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Wie wirken Probiotika auf Hunde?

kleiner weißer Hund bekommt Leckerchen advice
© Shutterstock

Probiotika für Hunde - und Menschen! - liegen voll im Trend. Worum handelt es sich bei diesen Nahrungsergänzungsmitteln und wie wirken sie auf die Gesundheit?

von Cora Meininghaus

Am 08.10.20, 15:35 veröffentlicht

Probiotika für Hunde und Katzen sind Nahrungsergänzungsmittel, die eine heilsame Wirkung auf die Darmflora und damit auf die Verdauung und das Immunsystem des Tieres haben. Aber warum ist das wichtig?

Diese kleinen Bakterien haben überraschende Eigenschaften und stärken einen Teil des Körpers, der leider oft in keinem guten Zustand ist. Das gilt insbesondere beim Wechsel der Jahreszeiten und im Winter.

Probiotika für Hunde: Was ist das?

Probiotika sind lebende Mikroorganismen („gute“ Bakterien oder Hefepilze), die eine heilende Wirkung auf das Verdauungssystem derjenigen haben, die sie aufnehmen. Und das gilt auch für Hunde!

Zu den Probiotika gehören:

  • Bifidobakterien: Bifidobacterium bifidum,  Bifidobacterium longum,  Bifidobacterium infantis...
  • Streptokokken: Streptococcus lactis, Streptococcus faecium…
  • Hefepilze: Saccharomyces cerevisiae, Saccharomyces boulardii…
  • Lactobazillen: Lactobacillus bifidus, Lactobacillus bulgaricus, Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus thermophilus, Lactobacillus casei, Lactobacillus reuteri, Lactobacillus rhamnosus, Lactobacillus plantarum…

2001 erklärt die World Health Organisation, dass „Probiotika Mikroorganismen sind, die bei Verabreichung in ausreichender Menge eine gesundheitsfördernde Wirkung auf den Wirt mit sich bringen.“

Wie fördern Probiotika die Gesundheit von Hunden?

Diese Mikroorganismen verbessern die Darmtätigkeit, stärken das Immunsystem und tragen sogar dazu bei, Stress zu reduzieren! Wenn die Darmflora, welche aus Milliarden von Bakterien besteht, aus dem Gleichgewicht gerät, kommt es leichter zu Verdauungsstörungen und anderen Beschwerden, die auf eine erhöhte Anfälligkeit zurückzuführen sind. Diese tritt häufig phasenweise auf.

Der Darm ist nämlich nicht nur für die Verdauung von Nahrungsmitteln zuständig, sondern enthält auch 70 % der Immunzellen des Körpers, sowie 90 % aller Körperzellen, die Antikörper produzieren! Ein guter Zustand des Darms wirkt sich dementsprechend auch positiv auf den generellen Gesundheitszustand des Hundes aus.

Probiotika sind eine echte Wohltat für den Körper. Sie sind genauso vielfältig wie wirkungsvoll. Es befinden sich schon von Natur aus zahlreiche Bakterien im Darm eines Hundes, die gut für seine Gesundheit sind, sofern sie nicht infolge einer Erkrankung oder beispielsweise der Einnahme von Antibiotika absterben.

Allerdings nimmt ein Hund auf natürlichem Wege über seine Nahrung keine Probiotika auf. In manchen Fällen wird daher dazu geraten, seinem Vierbeiner eine einmonatige Probiotika-Kur zu verabreichen. Auf diese Weise kann man seine Gesundheit in Umstellungsphasen oder nach einer Erkrankung fördern, und zwar ganz unabhängig von seinem Alter.

In welchen Fällen sollte man seinem Hund Probiotika geben?

Probiotika werden für Hunde in der Regel u.a. in folgenden Fällen empfohlen:

  • zur Erleichterung der Verdauung
  • zur Stärkung des Immunsystems in Risikophasen
  • um Magen- und Vedauungsprobleme zu vermeiden oder zu heilen, wie zum Beispiel Erbrechen oder Durchfall
  • zur Förderung des Appetits eines Hundes, der nicht mehr fressen will
  • für Welpen und ältere Hunde, da diese anfälliger für Verdauungsprobleme oder andere Krankheiten sind
  • zur Beruhigung eines Tieres bei Stress

Wenn Ihr Hund unter einem dieser gesundheitlichen Probleme leidet, dann fragen Sie Ihren Tierarzt, ob Probiotika ihm helfen könnten! Viele Hundehalter beobachten positive Auswirkungen einer Probiotika-Kur auf ihr Haustier.