❗️ Gratis-Produkttest für Katzen ❗️

Werbung

Drei neue Rassen auf Liste verbotener Hunderassen

Boerboel im Gras liegend dog-serious
© Marina Plevako / Shutterstock

Die Liste verbotener Hunderassen soll in einem europäischen Land nun um drei Rassen erweitert werden. Das sorgt für Diskussionen.

von Leonie Brinkmann

Am 08.07.21, 18:00 veröffentlicht

Nicht nur in Deutschland gibt es Listen mit Hunden, von denen eine potenzielle Gefährdung ausgehen soll und für die es daher entweder strenge Regeln zur Haltung oder ein Einführungsverbot gibt.

Auch Island führt eine solche Liste verbotener Hunderasse und hat diese nun um drei Rassen erweitert.

 

Drei weitere Listenhunde

Bislang standen Pit Bull Terrier, Staffordshire Bullterrier, Fila Brasileiro, Toso Inu und der Dogo Argentino auf der Liste. Nun hat das isländische Landwirtschaftsministerium auch die Rassen Boerboel, Cane Corso und Presa Canario als potenziell gefährlich eingestuft.

Wie die isländische Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsbehörde MAST erklärt, seien die genannten Hunderasse für ihre aggressiven Jagd- und Kampfeigenschaften bekannt und erforderten allein schon wegen ihres Charakters sowie Körperbaus für die Haltung besondere Kenntnisse und Erfahrungen.

Kritik an Rasselisten

Genau wie in Deutschland stößt das Verbot bestimmter Rassen auch in Island auf Kritik. Tierärztin Freyka Kristinsdóttir erklärt, jeder Hund könne gefährlich oder ungefährlich sein, man müsse individuell von Tier zu Tier entscheiden:

„In den meisten Fällen beißen Hunde, weil die Leute nicht mit ihnen umgehen können.“

Bislang gibt es in Island jedoch kein einheitliches Gesetz zur Hundehaltung, weswegen MAST die Rasseliste zum aktuellen Zeitpunkt für die beste Lösung hält.

Listenhunde in Deutschland

In Deutschland gibt es Rasselisten seit 2001 das Gesetz zur Bekämpfung gefährlicher Hunde verabschiedet wurde. Hier entscheidet jedoch jedes Bundesland selbst, welche Rasse gelistet ist oder nicht.

Neben Niedersachen haben auch Schleswig-Holstein und Thüringen die Listen abgeschafft. Dafür gelten jedoch in Niedersachsen beispielsweise strengere Regeln zur Haltung.

Rasselisten der Bundesländer