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Hund sabbert
© Shutterstock

Sabberalarm: Bei diesen Hunden passiert's ständig, bei diesen nicht

von Nina Brandtner

am aktualisiert

Übermäßiger Speichelfluss des Hundes kann auch beim größten Hundefreund einen unerfreuten Gesichtsausdruck hervorrufen. In Mitleidenschaft gezogene Kleidung und Möbel stellen die Liebe zum treuen Vierbeiner auf eine harte Probe. Dabei ist Sabbern eine natürliche Körperreaktion, die Ihr Hund nicht unterdrücken kann. Verschiedene Faktoren beeinflussen, ob die Fellnase viel oder wenig sabbert. Rasseprofile helfen Ihnen dabei, sich bewusst für einen stark oder weniger stark speichelnden Begleiter zu entscheiden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Je größer die Lefzen Ihres Hundes sind, desto mehr Speichel produziert er
  • Kleine Hunderassen speicheln seltener im Übermaß
  • Sabbern kann ein Anzeichen für Überhitzung, Stress oder eine Krankheit sein

Hunde, die viel sabbern

Vor allem große Hunde neigen zur übermäßigen Speichelproduktion. In ihren Wangen sammeln sich binnen kurzer Zeit größere Wassermengen an. Diese quellen, wenn der Vierbeiner sie nicht hinunterschluckt, aus dem Maul heraus: Der Hund sabbert. Molosser- und Setterarten beispielsweise sabbern verhältnismäßig viel.

Molosser

Der Begriff Molosser beschreibt massive Hunderassen mit doggenartigem, kräftigem Körperbau. Sie sind kurz- oder langhaarig. Bezeichnend ist der große Kopf und die oftmals hängenden Lefzen. Zu den Molossern zählen unter anderem Bernhardiner, Neufundländer, Cane Corso und Boxer. Die kräftigen Hunde sind meist besonders hitzeempfindlich. Die Atmung beschleunigt sich, wenn ihnen zu heiß wird. Dadurch produzieren sie vermehrt Speichel. Ein Teil des Speichels verdunstet über die Zunge und verschafft dem Tier auf diesem Weg Kühlung.

Die überschüssige Flüssigkeit rinnt mit der Zeit an den Lefzen hinab.

BullmastiffAuch der Bullmastiff gehört zu den Molossern, die viel sabbern© Shutterstock

Setter

Setter wurden ursprünglich zur Jagd eingesetzt. Sie verfügen über ein hohes Stockmaß und langes Fell. Ihre Figur ist schlank, athletisch und elegant. Besonders die langen, plüschigen Ohren und die leicht hängenden Lefzen zeichnen die Tiere aus. Zu den bekanntesten Rassen zählen Irish Setter, English Setter und Gordon Setter. Setter sind sehr aktive Hunde und benötigen viel Bewegung. Die dadurch hervorgerufene schnelle Atmung und die großen Lefzen begünstigen den Speichelfluss.

Irish SetterDer Irish Setter mag zwar sehr edel aussehen, aber er kann auch anders© Shutterstock

Hunde, die wenig sabbern

Kleine und mittelgroße Hunde sabbern meist nicht so viel wie ihre großen Verwandten. Ihre Lefzen sind naturgemäß viel kleiner und ragen zudem selten über den Unterkiefer hinaus. Dementsprechend produzieren sie weniger Speichel, der an den Wangen hinablaufen und aus dem Maul tropfen kann. Hütehunde, Pudel und Schoßhunde sabbern zum Beispiel wenig.

Hütehunde

Arbeitshunde wie Border Collie, Australian Shepherd oder Shetland Sheepdog werden als Hütehunde für Herdentiere eingesetzt. Sie halten die Tiere zusammen und treiben sie auf die Weide oder zurück in den Stall. Hütehunde sind mittelgroß und robust. Ihre Lefzen hängen nicht herab, weshalb sie nur wenig sabbern.

Australian ShepherdDie Lefzen eines Hütehundes hängen nicht herab - deshalb sabbert er auch nicht© Shutterstock

Pudel

Pudel werden als Begleit- und Haushunde gezüchtet. Trotz ihrer schlanken Figur sind sie meist nicht sonderlich sportlich, dafür aber äußerst lernfähig. Es gibt viele verschiedene Pudelarten mit kleinem bis hohem Stockmaß. Durch ihre spitzen, langen Schnauzen und die kurzen Lefzen verfügen die Tiere nur über sehr geringes Sabberpotenzial.

PudelKaum Sabberpotenzial hat ein Pudel© Shutterstock

Schoßhunde

Die meisten kleinen Hunderassen sabbern eher selten.

Hiervon ausgenommen sind die molosserartigen Rassen wie die Französische Bulldogge oder der Mops.

Dagegen weisen Chihuahua, Havaneser, Dackel oder Bichon Frisé normalerweise keine übermäßige Speichelproduktion auf. Gerade nach dem Trinken kann aber auch ein kleiner Hund Wasser-Speichel-Rückstände auf Fußböden, Möbeln oder Kleidungsstücken hinterlassen.

HavaneseKönnen diese Augen lügen? Können diese Vierbeiner sabbern? Die Antwortet lautet nein!© Shutterstock

Geringe Speichelbildung als Zuchtmerkmal

Bei der Auswahl eines Hundes ist für viele Interessenten das Sabberpotenzial ein wichtiger Faktor für die Kaufentscheidung. Aus diesen ästhetischen Aspekten heraus wählen Züchter für ihre Verpaarungen gerne Hunde, die nicht haaren und sabbern. Zusätzlich erhalten die Welpen das Prädikat „für Allergiker geeignet“.

Schließlich werden die meisten Hundeallergien durch Speichel ausgelöst, der sich auf herumfliegenden Tierhaaren verbreitet.

Trotzdem gibt es bislang keine Hunderasse, die nicht sabbert. Ein gewisser Speichelfluss bei Ihrem Vierbeiner ist normal und unbedenklich. Sabbert Ihr Hund jedoch plötzlich vermehrt, stellen Sie ihn im Zweifelsfall dem Tierarzt vor. Neben Überhitzung und Stress kann starkes Sabbern auf eine Krankheit hinweisen.

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