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Dürfen Hunde Erdbeeren essen?

hunde im freien nähert sich gepflückten erdbeeren advice
© Shutterstock

Erdbeeren sind nicht nur für uns Menschen wahre Köstlichkeiten. Sie enthalten obendrein wichtige Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Auch viele Hunde scheinen in die süßen Früchte geradezu vernarrt zu sein. Aber sind Erdbeeren für die Vierbeiner überhaupt gesund? Zuerst die gute Nachricht: Ja, grundsätzlich dürfen Hunde Erdbeeren fressen. Einige Punkte sollten Sie bei der Verfütterung jedoch beachten.

von Tim Brinkhaus

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Hunde sind alle Erdbeersorten gesund und ungiftig.

  • Füttern Sie Ihrem Hund nur ungespritzte und frische Erdbeeren.

  • Nutzen Sie Erdbeeren als gesunde Leckerli oder mischen Sie sie unter das normale Hundefutter.

  • Geben Sie Ihrem Hund Erdbeeren nur in kleinen Rationen.

Wenn Hunde gerne Erdbeeren essen, ist das unbedenklich

Der Hund ist eigentlich ein Fleischfresser, weshalb auch immer mehr Hundebesitzer barfen oder getreidefreies Hundefutter kaufen. Doch in freier Wildbahn ergänzen Hunde und Wölfe ihren Speiseplan instinktiv um Obst und Gemüse. Beim Verzehr ihrer Beutetiere, die in der Regel Pflanzenfresser sind, nehmen sie unter anderem auch Beerenfrüchte mit auf. Für Haushunde ist keine der rund 20 bekannten Erdbeersorten giftig, ganz im Gegenteil. Der hohe Vitamin C-Gehalt der Beeren unterstützt das Immunsystem. Kalzium ist gut für den Knochenaufbau und Magnesium und Kalium fördern die Herzgesundheit des Hundes.

Erdbeeren sind also für Ihren Vierbeiner wie auch Äpfel eine wahre Vitaminbombe, ein Power-Nahrungsmittel, das viele Hunde geradezu lieben. Berücksichtigen Sie die aufgenommene Erdbeermenge bei der Gesamtkalorienzahl. Die Frucht ist ein wichtiger Energielieferant für Ihren Hund, doch achten Sie darauf, dass er nicht zu viel davon frisst. Es könnte sonst Auswirkungen auf die Darmfunktion haben und zu Durchfall führen.

Auf die richtige Menge kommt es an

Obwohl Hunde Erdbeeren grundsätzlich gut vertragen, sollten sie die roten Delikatessen nur in Maßen genießen. Frisst Ihr Hund zu viele Beeren, kann dies wie erwähnt schweren Durchfall beim Hund auslösen. Ein bis zwei Früchte als Snacks zwischendurch sind in der Regel auch für kleine Hunde unbedenklich. Bei größeren Tieren dürfen es auch mehr sein.

Wenn Ihr Hund einen empfindlichen Magen hat, testen Sie erst einmal in kleiner Menge, wie gut er Erdbeeren verträgt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Erdbeeren zusammen mit anderem Obst unter die tägliche Futterration zu mischen. Der Verdauungstrakt kann sie so besser aufnehmen und verarbeiten.

Frische Erdbeeren als Delikatesse für den Hund

Achten Sie bei der Fütterung von Erdbeeren darauf, nur frische und ungespritzte Früchte zu verwenden. Am besten eignen sich gewaschene Erdbeeren aus dem Bioladen oder dem eigenen Garten zum Verzehr. Es ist übrigens nicht nötig, dass Sie die Beeren pürieren. Verfüttern Sie die Früchte einfach im Ganzen an Ihren Hund.

Im Garten wachsen manchmal die so genannten Monatserdbeeren. Dabei handelt es sich um Gewächse, die sehr kleine Erdbeeren ausbilden. Diese sind nicht besonders schmackhaft, weder für Menschen, noch für Hunde. Aber gefährlich sind sie auch nicht. Ihr Hund darf also Monatserdbeeren fressen. Doch Vorsicht: Wenn Sie Ihrem Tier gestatten, sich an den Pflanzen im Garten zu bedienen, könnte das zur Gewohnheit werden. Das erhöht das Risiko, dass der Hund versehentlich giftige Beeren oder Pflanzenteile anderer Gewächse aufnimmt. Deshalb sollten Sie die Selbstbedienung im Garten oder in der freien Natur grundsätzlich nicht zulassen.

Unsere Empfehlung: Stellen Sie einen Speiseplan für Ihren Hund zusammen

Eine ausgewogene Ernährung bietet die Grundlage für ein langes, gesundes Hundeleben. Deshalb ist es ratsam, sich über die unterschiedlichen Ernährungsansätze für Hunde zu informieren. Wenn Sie wissen, was Hunde essen dürfen, können Sie einen passenden Speiseplan aufstellen. Berücksichtigen Sie hierbei

  • das Alter des Hundes und

  • die körperliche Aktivität

Ihres Vierbeiners. Sie sollten Ihren Plan in regelmäßigen Abständen überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Erdbeeren und andere unbedenkliche Obst- und Gemüsesorten dürfen Sie als Snacks zwischendurch verfüttern. Sie sollten aber nicht zur Gewohnheit werden. Lassen Sie Ihren Hund nicht alleine Beeren oder Blätter von Pflanzen abzupfen, zu groß ist die Vergiftungsgefahr.

Fazit: Mit der richtigen Fütterung und gesunden Erdbeer-Snacks für Leckermäuler ermöglichen Sie ihrem Hund ein langes, gesundes Leben.

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