt dazu bei, dass Ihr Vierbeiner fit und gesund bleibt.

Pfoten weg von frischen Früchtchen

Walnüsse wachsen an Bäumen in Form von runden, grünen Früchten. Das ist die Schale, die nach dem Trocknen braun und hart ist.

Hunde dürfen auf keinen Fall Walnüsse essen, die sich noch im frischen, grünen Zustand befinden.

Verzehrt der Hund zu viel davon, können die Auswirkungen tödlich sein, denn es befindet sich in manchen Fällen Gift zwischen der Schale und der Nuss.

Walnuss-Vergiftung durch unsichtbaren Pilz

In und unter der grünen Schale kann sich das Gift Roquefortin bilden. Dabei handelt es sich um einen speziellen Pilz. Er ist für das Auge unsichtbar – und für den Hund hoch toxisch. Binnen weniger Minuten kommt es zu Störungen des Bewegungsapparates. Der Hund stolpert, taumelt und stürzt. Auch eine Berührungsempfindlichkeit tritt auf, häufig in Begleitung von Zuckungen und Zittern. Das kann sich bis hin zu epilepsieähnlichen Anfällen steigern. Abhängig von der Dosis des Gifts endet der Verlauf unter Umständen tödlich. Sie müssen sofort handeln!

Unsere Empfehlung: Nur reife, selbst geknackte Nüsse

Auf Nummer sicher gehen Sie, indem Sie die Walnüsse für ihren Hund einfach selbst knacken. Lassen Sie diese mehrere Tage in einer Schale liegen. So gewinnen Sie noch ein wenig an Reife. Dann können Sie Ihrem vierbeinigen Schatz gern eine Freude mit den leckeren Snacks machen. Verzehrt Ihr Hund aber unreife Walnüsse und damit auch etwas von dem giftigen Pilz und zeigt Symptome wie Zuckungen und Zittern, fahren Sie sofort zum nächsten Tierarzt. Vergessen Sie nicht, dem Veterinär zu sagen, dass Ihr Hund eine Walnuss verzehrt hat. Nur so kann er die lebensrettenden Gegenmaßnahmen einleiten.

Sie wollen mehr darüber erfahren, welche Nüsse eine Hund verträgt? Dann besuchen Sie unsere Übersicht oder lesen Sie genaueres in den Artikeln zu Mandeln, Erdnüssen und Pistazien.

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