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Um Asiaten nicht zu verletzen: Hundefleisch-Essen bleibt erlaubt

Schlachthunde werden unter schlimmen Bedingungen gehalten © Shutterstock

Das Justizministerium stellt sich bei einem Gesetzentwurf gegen Hundefleisch-Verzehr quer. Die Begründung ist für Hundefreunde ein Schlag vor den Kopf.

von Stefanie Gräf, 20.09.2019

In Asien gilt Hundefleisch als Delikatesse, die besonders nahrhaft ist und zudem die Potenz steigern soll. Sogar ein Hundefleisch-Festival findet jährlich in China statt. Im westlichen Kulturkreis ist dies ein absolutes No-Go, zumal die Hunde oftmals gestohlen und unter erbärmlichsten Bedingungen zu Tode gebracht werden. Rund 30 Millionen Hunde werden jährlich geschlachtet.

Kein Hundefleisch-Verbot in Großbritannien

In zahlreichen Ländern gibt es bereits Gesetze dagegen, so ist beispielsweise in Deutschland die Schlachtung von Hunden und Katze verboten. Ein bahnbrechender Vorstoß aus Großbritannien sah vor, den Besitz von Hunde- und Katzenfleisch unter Strafe zu stellen. Er war zugleich als deutliches Signal in Richtung Fernost gedacht. Ein ähnliches Gesetz wurde 2018 bereits in den USA verabschiedet.

Hund wird auf der Straße gegrillt
In Hanoi werden Hunde auf der Straße zubereitet
© Shutterstock

Wirtschaft geht vor Tierschutz

Doch Beamte des britischen Justizministeriums sollen Druck ausgeübt haben, um den Vorstoß zu stoppen. Offenbar bestehen starke Befürchtungen, die Menschen in Asien dadurch vor den Kopf zu stoßen. Unvorteilhaft, denn die sogenannten „Tigerstaaten“ sind nach wie vor wichtige Handelspartner.

Offiziell weist das Justizministerium darauf hin, dass ein Verbot nicht durchsetzbar wäre. Außerdem würde das bereits bestehende Verbot des Transports oder der Ausfuhr von Hunde- und Katzenfleisch ausreichen.