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Haarausfall bei Katzen – Ursachen und Therapien

Hand hält Katzenhaare, Katze schläft im Hintergrund advice
© Shutterstock

Sie finden plötzlich mehr Katzenhaare als üblich in der Wohnung? Oder entdecken kahle Stellen im Katzenfell? Erfahren Sie hier, welche Ursachen hinter Haarausfall bei Katzen stecken.

von Kerstin Semmler

Am 29.10.20, 10:45 veröffentlicht

Katze hat Haarausfall und kahle Stellen: Ursachen

Ob durch Lecken wie bei der selbstinduzierten Alopezie, Haarwachstumsstörungen oder Haarbruch: Haarausfall (Alopezie) kann viele unterschiedliche Ursachen haben.

Haarausfall durch Parasiten

Flöhe haben wir bereits erwähnt – juckende Flohbisse können zu Haarausfall führen, weil die Katze sich vermehrt leckt. Auch ein Befall mit Milben dünnt das Fell der Katze und kann die Samtpfote kahl werden lassen.

Haarausfall durch Infektionen

Infektionen können dazu führen, dass die Katze kahle Stellen bekommt. Auslöser der Infektionen können sein:

  • Hautpilz der Katze
  • Bakterielle Infektionen
  • Virusinfektionen

Ein Symptom kommt in diesen Fällen selten allein. So können bakterielle Infektionen von Müdigkeit und Fieber begleitet sein.

Gleich weiterlesen: Hautpilz bei Katzen

Haarausfall der Katze wegen Mangelernährung

Haarausfall aufgrund von Mangelernährung kommt bei Samtpfoten, die ein Zuhause haben, so gut wie nie vor. Auch bei vernachlässigten Katzen oder Streunern ist Haarausfall meist durch Parasiten oder Entzündungen begründet. Ist der Vierbeiner schlecht ernährt und hat eine schwache Konstitution, begünstigt dies allerdings eine Alopezie. Kranke, ältere Katzen sowie trächtige und säugende Katzen haben einen erhöhten Nährstoffbedarf.

Haarausfall wegen Krankheiten

In seltenen Fällen stecken innere Erkrankungen hinter Haarausfall bei der Katze. Dabei kann es sich um hormonell bedingte Krankheiten wie eine Schilddrüsenstörung handeln. Oft führt die Erkrankung zu schuppender, trockener Haut, die wiederum Juckreiz auslöst – die Katze leckt sich häufiger. Schmerzen, zum Beispiel durch einen unter der Haut liegenden Tumor, können ebenfalls zu verstärktem Lecken und dadurch zu Haarausfall führen.

Katze mit Haarausfall putzt sich
Oft sind Katzen durch zu viel Lecken selbst für den Haarausfall verantwortlich
© Shutterstock

Warum leckt sich meine Katze kahl?

„Feline selbstinduzierte Alopezie“ bedeutet schlicht gesagt: Die Katze leckt sich kahl.Alopezie“ steht dabei für „Haarausfall“. Was viele Halter überrascht: Lecken ist die häufigste Ursache für Katzen-Haarausfall.

Denn sie bekommen nicht mit, dass ihre Samtpfote sich kahlleckt. Vor allem Halter von Freigängern sehen oft nur das Ergebnis, die kahlen Stellen. Aber warum leckt die Katze ihr Fell kahl? Hierfür kann es verschiedene Gründe geben:

  • Juckreiz, zum Beispiel durch Allergien oder Flöhe
  • Schmerzen durch Erkrankungen wie Tumore
  • Stress, den die Samtpfote durch intensives Putzen kompensieren möchte (psychogene Leck-Alopezie)

Die richtige Ursache finden Sie am besten gemeinsam mit einem Tierarzt heraus.

