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Wann es sinnvoll ist, dem Hund Joghurt zu füttern

Hund schleckt in Joghurt-Becher advice
© Shutterstock

Joghurt kann genauso wie Hüttenkäse eine gute Ergänzung in der Fütterung von Hunden bilden. Wer barft, kann die Menge an Fleisch abziehen. Allerdings sollte die gesamte Tagesration fünf Prozent nicht übersteigen.

von Philipp Hornung,

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit Naturjoghurt kann Fertigfutter aufgepeppt werden
  • Joghurt hat wie viele weitere Milchprodukte einen Mehrwert für den Hund
  • Auf die Verdauung wirken sich in Joghurt enthaltene Probiotika, also Milchsäurebakterien, positiv aus und können sogar bei Durchfall helfen

Können Hunde eine Laktoseintoleranz haben?

Viele Menschen leiden mittlerweile unter einer Laktoseintoleranz. Ist das bei Hunden auch so? Es gibt darauf leider keine pauschale Antwort. Sehr viele Hunde haben keine Intoleranz gegen Laktose, es kann allerdings bei Hunden vorkommen. Joghurt und andere Milchprodukte sollten daher in kleinen Portionen gefüttert werden. Es sollte erst mit einem Löffel vom Naturjoghurt getestet werden, ob der Hund mit Durchfall reagiert. Verträgt er den Joghurt gut, kann die Menge langsam gesteigert werden. Die Verträglichkeit von Laktose kann im Alter von Hunden abnehmen. Der Hund produziert das Enzym Laktase. Dieses Enzym kann Laktose aufspalten. Nach dem Welpenalter nimmt die Produktion des Enzyms aber ab. Bekommt der Hund regelmäßig Milchprodukte, kann der Prozess verlangsamt werden. Er ist aber nicht komplett aufzuhalten. Bei den meisten Hunde ist eine Unverträglichkeit erst in sehr hohem Alter und oft gar nicht zu bemerken.

Wie viel Joghurt dürfen Hunde essen?

In Joghurt sind Milchsäurebakterien enthalten, die den enthaltenen Milchzucker in Milchsäure umwandeln, wodurch der Laktosegehalt deutlich reduziert wird. Der Joghurt kann dem Hund bestens helfen, bei Krankheit oder in der Rekonvaleszenz. Mit Honig gemischt kann er dem Hund zwischendurch zur Stärkung gefüttert werden. Falls der Hund sein Futter nicht mag, kann Joghurt darunter gemischt den Appetit anregen. Die meisten Hunde mögen den meist säuerlichen Geschmack sehr gerne. Wer Angst hat, dass der Hund den Joghurt nicht verträgt, kann ihm laktosefreien geben. Um zu testen wie der Hund den Joghurt verträgt, sollte mit einem Löffel begonnen werden. Von der gesamten Futterration kann der Joghurtanteil bis zu fünf Prozent umfassen. Darüber sollte er aber nicht steigen. Viele Hunde lieben es auch, den Joghurtbecher ausschlecken zu dürfen, wenn der Mensch einen Joghurt gegessen hat. Für manche Hunde ist ein Joghurt mit etwas Honig und einer Banane ein super Snack.

Was ist bei der Fütterung von Joghurt zu beachten?

  • Hunde sollten nur reinen Naturjoghurt bekommen. Zucker und Fruchtzucker sollten nicht enthalten sein.
  • Wer Sorge hat, dass der Hund den Joghurt nicht so gut verträgt, kann auf laktosefreie Varianten zurückgreifen.
  • Die Tagesration von fünf Prozent der Gesamtfuttermenge sollte nicht überschritten werden.
  • Joghurt ist gesund. Es sind viele Vitamine sowie Kalzium, Kalium, Magnesium und Jod enthalten. Die Inhaltsstoffe haben eine positive Wirkung auf Muskelfunktionen und Knochenwachstum und können geschädigte Darmflora wiederherstellen.

Unser Tipp

Besonders wenn Hunde unter einem Magen-Darm-Infekt gelitten haben, kann der Joghurt helfen. Durch die Milchsäurebakterien wird die Darmflora wiederaufgebaut. Dabei ist der Joghurt leicht verdaulich und kommt mit wenig Kalorien bei fettarmen Varianten aus. Es ist besonders wichtig, dass der Hund nur Naturjoghurt bekommt. In Joghurtmischungen ist meist viel Zucker enthalten, der nicht gut für den Hund ist. In den Joghurt kann für den Hund aber durchaus etwas Obst gemischt werden. Aber nur Sorten, die der Hund wirklich bekommen darf und nicht in großen Mengen. Der Fettgehalt im Joghurt sollte für normalgewichtige Hunde nur 3,5 Prozent betragen. Hunde, die nicht unter Gewichtsproblemen leiden, dürfen hin und wieder auch mal einen Löffel griechischen Joghurt bekommen.

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