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Neue Monster-Zecke aus den Tropen breitet sich in Deutschland aus

Die Riesen-Zecke ist gut erkennbar
© HAZ

Sobald das Frühjahr startet, greifen die gefährlichen kleinen Blutsauger an. Und nun erobern auch noch zunehmend eingeschleppte Arten Deutschland. Dies bedeutet eine potentiell erhöhte Gefahr für unsere Haustiere, denn diese Zecken tragen neue Erreger in sich. Eine Studie soll klären, wie hoch das Risiko ist.

von Stefanie Gräf Datum der Veröffentlichung 14.05.2019

Während in Deutschland lange Zeit nur der lästige aber eher harmlose „Holzbock“ unterwegs war und im hohen Gras und in Büschen geduldig auf Beute lauerte (sehr gerne Katzen und Hunde), etablieren sich zunehmend weitere Arten. Zum Teil mit sehr schlimmen Folgen, denn diese Zecken übertragen häufig schlimme Erkrankungen wie Borreliose oder FSME. Im letzten Sommer wurden nun sogar in Norddeutschland, in der Nähe von Hannover, tropische Riesen-Zecken (Hyalomma) gefunden. 

TiHo bittet um Mithilfe bei Studie

Die Funde dieser eingeschleppten Zecken-Art sowie von Auwald-oder Buntzecken sind Grund genug, dass die Tierärztliche Hochschule in Hannover nun eine Studie zu deren aktueller Verbreitung macht. Anwohner sind aufgerufen, derartige Spinnentiere einzuschicken – samt genauer Bezeichnung des Fundortes (Postleitzahl oder GPS).

Die heimischen Zecken sind recht klein und eher schwer zu erkennen (im vollgesogenen Zustand maximal erbsengroß), dagegen fällt Hyalomma direkt auf. Sogar im nicht-vollgesogenen Zustand ist diese Sorte ganze 2-3 cm groß! Zudem hat sie auffällig gestreifte Beine. Überhaupt ist die tropische Zecke deutlich forscher, als die kleinen Verwandten: Während die Holzböcke auf Beute warten, marschiert Hyalomma geradewegs auf diese zu. Die tropische Verwandte geht regelrecht auf die Jagd und ist erstaunlich schnell unterwegs.

Überträger gefährlicher Krankheiten

Vorsicht ist angesagt, denn Hyalomma-Arten sind bekannte als Überträger des Krim-Kongo-Virus' sowie von Bakterien der Gattung Rickettsia (Auslöser für Fleckfieber beim Menschen) übertragen. 

2019 wurde in Norddeutschland nun auch erstmals die ebenfalls gefährliche Bunt- oder Auwaldzecke entdeckt. Durch sie können Menschen an Hirnhautentzündung oder Fleckfieber erkranken. Besonders kritisch sind ihre Bisse aber für Hunde: Denn sie kann Parasiten in sich tragen, die die Hundebabesiose oder Piroplasmose auslösen, die unbehandelt tödlich endet. Wirksamer Zeckenschutz für Hunde wird damit immer wichtiger in Deutschland!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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