Haarausfall bei Katzen durch Fellwechsel

Die einfachste Ursache dafür, dass Ihre Katze plötzlich mehr Haare verliert, ist der zweimal jährlich stattfindende Fellwechsel. Für einige Wochen im Frühling und Herbst lichtet sich das Haarkleid der Samtpfote. In diesen Wochen finden Sie entsprechend mehr Haare auf dem Sofa oder im Katzenkorb.

„Haarausfall“ durch Fellwechsel ist ganz natürlich und Ihre Katze bekommt dabei keine kahlen Stellen. Im Frühjahr wird das Fell dünner, im Winter dicker. Sie können den Fellwechsel mit regelmäßigem Bürsten unterstützen.

Angenehme Nebeneffekte: Ihre Katze verschluckt weniger Haare beim Putzen und Sie finden weniger „Fellmäuse“ in Ihrer Wohnung.

Gleich weiterlesen: Fellpflege bei der Katze

Haarausfall bei der Katze – wann zum Tierarzt?

Wer kahle Stellen am Katzenkörper entdeckt, sollte die Katze zum Tierarzt bringen. Er kann die genaue Ursache ermitteln und Empfehlungen zur Behandlung geben. Für die Diagnose können neben einer gründlichen Anamnese eine Blutabnahme oder ein schmerzloser Hautabstrich bei der Katze notwendig sein.

Haarausfall Katze beim Tierarzt
Die Ursache von Haarausfall bei Katzen ermittelt am besten der Tierarzt
© Shutterstock

Der Tierarzt kann mittels eines Trichogramms via Mikroskop feststellen, ob die Haare „abgeleckt“ wurden: Dann befindet das Fell sich noch in der Wachstumsphase und ist an den entsprechenden Stellen gekürzt, nicht ausgefallen.

Es ist wichtig, dass die Therapie bei Alopezie zeitnah beginnt. Denn viele Samtpfoten mit kahlen Hautstellen leiden. Sie haben Schmerzen, Stress oder starken Juckreiz.

Mittel gegen Haarausfall bei Katzen

Ob Parasitzen oder Pilzbefall: Der Tierarzt wird einen individuell zu Ihrer Katze passenden Therapieplan aufstellen. Je nach Ursache der Alopezie sind zum Beispiel möglich:

  • eine Ausschlussdiät
  • Parasitenbekämpfung
  • Antibiotika bei bakteriellen Infektionen
  • Antimykotika gegen Pilzbefall
  • verschiedene andere Medikamente, zum Beispiel Kortison

Manchmal ist eine Kombination verschiedener Therapien notwendig, um den Haarausfall zu stoppen. Leckt die Katze sich kahl, weil sie Stress hat, können Geduld und viel Einfühlungsvermögen gefordert sein.

Was tun, wenn die Katze sich aus Stress kahl leckt?

Die gute Nachricht zuerst: Studien zeigen, dass nur eine von zehn Katzen, die Haarausfall durch Lecken hat, unter einer psychogenen Alopezie leidet. Sind jedoch Allergien, Hautkrankheiten oder Schmerzen durch andere Erkrankungen ausgeschlossen, könnte dies bei Ihrer Katze der Fall sein.

Auslöser für eine psychogene Alopezie können einschneidende Veränderungen sein. Dazu gehören der Tod oder Wegzug eines Vier- oder Zweibeiners, Umzüge oder neue Familienmitglieder wie ein Baby oder eine andere Katze. Überlegen Sie, was Ihrer Katze inneren Stress verursachen könnte.

Schaffen Sie bei Bedarf Rückzugsmöglichkeiten für gestresste Samtpfoten oder begleiten Sie die Trauerphase nach einem Verlust liebevoll. Ein auf Verhaltenstherapie spezialisierter Tierarzt ist der beste Ansprechpartner. Manchmal kann auch der Gang zum Tierpsychologen hilfreich sein. Zusätzlich können folgende Mittel unterstützen:

  • Pheromonsprays
  • Nahrungsergänzungsmittel mit L-Theanin
  • Medikamente vom Tierarzt