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Feine Antennen: Das Geheimnis mit den Schnurrhaaren bei Katzen

Weiße Schnurrhaare auf schwarzem Hintergrund advice
© Shutterstock

Anders als ihr schöner Name vermuten lässt, haben „Schnurrhaare“ nichts mit dem Schnurren zu tun. Wir erklären, warum die feinen Antennen so wichtig für Katzen sind und wie Katzenkenner sie als Stimmungsbarometer nutzen können.

von Philipp Hornung

Warum hat die Katze Schnurrhaare?

Die rund 24 Schnurrhaare um die Katzennase dienen unseren Samtpfoten vor allem zur Orientierung. Dank ihnen und der übrigen Tasthaare am Katzenkörper, den Vibrissen, können Samtpfoten sich im Dunkeln besser fortbewegen sowie auf Beute schneller reagieren. Denn mit den tief in der Haut verankerten, dicken Haaren nehmen Katzen selbst kleinste Luftbewegungen in der Umgebung wahr. Das ist besonders darum von Vorteil, weil die vierbeinigen Jäger im Nahbereich nur schlecht sehen können. Schnurrhaare sind also eine große Hilfe bei der Jagd und als „sechster Sinn“ sehr wichtig für unsere Samtpfoten. So wichtig, dass es in vielen Ländern verboten ist, Katzen ohne Schnurrhaare zu züchten. Selbstverständlich sollten wir die kleinen „Antennen“ auch nicht abschneiden. Zumal Schnurrhaare noch viel mehr können: Sie unterstützen die Mimik der Katze. Denn genau wie Augen, Ohren und Schwanz dienen sie der Körpersprache.

So kommuniziert die Katze mit Schnurrhaaren

Kratzbürste oder Schmusetiger? Die Schnurrhaare helfen uns, diese Frage zu beantworten: Wer genau hinsieht, kann aufgrund ihrer Position auf die Stimmung der Katze schließen. Möglich machen dies die unter den Schnurrhaaren liegenden Muskeln. Wir erklären Ihnen die Bedeutung verschiedener Schnurrhaar-Positionen:

Glücklich & entspannt

Ist die Katze ausgeglichen, zeigt sich das an einer insgesamt entspannten Körperhaltung. Dazu zählen auch die Schnurrhaare. Sie stehen in dieser „Standard-Position“ seitlich ab.

Aufmerksam

Wer etwas ganz genau mitbekommen möchte, konzentriert alle Sinne auf sein Ziel. So geht es auch Katzen. Ist eine Samtpfote besonders aufmerksam, sind die Schnurrhaare natürlich dabei: Die Katze richtet sie möglichst weit nach vorne aus, damit ihr kein interessanter Luftzug entgeht. Je weiter sie ihre „Fühler“ dank der darunter liegenden Muskeln „ausstreckt“, desto konzentrierter ist sie.

Ängstlich

Wenn eine Katze Angst hat und unruhig ist, ist die Schnurrhaar-Stellung Typsache. Manche Katzen legen die Schnurrhaare möglichst an, damit sie insgesamt kleiner wirken. So versuchen sie, zu beschwichtigen. Andere Katzen haben meistens nach vorne gerichtete Schnurrhaare und machen sich dadurch optisch breiter. Sie bereiten sich innerlich darauf vor, sich zu verteidigen.

Aggressiv

Zugegeben – bei einer aggressiven Katze fallen uns andere Merkmale schneller ins Auge als die feinen Schnurrhaare. Angelegte Ohren, ein peitschender Schwanz oder gar bedrohliches Knurren sind meist eindeutige Zeichen. Oft fühlt eine Katze, die dieses Verhalten zeigt, sich bedroht und handelt nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“. Und die Schnurrhaare? Die machen mit: Sie sind seitlich nach vorne ausgerichtet, um die Katze – oft unterstützt von gesträubtem Fell – größer erscheinen zu lassen.

Lesen Sie auch, wie Katzen mit ihren Augen, dem Schwanz und ihren Ohren kommunizieren.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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