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Kleine Hunde ernähren: Fragen und Antworten

Kleine Hunde ernähren advice

Klein, aber oho: Mini-Hunde mit großem Hunger

© Shutterstock

Wenn es ums Fressen geht, sind alle Hunde gleich? Ganz im Gegenteil: Kleine Hunde haben vollkommen andere Anforderungen als große Rassen. Sie brauchen eine spezielle Ernährung, die ihrem Aktivitätsgrad und ihrem Körperbau gerecht wird. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zur Ernährung kleiner Hunderassen zusammengefasst.

von Kristin Barling

Am 06.10.20, 10:31 veröffentlicht

Was sind kleine Hunde?

Kleine Hunderassen haben eine geringe Körpergröße mit einer Schulterhöhe von unter 39 cm und ein niedriges Körpergewicht unter 10 kg. Besonders kleine Hunderassen wie der Chihuahua wiegen sogar nur maximal 3 kg. Kleine Hunde sind sehr beliebt, denn sie haben einen starken Charakter, lassen sich leicht hochheben und transportieren und nehmen in Haus und Wohnung weniger Platz weg als große Hunde. Zu den beliebtesten kleinen Hunderassen zählen Mops, Französische Bulldogge, Boston Terrier, Dackel, Zwergspitze, Pudel, Pekinesen, Zwergpinscher und Malteser.

Brauchen kleine Hunde weniger Futter?

Dass kleine Hunde weniger Futter brauchen als große Hunde, ist ein weit verbreiteter Irrglaube.

Der Futterbedarf hängt nämlich nicht nur von der Größe des Vierbeiners ab, sondern auch vom Energieverbrauch und dem Aktivitätsgrad. Ein kleiner Hund, der sehr aktiv und agil ist, verbraucht beim täglichen Tollen und Toben möglicherweise genau so viel oder sogar mehr Energie als größere Artgenossen. Die Ernährung kleiner Hunde muss daher nicht auf die Körpergröße, sondern auf den individuellen Energieverbrauch abgestimmt werden.

Wie hoch ist der Energieverbrauch kleiner Hunde?

Der individuelle Energieverbrauch und somit auch der Futterbedarf kleiner Hunderassen hängen von verschiedenen Faktoren ab:

  • Aktive, temperamentvolle kleine Hunde benötigen mehr Futter als ruhige Hunde.
  • Kleine, schlanke Hunde mit wenig Fettgewebe verbrauchen mehr Energie als dickere und somit besser isolierte Hunde und benötigen daher mehr Futter.
  • Bei kalten Temperaturen verlieren kleine Hunde aufgrund ihrer Körpergröße schneller Wärme und haben einen höheren Energiebedarf, um den Wärmeverlust auszugleichen.
  • Kleine Hunde mit kurzen Beinen und kurzhaarige Hunde kühlen bei Kälte und Näasse besonders schnell aus und haben dadurch einen höheren Energieverlust.
  • Der Stoffwechsel kleiner Hunde ist im Verhältnis zu seiner Körpergröße aktiver als bei großen Hunden, was zu einem höheren Energieverlust führt.

Was ist das beste Futter für kleine Hunde?

Um selbst die kleinsten Vierbeiner artgerecht zu ernähren, muss der Energiebedarf des Tiers gedeckt werden. Hochwertige Eiweiße aus Fleisch benötigen die Minis ebenso wie hochwertige Fette und leicht verdauliche Ballaststoffe. Gleichzeitig müssen im Futter alle Nährstoffe wie Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe enthalten sein, die der kleine Hund für ein gesundes Leben benötigt.

Nassfutter für kleine Hunderassen

Hochwertiges Nassfutter deckt im Idealfall den gesamten Nährstoff- und Energiebedarf des Mini-Hundes ab. Am besten eignet sich getreidefreies Futter, denn aufgrund des kurzen Verdauungstraktes können kleine Hunde Getreide schlechter verdauen als große Hunderassen. Spezialfutter für kleine Rassen ist häufig feiner in der Konsistenz, damit sich der kleine Vierbeiner nicht an größeren Brocken verschlucken kann.

Trockenfutter für kleine Hunde

Vor allem Hunde mit kleinerer Schnauze wissen es zu schätzen, wenn die Kroketten des Trockenfutters kleiner sind, sodass sie das Futter leichter kauen und schlucken können. Bei der Ernährung kleiner Hunde mit Trockenfutter ist sicherzustellen, dass der Hund genug trinkt. Trockenes Hundefutter enthält nur wenig Feuchtigkeit und kleine Hunde können aufgrund ihrer geringen Körpergröße schnell dehydrieren.

Barf für kleine Hunde

Viele Besitzer von Kleinhunden schrecken vor der Rohfütterung zurück. Dazu gibt es jedoch keinen Grund, denn auch kleine Hunde können rohes Fleisch verdauen. Allerdings müssen Fleisch und Gemüse besonders fein gewürfelt oder püriert werden, damit kleine Hunde das Futter problemlos fressen können.

Spezialfutter für kleine Rassen

Mini-Hunde brauchen ein Futter, das schnell Energie liefert und gut bekömmlich ist. Allerdings neigen manche kleine Hunderassen zu Übergewicht. Bei einem kleinen Hund, der nur 5 Kilogramm wiegt, kann schon ein halbes Kilo mehr für Übergewicht sorgen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, das Tier gesund zu halten und ihm gutes Futter mit genau der richtigen Energiemenge zu geben. Bei Verdauungsproblemen oder Unverträglichkeiten hilft Spezialfutter wie hypoallergenes oder sortenreines Hundefutter.

Snacks für Mini-Hunde

Auch bei der Auswahl von Hundeleckerli, Kauknochen oder Hundekeksen muss die Größe und das Gewicht des Haustiers berücksichtigt werden. Spezielle Snacks für kleine Hunde sind entsprechend kleiner und somit besser für Kleinhunde geeignet. Trotzdem lohnt es sich, dem Hund auch einmal einen größeren Kauknochen oder Snack zu geben, denn kleine Hunde haben häufig Freude daran, sich mit überdimensionierten Spielzeugen und Kauknochen zu beschäftigen.

Wie oft sollte man kleine Hunde füttern?

Kleine Hunderassen haben einen kleineren Magen und einen kürzeren Magen-Darm-Trakt als ihre großen Artgenossen. Daher muss das Futter nicht nur gut verdaulich sein, sondern auch in kleinen Portionen gefüttert werden. Um den Magen des Haustiers zu schonen, sollte man kleine Hunde lieber mehrmals am Tag füttern und die einzelnen Rationen dafür klein halten. Statt die Fellnase also nur ein- oder zweimal am Tag zu füttern, geben Sie Ihrem Hund drei- oder viermal eine Portion Futter. Achten Sie jedoch darauf, dass die Gesamtfuttermenge über den Tag verteilt stimmt und Sie dem Hund weder zu wenig noch zu viel Futter geben.